Mittwoch, 21. Februar 2007

MOTAC - Cocktails, how to mix them - ICE CUBES you NEED

Seit einiger Zeit, veröffentlicht das Museum of the American Cocktail MIXOLOGY-Themen im MOTAC Blog. Gehostet auf einen Windows Live Space Account, ist die Federführung von Robert Hess (Drinkboy und Microsoft Mitarbeiter) unschwer zu erkennen. (Hatte ".mac Jared Brown" seine Seele verkauft? - nun gut, das ist ein anderes Thema.)

Auf dem lesenswerten MOTAC Blog, kommen unter anderem Gastautoren zu Wort. So schreibt King Cocktail
Dale DeGroff einen lesenswerten Artikel mit dem Titel COCKTAILIAN BARTENDERS, MIXOLOGISTS, BAR CHEFS - Call Them What You Will They Are Impacting the General Market. Am Ende des Artikel gibt es eine sehr brauchbare Ausflistung wichtiger Links und Zulieferer für Bartender. Unter anderem ein Link zur legendären KOLD DRAFT EISMACHINE. Audreay Sanders widmet dieser Eismaschine im "Mixologist: The Journal of the American Cocktail" einen schönen Artikel und erklärt die Wichtigkeit guter, großer Volleiswürfel in einer guten Bar.

Jeder Bartender, der diesen EIS-Artikel kennt, (oder besser noch, schon einmal mit solchen Eiswürfeln gearbeitet hat) weiss wovon ich rede. Jeder Controller einer großen Gastrokette/Hotel ( Sie erinnern sich, der BARFEIND No.1) wird das nie im Leben verstehen. Für einen Controller ist EIS - EIS und er wird ihnen anhand eines sehr aufwendig gestalteten Excel Sheets eindeutig und richtig darlegen können, weshalb welche Eismaschine in Bezug auf Stromverbrauch, Anschaffungskosten etc. die beste Wahl ist.

Für ein Projekt habe ich vor kurzem Versucht, eine Kold Draft in Deutschland zu bekommen - kurz: Sie ist nicht zu bekommen. Der ehemalige Importeur sagt, das diese Maschinen sehr störanfällig seinen. Unsere Amerikanischen Kollegen hab mir bislang eher das Gegenteil bestätigt. Einzig ein Direktimport, ohne Service und Wartung ist derzeit Möglich.

Eine mir bekannte sehr gute Alternative sind die ICE MAKER von HOSHIZAKI , derzeit über APS Hamburg zu erhalten. HOSHIZAKI bietet Tophat Ice (Hohleiswürfel), Cubeleteis (in einer klassischen Bar ein echter Gewinn - bringen Sie vorher den Consulter um die Ecke), Würfeleis (Und wir meinen WÜRFEL!), Flocken/Crusheeis (Da viele Bartender keine Caipirinha verkaufen wollen - wie wäre es mit einer Auslage mit frischen Austern an der Bar?), Cresent Eis (wird ungelogen auch in der Medizin, Lasertechnik benutzt - sieht aufgrund des konischen Lichtspiels in einem Glas sehr interessant aus - ist aber nicht überlebenswichtig) und Scherbeneis.

Die Volleiswürfel Maschinen können verschiedene Würfel Größen herstellen, der größte, L, hat eine Abmessung von 2,8x2,8x3,2 cm ( Kold Draft schafft knapp 4,00 cm Kantenlänge). Angenehm ist auch die Leistung von bis zu 240 oder sogar 480 kg pro Tag.

Der King of Cocktail ließ in seiner Aufzählung typischer Barbitters einen Vertreter aus München meiner Meinung nach schmerzlich vermissen. Ihm zu Rettung kam kurze Zeit später der New Yorker Bartender Mark Marowitz mit seinem MOTAC Artikel THE BITTER TRUTH der ein Telefon Interview mit Stephan führte.

Kurz, der MOTAC BLOG RSS gehört abonniert!

Das Logo des Museum of the American Cocktail ist übrigens eine Kopie des Buchlogos vom 1922 erschienen:

"Cocktails, How to Mix Them. by Robert," By Robert Vermeire - Of the Américan Bar, Casino Municipal de Nice and late of the Embassy Club, London. Dieses Buch, klein und handlich, hat es wirklich in sich. MOTAC Logo Designer Ted Haigh hat einen schönen Artikel über die Entstehung des Singapore Slings. geschrieben und auch Stephan verweist auf diesen Gin Sling.

Unserem Bitters Blog Osteuropa Botschafter,Luboz Racz, auf der Suche nach Informationen zum Side Car, wird interessieren, dass dieses Buch sich rühmt das erste SIDE CAR Rezept veröffentlicht zu haben (Wir wissen, Harry hört das nicht gern...)

Ich selber habe mir vor kurzem einen Scotch Drink aus diesem Handbuch des guten Trinkes gerührt

THE THISTLE

1/6 "gill" of Italian vermouth
( ich bin der Meinung es sollte roter sein)
2/6 gills of scotch,
2 dashes of Angostura bitters

Zum Wohl!

1 Kommentar:

stephan berg hat gesagt…

THE THISTLE klingt für mich nach einem schlichten Rob roy oder auch scotch manhattan. vermiere gibt nicht nur das erste? sidecar rezept sondern auch das erste straits sling rezept(vorläufer vom singapore sling).
das buch ging durch sehr viele auflagen und ist durchaus für wenige euros leicht zu bekommen. erstauflagen (1922) allerdings sind mehr als rar. im übrigen wenn nach italian vermouth verlangt wird, dann war roter vermouth gemeint. ursprünglich produzierte man nur roten vermouth in italien und trockene Varianten nur in frankreich.