Da bei den Kommentaren zum vorangegangenen Artikel der Wunsch zum Ausdruck gebracht wurde mehr über Curacao, Cointreau, Triple sec zu erfahren, so kommt die Leserschaft nicht drumherum sich einem kleinen Exkurs zu unterziehen.
Die Fakten:
Curacao: Wurde ursprünglich ausschliesslich auf der Insel Curacao(vor der Küste Venezuelas) aus den getrockneten Schalen von grünen Orangen und geheimen Gewürzen gefertigt. Es gab ihn in überwiegend roter und weisser Variante(gelbe und grüne Formen gab es auch) und hatte ursprünglich einen Alkoholgehalt von ca. 60 proof/30 % Vol. Curacao ist die Urform jedes Orangenlikörs. In alten Rezepturen wird auf Grund des einzigartigen Aromas definitiv nach Curacao verlangt-kein Cointreau, kein Triple sec, kein irgendwas.
Cointreau: Ursprünglich nannte sich die Marke Cointreau Triple sec und nachdem man sich, ob des grossen Erfolges der Marke, zahllosen Immitationen gegenüber sah, die noch dazu die eckige Form der Flasche kopierten, strich man das Triple sec aus seinem Namen. 40% Vol.
Triple sec: Ist schlichtweg die zweite(manchmal auch gern dritte Liga) im Segment der Orangen liköre und somit immer nur 2te Wahl. Unter 40 % Vol.
Anzumerken bleibt, das heutige Curacaos durchaus im Alkoholgehalt reduziert sind und nicht mehr nur von der Insel Curacao kommen.
Was denken Bartender eigentlich über Bols? Ich zuerst: häßliche Flasche. Tschuldigung. Mag der Marketingprofi aus den eigenen Reihen stolz auf die tollen Fotos mit vielen bunten, gleichen Flaschen sein und die Optik der Flasche das Herz eines jeden Discotheken und Clubbesitzer mit einer Vorliebe für Rückbuffets höher schlagen lassen, neigt der "klassische" Bartender eher dazu, seinen Gästen eine Stolze Auswahl echter Bols Schönheiten zu präsentieren und die bunten Dinger unten im Speedrack verschwinden zu lassen. Beweise für wahre Schönheit sind oben auf dem Bild zu sehen. Der Bokma Old Fashioned Cocktail sei jeden Besucher der Traveling Mixologists Veranstaltung am kommenden Mittwoch in Köln empfohlen!
Nun, der fragwürdigen Optik zum trotz beindruckt mich BOLS seit einiger Zeit mit Ihren Veranstaltungskonzepten. "Auf die inneren Werte" kommt es an, mag man in Anlehnung an die eine oder andere zwischenmenschliche Beziehung denken und so entwickelt sich BOLS, obschon des häßlichen Aussehens, zum Bartenders Friend. Das Bols Bar Coaching gilt seit Jahren als eine der wirklich interessanten Veranstaltungen in der Bar Szene und ich bin gespannt was nächstes mal geschieht. Vor einigen Tagen erreichte mich nun eine "Pressemitteilung" aus dem Hause Bols und auch hier gab es wieder zweifachen Grund zur Freude. "BOLS BARKEEPERS’ Choice: Bartender wählen den neuen BOLS Flavour" ist der Name der neuen Aktion und der gesammte Umfang ist hier im Likörblog nachzulesen.
Zum einen freut sich der Blogschreiber unter den Bartendern, das BOLS mit einer offentsichtlich sehr guten Kommunikationsagentur zusammen arbeitet. Auch in der Vergangenheit wurde wir schon öfters kontaktiert und das zeigt, das BOLS verstanden hat, das ein Großteil der Kommunikation unter Barinterssierten über Netz abläuft. In Amerika ist der Anteil der "trinkenden" Blogger schon nahezu unübersichtlich, in Deutschland noch etwas geringer. Natürlich fühlt man sich ob der Beachtung geschmeichelt, unabhängig davon spricht diese Erkenntnis aber für die Weitsichtigkeit der Kommunikationsstrategie des Hauses Bols.
Der andere Grund zur Freude ist die Aktion selber. Man möchte laut ausrufen - "es hat einer nachgedacht" und kommt nicht ganz umhin zu vermuten, das ein Gewisser Herr A. , Host des Likörblogs, da betratend tätig war --- > gut so!
Hier möchte nun also jemand die Meinung der Anwender hören und verpackt das ganze in eine gelungene Marketing Aktion. Am meisten begeistert hat mich die Auswahl der Paten - Trav Mix Beuser kann nur gelobt werden, Sir Angus ist eine großartige Wahl, und Dr. Duff plant sicherlich schon das einschmuggeln von Bokma und Corenwyn in die Aktion. Die Drei sind seit einigen Jahren gesetzte Größen der "neuen" Barszene.
Aber mit dem Einbringen von Franz Brandl bin ich einem Begeisterungsturm nahe. Diese schreibende Größe vieler Barkeepergenerationen in das Boot der jungen Wilden zu holen verdient einen Szenenapplaus. Hier zeigen Vier und eine clevere Kommunikationsagentur das man allen dummen Vorurteilen zu trotz verschiedene Generationen von Bartendern unter einen Hut bringt kann, gelernt, ungelernt, DBUler, nicht DBUler ohne sich auf dem üblichen Standesdünkel auszuruhen. Vielleicht sollte die DBU einmal die professionelle Hilfe dieser Agentur in Anspruch nehmen - das derzeitige Gerede um Neuerungen innerhalb der DBU an anderer Stelle würde damit vielleicht nicht wie üblich im Sand verlaufen.
Was bleibt, ist ein Wermutstropfen (natürlich Antica Formular!): häßliche Flaschen - "auf den Charakter kommt es an" denkt man sich, und versteckt sich wieder im tiefsten Speedrack...
Der nimmermüde Buchauthor Franz Brandl, seines Zeichens Aufbauhelfer der Barkultur in lang vergangenen Zeiten, hat ein weiteres Buch seiner langen Reihe von Veröffentlichungen hinzugefügt(Wieviele sind es jetzt insgesamt Franz? Musst auch erst nachzählen oder? 27 oder 28?).
In seinem neuen Werk widmet er sich dem grossen Thema Whisky in all seinen Facetten und wie dem Bitters Blog hinter vorgehaltener Hand mitgeteilt wurde kommen auch kleine Marken nicht zu kurz. In gewohnt hochwertiger, durchgehend 4-farbiger Ausstattung werden über 500 Whisk(e)ysorten und ihre Produzenten porträtiert.
Das neue Werk wird es in Kürze im "gutsortierten"Buchhandel geben und kann für 19,95 € mit nach Hause genommen werden-Lesebändchen inclusive!.
Franz Brandl Whisk(e)y, 288 Seiten ISBN: 978-3-517-08335-3 Südwest Verlag
Mittlerweile dürfte der wohl umtriebigste und meisstreisendste Barbotschafter des Planeten auch dem letzten ambitionierten Cocktailfreund bekannt sein. Angus Winchester taucht auf wie ein Phantom, verschwindet sofort, um im nächsten Moment am anderen Ende der Welt sein Spiel fortzusetzen.
Wie er bei seinen ganzen Aktivitäten auch noch die Zeit findet ein Tagebuch(Tag sollte man nicht zu wörtlich nehmen-ist ja schliesslich nicht der Bitters Blog!) zu schreiben bleibt mir ein Rätsel. Wahrscheinlich hat er sich vom Ende der Welt ein geheimes Mittel zur Bekämpfung des Schlafs besorgt .
The Winchester Diariesgeben umfangreichen Einblick in das wilde Leben des Playboybartenders. Shocking, scary, unbelievable!!!
Herr Meinke, derzeit umziehender Barbesitzer, überrascht doch immer wieder durch Umtriebigkeit. Bekannt durch seine außergewöhnlichen Spirituosensammlungen plant der Mann Gerüchten zufolge einen großen Coup für Freunde echter Barkultur und Trinkens.
Durch Kontakte ins Vereinigte Königreich organisiert er in Kürze eine Ladung exklusiver Spirituosen die im Land des Mampe und Apfelkorns nicht erhältlich sind. Schlagworte wie Peychauds, St. Germain und NoillyAmbre sollten den Profi Trinker unter uns nervös werden lassen.
Die Wünsche aller deutschen Profi-Trinker werden nun gesammelt und die erste Brieftaube soll das Vaterland am 12.8.2007 verlassen. Die Kontaktperson wird in England umtriebigagieren und eine erste Lieferung sollte somit Ende August erfolgen. So wie ich Herrn Meinke kenne wird die Ware nach alter Bartender Tradition als Rumrunner bei Nacht an Helgoland vorbei geschifft und auf offener See an einen SpreeKurrier übergeben. Abholung ist in der Triobar zu Geschäftszeiten möglich. Die bestellte Ware wird nur nach dem Verzehr von mindestens drei Triobar Apfelsaft-Mai Tais herausgegeben. Da nicht sicher ist, ob die Abholer dieser Prozedur gewachsen sind, ist Vorkasse bei Bestellung notwendig!
Sollte eine Regelmäßigkeit bei diesen Sammel(er)bestellungenauftreten, werde ich mich mit einigen Gleichgesinnten am Helgoländer Strand mit Falschen Signalfeuern auf die Lauer legen und die Rumrunner bei Schiffbruch plündern.
Kontakt zu gutem Alkohol: Michael Meinke Quartett-Bar (Bar, Barschule, Consulting, Spirituosenbeschaffung) barschule@triobar.net 0163-2075677
Dem Besucher von Whiskymessen in hiesigen Landen mag es manchmal so vorkommen, als ob die Whiskywelt nur aus Scotch und Irish besteht. Dem Liebhaber der amerikanischen Whiskys wird leider oft sehr wenig geboten und selbst wenn sich der ein oder andere Vertreter von Bourbon und Rye unter den hunderten Maltwhisky Abfüllungen entdecken lässt, dann sind dies in der Regel wohlbekannte Standardmarken die nur antreten um Präsenz zu zeigen. Wer auf Neuentdeckungen aus ist wird hier arg vor den Kopf gestossen.
Das man in Kentucky gern ein Loblied auf die heimischen Destillate anstimmt kann jeder Liebhaber eines, wohlgemerkt erstklassigen, Bourbon Whiskeys gut verstehen und jedem Interessierten bietet sich in Kürze die Gelegenheit am jährlichen Kentucky Bourbon Festival vom 11-16 September in Bardstown/Kentucky -der "Bourbon Capital in the World"beizuwohnen.
Den jenigen die eine kleine Rundreise durch den Bluegrass State planen sei empfohlen sich genau darüber zu informieren in welchen der 120 countries in Kentucky man auch straffrei Alkohol zu sich nehmen darf. Circa die Hälfte sind "DRY".
Der Titel an und für ist ein Paradebeispiel für Understatement. Wie hier zu sehen ist, hat man auch noch die legendären Copper Mugs nachgebaut. Nach dem Lesen des Artikels ist man ob schon der gekonnten Bescheidenheit der Pressemitteilung gewillt zu fragen: "Wer hat es erfunden....?" - Smirnoff wahrscheinlich nicht!
Wie der derzeit in London verweilende George Sinclaire auf seinem derzeit etwas ruhigem Blog in seinem Moscow Mule Artikel feststellt:
"The first known mention of the Moscow Mule is from the "Inside Hollywood" syndicated newspaper column, penned by Eith Gwynn, the date was the 27th of December 1942, and goes like this:
"There is a new drink that is a craze in the movie colony now. It is called "Moscow Mule." Recipe: equal parts Vodka, lime juice and ginger beer!...""
Die "Geschichte" von Smirnoff datiert zwar laut Eigendarstellung auf 1941 - wurde aber erst 7 Jahre später erstmals dokumentiert:
There is another claim that the drink originates specifically from 1941, this story was featured in the New York Herald Tribune, of 28th July 1948:
"The mule was born in Manhattan but "stalled" on the West Coast for the duration. The birthplace of "Little Moscow" was in New York's Chatham Hotel. That was back in 1941 when the first carload of Jack Morgan's Cock 'n' Bull ginger beer was railing over the plains to give New Yorkers a happy surprise. Here was ginger beer in crockery bottles tasting exactly like that of old England." "Three friends were in the Chatham bar, one John A. Morgan, known as Jack, president of Cock 'n' Bull Products and owner of the Hollywood Cock 'n' Bull Restaurant; one was John G. Martin, president of G. F. Heublein Brothers, Inc. of Hartford, Conn., and the third was Rudolph Kunett, president of the Pierre Smirnoff, Heublein's vodka division. As Jack Morgan tells it, "We three were quaffing a slug, nibbling an hors d'oeuvre and shoving toward inventive genius." Martin and Kunett had their minds on their vodka and wondered what would happen if a two-ounce shot joined with Morgan's ginger beer and the squeeze of a lime. Ice was ordered, limes procured, mugs ushered in and the concoction put together. Cups were raised, the men counted five and down went the first taste. It was good. It lifted the spirit to adventure. Four or five later the mixture was christened the Moscow Mule--and for a number of obvious reasons. "
Es ist anzunemhen das der Drink an anderer Stelle erfunden, und für eine sehr gelungene Marketingkampagne genutzt wurde. Ehre, wem Ehre gebürt!
Heute erhielt ich eine erfrischende Email aus Eppendorf. Cirsten, Gin Liebhaberin Nummer eins, von der Weinlounge im Straßenbahnring in Eppendorf/Hamburg fand einen Artikel über die neue Geschmacksrichtung Pepsi
Und sofort musste ich natürlich an “herrliche” Hendrick’s-Pepsi-Mischgetränke denken... :-) Sollte also Irgendwer eine Dose dieser Mischung auftreiben könnnen, ließe sich bestimmt ein Hendricks Tasting in einer gut sortierten Weinhandlung in Eppendorf veranstalten.
Wie Herr Berg schon anmerkte, eröffne ich in naher Zukunft eine neue Bar, Le Lion, in Hamburg. Der Vorschlag mit dem Bitters Club wird selbstverständlich in eine nähere Auswahl genommen, ein größeres Beteilungspaket an TBT würde diese Entscheidung selbstredent beeinflussen können... "Le Lion - Bar de Paris" wird denke ich Mitte / Ende Oktober eröffnen. Wer über die Eröffnung informiert werden möchte, möge sich bitte auf der Internetpräsent des neuen Löwen im Eröffnungsnewsletter eintragen!
Zusammen mit Helmut Adam/ dem Mixology Magazin Berlin, haben wir ein neues Blog Projekt gestartet - den Barbaublog!
In diesem Projekt berichte ich von der Bau und Planungsphase des Le Lion bis hin zu Eröffnung. Darüber hinaus befast sich der Barbaublog mit allen "ich mache mich mit einer Bar selbstständig" Themen. Gerne stelle ich dort Ihr neues Barprojekt vor und freue mich über Tips, Hinweise, Kritik und jede Menge Kommentare.
Ich hoffe, das mir bitters-blog Leser mit wertvollen Tips und reger Beteiligung zur Seite stehen und freue mich, Ihnen ein Glas im neuen Löwen zu mixen.
Der kühne dänische Gründer der Nelsons Hall, Tom Nelson hatte es sich zur Angewohnheit gemacht, täglich bis zu einem Pint(mehr als einen halben Liter!!!) Angostura Bitters zu trinken und schrieb diesem Ritual auch seine beste Gesundheit und sein hohes Alter zu. Er war den Bitters dermassen verfallen, dass er während der Prohibition eine Pharmacy Lizense beantragte und erstaunlicherweise auch erhielt und konnte somit sein Etablissement auch in der "Trocken Zeit" geöffnet halten. Dies brachte der Nelsons Hall den Status des am längsten durchgehend geöffneten Saloon im Staate Wisconsin ein.
Der Ritus der etwas ausgedehnten Einnahme von Angostura Bitters hat sich über die Jahre auf die Klientel übertragen und brachte dem Haus einen Eintrag in das Guinessbuch als grösster Einzelhändler für Angostura Bitters ein. Mehr als 10.000 Menschen treten jedes Jahr dem Bitters Club bei. Nach dem Konsum eines Shotglasses voll Bitters gibt es eine offizielle Mitgliedskarte(oder war es ein Krankenschein?). Kein Wunder, das der Angostura Bitters Pro Kopf Verbrauch in Nelsons Hall der höchste in der Welt ist.
Vom geschäftlichen Standpunkt her würde ich es begrüssen, wenn Herr Meyer ein ähnliches Ritual beim "Le Lion" einführt, wobei eine deutsche Marke zu favorisieren ist. Die erste Kiste geht aufs Haus!
Nachdem Michael Meinke von der Triobar sich noch vor einiger Zeit herrlich über den Thekentanz und die Berichterstattung von Herrn Jansen ausgelassen hatte hat dieser Meister des "Übers Trinken schreiben" gestern die Triobar heilig gesporchen:
Ich hoffe nun, Michael gesteht Herrn Jansen mittlerweile wieder mekr Kompetenz zu, ich zumindest fand den Theken Tanz wie immer erstklassig geschrieben und gut zu lesen.
Ob es im neuen Members Club dann ohne Heineken Dress zugeht, bleibt abzuwarten.
Gerade bin ich über eine Antwortemail von Stephan Berg "gestolpert". Sie ist fast ein Jahr alt und ich musste kurz drüber schmunzeln...
Von: BergSt@web.de Betreff: Re: Cocktail Bitters Datum: 9. August 2006 13:07:20 MESZ An: jm @ lebonlion.net
hallo jörg,
ich danke dir für deine mail und deine netten worte in den foren.ich habe ja schon öfter von dir gelesen, aber wir hatten noch nicht persönlichen kontakt. wir haben den hendricks contest als test für unsere bitters genutzt und waren völlig überrascht über das interesse und das uns gegebene feedback.ich bin mit vielen flaschen nach berlin gefahren und hatte am schluss nicht eine mehr. ich muss dir leider mitteilen das uns der orange bitter ausgegangen ist und wir jetzt eine grössere menge herstellen müssen.dauert ungefähr 1 monat. die andern sachen wären kein problem, aber ist ist günstiger ich schick alles zusammen. sag einfach bescheid was dir lieber ist.
viele grüsse stephan berg
http://www.the-bitter-truth.com
Wow ... ich kenne also Stephan noch nicht einmal ein Jahr? Kaum zu glauben. Diese 358 Tage waren ziemlich ereignissreich. Könnte schwören, ich kenne Stephan schon seit Ewigkeiten... Email, Blogs und ab und zu ein Gin Tonic irgendwo auf dieser Welt bringen einen doch recht nahe zusammen. Stephan, ich werde heut einen auf dich trinken!
In der aktuellen Ausgabe der Mixology 4.2007 erklärte man den Molecularen Cocktails den langsamen Tod. (Wenn ich dem ein Ende bereiten darf, verkürze ich das Leiden gerne...) Somit hatte ich gleich zum Frühstück beste Laune! Wie geneigten Bitters-Blog Leser bekannt sein mag, schätze ich Moleculare Cocktails in keinster Weise. Ähnlich wie Herr Schollmann vom abseits.de Blog, der dem Nichtraucherschutzgesetz in Baden-Württemberg und Anderswo die Stirn bietet, entwickelt sich der bitters-blog für meinen Teil zum "Moleculare Cocktails und MoleculareMixology haben hinter keiner Bar was zu suchen" - Blog. Gut so.
Nun hatte ich also ob der erstklassigen Lektüre der neuen "Organgenen" Mixology Ausgabe allerbeste Laune ( was zur anderen Hälfte daran lag das mein fast 4.00 Euro StarbucksCafeLatetogo diesmal Ausnahmeweise nicht bis zur Unkenntlichkeit verbrüht und somit trinkbar war).
Dieser Anfall von guter Morgen Laune wurde alsbald beim RSSFeedCheck getrübt. Da fand ich Ihn, im Feinschmeckerblog und anderen Medien, den Lobgesang auf Moleculare Cocktails. Er war als ungefilterte Pressemitteilung in die eine oder andere Content arme Webseite/Blog gerutscht und ruinierte meine Laune:
Ja... Moleculare Cocktails haben Ihre Berechtigung --- Diese Zirkusnummer auf irgendeinem Event ist sie sicherlich großartig, aber dieser Artikel spielte mit fast allen Klischees und so konnte ich nicht umhin, Ihn zu kommentieren.
Sicherlich, MoleculareMikeläßt noch mit seiner Interpretation des ganzen auf sich warten und so bin ich gespannt ob er mich vom Gegenteil überzeugen kann. Aber nun muss ein (wohlgemerkt erstklassiger Sternekoch) uns Barkeepern schon zeigen was MM ist? Woran mag es liegen? Richtig: Es interessiert niemand ernsthaften! Das ist beruhigend. Die Grenzen vom fliegenden Büffet, zum Fingerfood bis hin zum MM Quatsch sind eh fließend. Hiermit erkläre ich die Spielwiese der MM als ein Feld für die Kochausbildung (die Ausbildung des Barmann hat ja eh noch kein "Berufsverband" auf die Beine gestellt).
Wenn Sie nun also bei einer Tasse nicht verbrühten Kaffees sitzen würde ich sie um einen Gefallen bitten wollen. Kommentieren Sie im Feinschmeckerblog....
Jörg Kommentar zu dem Mumpitz:
So wenig ich die durchaus anerkannte und mehrfach ausgezeichnet Kochkunst von Heiko Antoniewicz auch nur in irgendeiner erdenklichen Weise mit meinem Kommentar in Frage stellen möchte - muss ich als erfahrener Bartender und leidenschaftliche Barfly sagen: Molecular Cocktails sind zwar medientauglicher, haben hinter einer Bar aber nichts zu suchen.
Zum oben stehender Artikel fällt mir nicht viel ein, außer das da eine Menge Allgemein Plätze bedient und herrlich seichtes Zeug geschrieben wird. Ich kenne keine angesagt Bar in New York, London oder Barcelona (und ich kenne dort doch einige Bars…) die auch nur irgendwann einmal die hier so gelobten Molecularen Cocktails serviert haben sollen.
Bitte um Namens Nennung: Es wird keine geben!
Sogenannte Deutsche Szene Bars (herrliches Wort) sind mir auch nicht bekannt - bitte um Namens Nennung.
Einzig und allein in der Eventgastronomie gibt es Moleculare Cocktails - denn da gehören Sie hin. Der Zauberer betritt die Bühne und holt im Scheinwerferlicht der Manage einen StickstoffblubberndenMoleculare Cocktail aus seinem Hut - TARA -
Moleculare Cocktails sind “Rampensäue” - sie passen gut vor jede Kamera, man kann Effekthasschend den einen oder anderen Eindruck schinden - wenn sie von einem echten Profi wie Herrn Antoniewicz serviert werden, schmecken Sie obendrein und sind sehr gelungen.
Der Rest ist Quatsch: „Molekulare Cocktails sind der kommende Trend in deutschen Bars“ - ist eine Falschmeldung.
Der Moleculare Cocktail war nie Trend und wird es auch nicht werden. Die ersten tragen Ihn zu Grabe und ich bin auf jeder Beisetzung dabei.
Plastikspritzen, Verdickungsmittel aus Algen und fluoreszierende Flüssigkeiten und natürlich der flüssige Stickstoff bleiben da wo sie hingehören - ins Showcase des reisenden Alleinunterhalters…
Die Rückkehr des klassichen Cocktails scheint in den Redaktionen der großen Medien nach und nach Einzug zu halten. Nach der Präsentation von Sir Dandy & Sir Alex hat nun ein weiterer Barmann den Kampf gegen Unwissen und Sex on the Beach angetreten.
Michael Meinke, aka OLD TOM /wahlweise Moleculare Mike, von der Triobar Berlin, hat einen Artikel:
MIXEN WIE OPA bei Frankfurter Rundschau online unters Cocktailvolk gebracht.
Vorgestellt werden ein Mai Tai (ohne naturtrüben Apfelsaft ;-), ein Manhattan, ein Martini, der Travel Mixologists Cosmopolitain und der Lufthansa Cocktail. Guter Artikel - schön beschrieben ... einzig und allein beim Martini Cocktail war ich mir nicht sicher ob der geneigte FR Leser 125,00 Euro für 4 cl Old Tom Gin zu schätzen weiss - aber dank Haromex und anderen wird er sicherlich auch bald wieder einen für 12,50 bekommen.
Marascino und Old Tom kannte ich aus einen Martinez Cocktail, dann mit "Italian Vermouth".
In einem Martini sind sie mir noch nicht bekannt gewesen - aber man lernt nie aus.
Wer 125,00 Euro für diese Variante ausgeben möchte, muss sich eventuelle etwas gedulden. Herr Meinkes Triobar zieht in kürze um und ist dann ab Oktober an neuer Adresse soweit mir bekannt ist als privater Club wieder da. Nähres wird Michael Meinke sicherlich in kürze verlauten lassen.
Welche Veröffentlichung oder Arbeit hat Ihrer Meinung nach am meisten für die Verbereitung des Cocktails getan? Die Bücher von Thomas Jerry oder Harry Johnson? Irgend ein anderes von uns so geschätztes Buch? Irgendeine Bar? La Floridita, Harry's Bar oder die Long Bar? Im deutschsprachigen Raum die erstklassige Arbeit von Helmut und Jens? Oder sollen wir sogar so vermessen sein und die Bar Blogger, die Internetforen und andere 2.0 Lösungen als Quelle für die Verbreitung der Cocktailkultur nennen?
So sehr der Dolch in meinem Herzen schmerzt ... bei Lichte betrachtet haben all die erstklassigen oben genannten Arbeiten und Personen wie WIR wissen viel für den Cocktail getan, für dessen massenhafte Verbreitung sind aber andere Schreckgespenste verantwortlich .
Die Top 3 der "wir haben den Cocktail den Massen zugänglich gemacht..." Werke
der Film Cocktail mit Tom Cruise
Coyote Ugly und Tequila saufende Blondienen
James Bond - als Smirnoff Werbe Ikone mußte er grauenhafte Vodka Martini Cocktails statt Champagner trinken
Die Auswirkungen des schmierigen 80er Sunnyboys mit seinen bunten Kreationen, der bestiefelten Blondinen und des Vodka Proleten im Smoking sind heute je nach Art des Arbeitsplatzes mehr und weniger stark festzustellen. Diese Werke hatten im Gegensatz zu den von uns geschätzten Kandidaten einfach das größere Publikum.
Um so erfreulicher fand ich vor kurzem die Darbietung von Dandy Bermisa und Alexander Hauck im ARD Buffet. Wer das Format ARD Buffet kennt, weiss das es bei dieser Mittagssendung um, und das soll nicht negative gemeint sein, etwas "leichtere" Inhalte geht.
Umso verwunderter war ich nun, als ich die Präsentation von Dandy und Alex sah -- erwartet hätte ich Caipirinha, Sex on the beach, Pina Colada und andere Verdächtige. Nicht weil die beiden frankfurter Barprofis solche Drinks empfehlen würden, sondern weil der Sender dies für das Format angebracht gehalten hätte. Weit gefehlt!
Die Beiden mixten dem ARD Publikum einen Old Fashioned, eine Gin Fizz oder z.B. eine Tommys Margarita. Ob die Damen und Herrn vom Buffet geahnt haben, dass die Drinks auf Ihren Tropentresen zu den derzeit angesagtesten Getränken gehören? Keine Squall Gläser, kein Kokos Sahne Quatsch, keine bunten Frucht Drinks - übel dekoriert.
Die dargebotennen Gläser ließen das Herz eines jeden Profi Trinkers höher schlagen. Ein Zeste zur Deko, leichter Cuisine Stile und Cocktail Bitters statt Grenadine!
An dieser Stelle nun möchte ich Dandy und Alexander zum Ritter für Barkultur schlagen. Sie haben es verdient. Sie haben einen Publikum von ca. 1,5 Millionen Zuschauern mehr Barkultur geboten, als es der Bitters-Blog und ähnliche in den nächsten 100 Jahren schaffen werden.
Alle Bartender sind den Beiden zu tiefen Dank verpflichtet. Kommen doch nun Gäst in die Bar und sagen nicht: Ich hätte gerne weiss großes buntes, mit Kokos und Obstsalat....
Vielmehr gilt es sich nun vor dem ARD Büffet Mütterchen in acht zu nehmen und Ihr auf Augenhöhe zu begegnen. Sie könnte eine Tommy's Margarita bestellen, natürlich nur mit frischen Säften und Agaven Dicksaft aus dem Reformhaus. Bei der nächsten Bestellung wird Sie fragen, welche Bitters Sie in der Bar für den Martini verwenden - natürlich mit Gin Herr Bond - die Frau weiss was Sache ist.
Mit dieser Darbietung hat Charles die THEME Awards - Bartender of the Year UK 2007 gewonnen. Schön daran sind seine Abhandlungen über Kälte und Konsistenz in Bezug auf Alkohol und Eiweiß --- Er ist der Meister
Deutsche Wettbewerbsveranstalter sollten hier gnadenlos kopieren. Da diese Mixwettbewerbe hierzulande eher bedeutungslos geworden sind, würde ein Mikrofon und eine lockere Atmosphäre eine unterhaltende Darbietung statt Langeweile erzeugen...
In seiner gewohnt investigativen Art konnte der Bittters-Blog hier die Machenschaften des Mixology Magazins zu Berlin vollkommen offenlegen. Die Aufsichtbehörden sind informiert...
Nicht ganz ohne Stolz entdeckt ein Münchener Bitters Produzent seine Produkte in einer erstklassigen Publikation. Ein gewisser Helmut A. fand ebenfalls Einzug in dieses Heftchen.
Gerüchten zufolge ist eine geplante "Barshow" im Großraum Düsseldorf abgesagt worden. Gut so ... dort hätte man sicherlich folgendes erwarten dürfen...
Einige Aufnahmen bei der London Barshow galten als verschwunden .. heute hab ich das Tape wiederentdeckt und einen Teil davon hochgeladen. Der Rest liegt im Safe und wird bei Bedarf gegen die Darsteller benutzt :-)
Hier nun Ago Perrone bei der Zubereitung eines Ramos im der erstklassigen Montgomery Bar in Notting Hill.
Bei meinem letzten New York Besuch, konnte ich die Königin unter den Cocktailkirschen ausfindig machen. War mir diese in Kirsch Brandy eingelegte Traumkirsche im Pegu Club, Milk & Honey und Angels Share unter die Augen gekommen, konnte ich Sie seiner Zeit bei DER New York Adresse für Bartender, Le Nells in Brooklyn, ausfindig machen. Das Glas mit gut einem Liter Inhalt war damals mit knapp 30 Dollar nicht wirklich günstig und musste auf Grund von Ausfuhrbestimmungen am Flughafen verspeißt werden.
Der Patron des Cafe Paris, Thomas, hat nun wieder einmal eine Reise in seine Heimat Frankreich unternommen, und diesemal war er von mir mit einem Suchbild der begehrten Kirsche ausgestattet. Und, siehe da, nach etwas längerer Recherche konnte er die kleine Feinkost Manufaktur in den Tiefen Frankreichs auftun und hat mir ein Auto voll Kirschen besorgt. Ich konnte die edle Frucht nur im 3 kg Einmachglas bekommen und die gut 70 Euro pro Glas erinnern irgendwie an Kokain statt an Kirsch Preise. Aber, wer will seinen Gästen schon "billige" Kirschen servieren.
Das Produkt ist erstklassig, Maraska Kirschen mit Kirschbrandy Geschmack und einer ganz leichten Mandel Note ohne dabei süß zu sein. Feinherb würde es gut beschreiben. Ab heute macht eine Kirsche im Manhattan wieder Sinn, die feine Note verleiht dem Antica & Rye Gemisch einen besonderen Geschmack.
Ein Glas (von achtzehn) werden wir im Rahmen der Traveling Mixologists Veranstaltung in Köln dem geneigten Publikum offerieren. Neben einem der ersten wieder erhältlichen OLD TOM Gins gibt es somit auch "echte" Cocktailkirschen.
Gerüchten zufolge wird eine Berliner Bar Diva am kommenden Donnerstag in Hamburg sein und in einem "erweiterten" Wohnzimmer Gin lastige Drinks mit ebend jenen Kirschen servieren. Nähere Informationen hierzu gerne per email.
Mixologist/Bartender of the Year Criteria: The absolute best drinks mixer. The winner should be proficient at making all recognized classic drinks and also have created contemporary cocktails which have been copied by his/her peers. • (winner) Audrey Saunders, Pegu Club, New York NY Other finalists: • Duggan McDonnel, Cantina, San Francisco CA • Murray Stenson, Zig Zag Café, Seattle WA
World’s Best Cocktail Bar Criteria: This award recognizes the international influence on cocktail trends and seeks to award the world’s best cocktail bar. (US bars are not excluded.) • (winner) Pegu Club, New York, NY Other finalists: • Hawksmoor, London UK • Lonsdale, London England
Best New Cocktail Bar Criteria: Only bars which have opened in the 12 months preceding the awards may be nominated. This award aims to reward new creativity and ideas as well as well executed drinks. • (winner) Bourbon & Branch, San Francisco CA Other finalists: • Cantina, San Francisco CA • Vessel, Seattle WA
Best Classic Cocktail Bar Criteria: Classic bars continue to uphold best bartending practices and serve drinks in relaxed lounge-like environments. The judges are looking for bars which uphold this tradition (but are not necessarily old) and offer superb service and consistently well made drinks. (Hotel bars are eligible) • (winner) Zig Zag Café, Seattle WA Other finalists: • Flatiron Lounge, New York, NY • Pegu Club, New York NY
Best Drinks Selection Criteria: A venue stocking an outstanding range of spirits and liqueurs. The judges will favor discernment as well as sheer numbers of bottles stocked. • (winner) Zig Zag Café, Seattle WA Other finalists: • Brandy Library, New York NY • Pegu Club, New York NY
Best New Cocktail/Bartending Book Criteria: The best book published in 2006 regarding cocktails, liquor, bars, bar design or bartending in general. New editions of existing works published in 2006 may also be nominated. • (winner) “Art of the Bar: Cocktails Inspired by the Classics”, by Jeff Hollinger and Rob Schwartz Other finalists: • “Drinkology EATS” by James Waller • “Hip Sips: Modern Cocktails to Raise Your Spirits” by Lucy Brennan
Best New Product Criteria: This is awarded to what the judges consider to be the best new cocktail ingredient (spirit, liqueur, syrup or juice) or piece of cocktail equipment (muddler, shaker etc.). To qualify products must be on general retail sale in at least three US states. • (winner) St-Germain Elderflower Liqueur Other finalists: • 209 Gin • Regan’s Orange Bitters #6
Best Cocktail Menu Criteria: The judges seek to reward innovative and thirst inducing cocktail menus. Both the design and content will be considered. • (winner) Papparazzi Other finalists: • Restaurant Eugene • Zig Zag Café
Best Drinks Brand Representative/Brand Ambassador Criteria: An award which recognizes the importance of personality in the promotion of drinks brands. • (winner) Simon Ford, Plymouth Gin Other finalists: • Charlotte Voisey, Hendrick’s Gin • H. Joseph Ehrlman, Square One Organic Vodka
Wie bei Paul Clarkes "Cocktailcronicles", nach aufregendem Aufenthalt bei den Tales of the Cocktails in New Orleans, zu lesen war, war auch Joe Fee (Fee Brothers Bitters) mit von der Partie und überraschte mit einem neuen Grapefruit Bitters und einem Spiced Syrup.
Auf der Webside gibt es noch keinen Hinweiss darauf, aber wenn Paul es sagt wird es stimmen. Es gibt also weiter Bewegung im Bitters Segment-ich werde ein Fläschchen besorgen!
... das wird ein Fest für die Marken und Patentanwälte von Bacardi. Im Cocktailforum habe ich heute einen Link aufgetan: Bombay Dry Gin Essenz
Das hat der gute alte Bombay Sappphire nicht verdient. Im Bild eine meiner Meinung nach dreiste Anlehnung an das Bombay Sapphire Etikett ... im Text dann: " Für insgesamt 2,25 Liter eines Gins mit reinem mildem Wacholderaroma. Zutaten: Natürliche Aromen von u.a. Wacholder, Koriander, Engelwurz, Zitronen- und Orangenschalen ..."
Als wir mit Herrn Meyer kürzlich in London zum Hendricks Crocket Tournier eingeladen waren, trafen wir auch Chris McMillian, ein Gründer des Museum of the American Cocktail und einer der wenigen derer, die auch Bartender sind. Chris arbeitet in der Library Lounge im Ritz Carlton in New Orleans und ist soetwas wie ein "bunter Hund" in New Orleans-jeder Barinteressierte kennt ihn. Weiterhin ist Chris einer der Leute die sich mit der Geschichte der Stadt sehr gut auskennen.
Chris hat auch ähnliche Online Videos wie Robert Hess, nicht ganz so professionell aufgenommen, aber vielleicht mit mehr Authenzität. In einer Episode geht es um den Grossen New Orleans Cocktail-The Sazerac.
Jüngst erreichte mich folgende Mail mit Aufruf zur Teinahme am Grand Marnier Trophy 2007. Also auf in die Küche und alles auf möglichst kreative Weise mit Grand Marnier kombiniert!!!
"GRAND MARNIER® Trophy 2007: Wer zieht ins Grand Finale in Paris ein?
Internationaler Cocktailwettbewerb in 28 Ländern. Deutscher Vorentscheid auf der eat’n STYLE am 6. September in Hamburg
Oberhaching, 20. Juli 2007 - Bereits zum vierten Mal krönt GRAND MARNIER® außergewöhnliche Drinkkreationen mit der GRAND MARNIER® Trophy 2007. In Zusammenarbeit mit der International Bartenders Association (I.B.A.) wird in insgesamt 28 Ländern der internationale Cocktailwettbewerb veranstaltet. Bis zum 17. August 2007 können Barkeeper ihre Eigenkreationen einreichen. Neben attraktiven Preisen winkt dem Sieger des Deutschen Vorentscheids die Teilnahme am Grand Finale, das im kommenden Jahr in Paris ausgetragen wird. Kreativität ist gefragt, denn auf die Teilnehmer wartet in diesem Jahr eine besondere Herausforderung. Gesucht wird eine Longdrinkkreation im „Cuisine Style“ - dem derzeitigen Mixtrend in den Cocktailbars. Eine Jury unter Vorsitz von Mauro Mahjoub, D.B.U.- bzw. I.B.A.-Mitglied und Gewinner diverser nationaler und internationaler Cocktailwettbewerbe, ermittelt unter allen Einsendern zehn Finalisten, die in einem spannenden Finale am 6. September auf der eat’n STYLE in Hamburg gegeneinander antreten.
Der „Cuisine Style“: Frische Aromen aus der Küche erobern die Bar
Ob scharfer Chili, anregender Ingwer oder duftende Vanille - beim „Cuisine Style“ eröffnen exotische Gewürzaromen in Verbindung mit GRAND MARNIER® unbekannte Geschmacksdimensionen. Das intensive Orangenaroma mit einer feinen Cognac-Note lässt sich auf vielfältige Weise mit anderen Aromen kombinieren. Auch Basilikum, Wasabi oder Zitronengras finden in den erfrischend neuen Drinkkreationen Verwendung und werden die neuen Stars der Bar. Alle professionellen Barkeeper sind aufgerufen ihre Kreativität unter Beweis zu stellen und den GRAND MARNIER® Longdrink im „Cuisine Style“ zu kreieren! Einsendeschluss für die Drinkkreationen ist der 17. August 2007.
Das Teilnahmeformular für die GRAND MARNIER® Trophy kann per E-Mail unter grandmarnier@rpm-berlin.com oder der Fax-Nr. 030 4000 66 66 angefordert werden."
The Traveling Mixologists will give credits to one of the most important European barbooks "The Savoy Cocktail Book". Written by legendary barman Harry Craddock and first published in 1930, this book made Europe the epicenter of cocktail culture in the 30`s and gave important influence for future generations of bartenders all around the globe. During the evening they will bring back long forgotten concoctions and a few ones altered to be suitable for the 21 century.
Vielen ist Dominik MJ ein Begriff. Vor kurzem wurde er auf dem Cocktailwelt Blog vorgestellt. Nun hat er zusammen mit einen Koch die "Cooking & Mixology Show" auf Youtube hochgestellt.
Mir hat es sehr gut gefallen - coole Gläser!
Zwei kleine Minuspunkte (winzige) möchte ich dem Video anhängen. Der Sound erschöpft sich über 5 Minuten und mir wären die Live Kommentare der Personen lieber gewesen (und wahrscheinlich auch interessanter) als dieses Dudeldudel.
Beim letzten Drink wird eindeutig der falsche Bitter benutzt :-> Stephan - ich denke hier sollte mal ein Sample Richtung Dubai.
Es mag am mangelden Licht im Winter und an hellen Nächten im Sommer liegen, dass man sich in Finnland offenbar eine Marotte der besonderen Art leistet. Wie Spiegel online jüngst in einem Bericht über skurile Bars in Finnland berichtet, ist man die klassischen Darreichung von Alkohol leid. Wenn es gefällt, zumindest ist in der Eishölle der Wodka schön kalt!
Joachim Klose ist der "neue" Außendienstmitarbeiter bei APS Hamburg. Er reiste nach Berlin, lernte Dominik Galander kennen und die Beiden ersonnen einen kreativen Brainstorming Workshop für Bartender. Am vergangenen Dienstag nun, luden APS Hamburg und der Bartending & Service Berlin Bartender aus der Region zum ersten Brainstorming Workshop für Bartender in Golden Tulip Hotel ein. Sinn und Zweck der Veranstaltung war es, die Meinungen, Anregungen und Ideen von Bar - Profis zu bestehenden Bar Tools und Materialien einzuholen. Darüber hinaus wurden Ideen für neue Tools gesucht.
Eine gute Nachricht konnte gleich zu beginn allen Anwesenden mitgeteilt werden: "Die" Limettenzange ist endlich in Deutschland angekommen. APS hat verschiedene Anbieter gefunden und kann dieses von allen Bartendern und Tommy's Margarita Trinkern gesuchte Tool nun kurzfristig anbieten.
Alternative zu den bestehenden Modellen wurden Schwachpunkte gesammelt um in Zukunft eventuelle ein weiter entwickeltes Modell auf den Markt zu bringen. Relative schnell wurde allen Anwesenden klar, das es trotz einer derzeit erhältlichen großen Auswahl an z.B. Ausgiessern, Barspoons, Eisschaufeln etc. in vielen Bereichen noch Änderungswünsche gibt. Karim el Hamami von APS stellte z.b. einen neu entwickelten Ausgießer vor, der nahezu alle gewünschten Änderungswünsche berücksichtigte. Auch hier gab es noch minimale Änderungswünsche wie ein etwas höher liegendens Luftloch sowie der Wunsch nach drei, bis vier "Größen", da unterschiedliche Flaschenhälse (Benediktine Dom = klein, Absolut = Groß) nach unterschiedlichen Größen verlangen.
Um diesen speziellen Wünschen von Barprofis in Zukunft gerecht zu werden, hat APS eine neue Serie ins Leben gerufen - PROBAR. Unter diesem Label werden Sie in Zukunft sehr hochwertige Profi Tools für Bartender entwickeln. Ich freue mich schon auf dem im Workshop entstandenen Barspoon .... mehr wird nicht verraten! Bilder...
Kontakt: Joachim Klose klose @ apssupply.com APS Glass & Bar Supply Tools for crafting fine Drinks & Cocktails Obenhauptstrasse 1 - D-22335 Hamburg Tel +49-40-4800310
Dominik Galander dominik @ bs-berlin.com Bartending & Service Berlin Bermannstrasse 110 10961 Berlin Tel + 49 - 30 - 6900 1835
Das diesjährige Bartender Croquet wurde von uns und anderen euphorisch gefeiert. Heute hat mein Herz geblutet - während ich mit einem gewissen H.Adam einen mutigen Feldversuch in bodenständiger Trinkkultur unternommen habe, entging uns ein fantastischer Event. Im nächsten Jahr werden wir nicht fehlen!
"Wie man Understatement schreibt, hat er auch nie gelernt..." war die treffende Beschreibung eines mir gut bekannten Bartenders über einen sendungsbewußten und selbstverliebten Gast - recht hatte er! Obwohl Eigenlob wahrscheinlich unausweihlich zum "journalistischen" Handwerk gehört, kommt es auf die (erträgliche) Menge an. Nicht umsonst schwöre ich auf die Verwendung eines Jiggers, eines Barlöffels und eines Dashbottles. Ein Drink wird mit "zuviel" nicht gut, eine Pressemitteilung mit einer großen Portion Eigenlob nicht zwingend besser. Heute erblickte ich auf gleich drei "News" Ticker die Pressemiteillung des Meiniger Verlags :
18.07.2007 BarZone - Neue Barmesse in Berlin Messe rund ums Bar-Business in Berlin - Branche zeigt sich begeistert / Meininger Verlag steigt ins Messegeschäft ein Im Mai 2008 macht die Meininger Verlags GmbH Berlin zum Meetingpoint der internationalen Barszene. Sowohl Barkeeper wie auch Betreiber von Gastronomiebetrieben finden auf der internationalen Tradeshow „BarZone“ nicht nur Trends, Produktinnovationen, Tastings und Design-Konzepte rund ums Bar-Business, sondern auch professionelles gastronomisches Management-Know-how und Kontaktforen, die als attraktives Rahmenprogramm die Messe komplettieren. Mit der Barmesse „BarZone“ schließt der Meininger Verlag eine Lücke in der deutschen Messelandschaft: Sowohl die Zulieferindustrie als auch die professionellen Barkeeper und Barbetreiber erhalten hiermit eine Plattform um sich auszutauschen und inspirieren zu lassen. Die Präsentation wird jünger und trendorientierter sein als alle bisherigen Gastronomiemessen in Deutschland und den internationalen Spirit des Bar-Business in Szene setzen. „Die etablierte Szenen-Gastronomie und potenziellen Aussteller haben das Konzept mit Begeisterung aufgenommen“, so Initiator Christoph Meininger.
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Soweit so gut. Eine Barmessse... nun denn. Daran ist nichts auszusetzten und ich wünsche dem Meininger Verlag gutes Gelingen bei Ihrem Projekt. Dennoch:
Man verzeihe mir ein erneutes Posten des Pressetextes mit meinen Gedanken, die mir beim Lesen kam:
BarZone - Neue Barmesse in Berlin Messe rund ums Bar-Business in Berlin - Branche zeigt sich begeistert (ja...seit Monaten spricht jeder Barkeeper nur noch vom diesem Event, nur wußte bis Vorgestern NIEMAND davon.) / Meininger Verlag steigt ins Messegeschäft ein (Schuster bleib bei deinen Leisten) Im Mai 2008 macht die Meininger Verlags GmbH Berlin zum Meetingpoint der internationalen Barszene.(ja, leider nur 3 Jahre zu spät ... seit spätestens dieser Zeit weiss jeder ernstzunehmende Bartender das Berlin einer der Meetingpoints der internationalen Barszene ist) Sowohl Barkeeper wie auch Betreiber von Gastronomiebetrieben finden auf der internationalen Tradeshow „BarZone“ (der Name BarZone läßt schlimmes vermuten - wäre BarZzzone nicht passender?) nicht nur Trends, Produktinnovationen, Tastings und Design-Konzepte rund ums Bar-Business, sondern auch professionelles gastronomisches Management-Know-how und Kontaktforen, die als attraktives Rahmenprogramm die Messe komplettieren.(Ich befürchte der Trend Moleculare Mixology wird auch hier wieder aufflammen) Mit der Barmesse „BarZone“ schließt der Meininger Verlag eine Lücke in der deutschen Messelandschaft: (wieder zu spät - das Mixology Magazin Berlin hat die Lücke schon vor längerer Zeit recht professionell geschlossen - die BCB - Bar Convent Berlin Mitte Oktober 2007 bringt erstmals im deutschsprachigem Raum Internationale Bargrößen auf die Bühne) Sowohl die Zulieferindustrie als auch die professionellen Barkeeper und Barbetreiber erhalten hiermit eine Plattform um sich auszutauschen und inspirieren zu lassen. (Es ist sicherlich richtig, das FizZzZz zwar ein ansprechendes Magazin im allgemeinen ist, aber niemals eine Plattform für professionelle Bartender ist oder war - das Angebot diese Plattform zu schaffen ist sehr freundlich, aber unnötigt, denn sie existiert schon seit Jahren) Die Präsentation wird jünger und trendorientierter sein als alle bisherigen Gastronomiemessen in Deutschland und den internationalen Spirit des Bar-Business in Szene setzen( MM was?). „Die etablierte Szenen-Gastronomie und potenziellen Aussteller haben das Konzept mit Begeisterung aufgenommen“ (Wer denn bitte so...?), so Initiator Christoph Meininger...
FizzZZzzZZ ist ein gut gemachtes Magazin für die "Szenengastronomie" aber meiner Meinung nach defintive kein Barmagazin. Freue mich über Meinungen der Leser wie und wo Sie FizzZZzzZZ sehen. Die Barszene ist klein in Deutschland und seit einigen Jahren bildet sich eine Art nationales Netzwerk heraus. Das jemand Barfremdes wie die FizzZZzz sich plotzlich als Bartender nahe platzieren will, ist aus dem einen oder anderen Grund vielleicht verständlich, von Seiten der Glaubwürdigkeit meinerseits aber nicht gegeben. Dafür wurde in meinen Augen in der Vergangenheit zu wenig für die "Barszene" getan.
Den ganzen Wirbel um den Urvater der Tikikultur ausser acht lassend, stellen wir heute einmal die Frage, was den in einer Tiki Bar auf keinen Fall an Spirituosen fehlen sollte. Eine gute Auswahl an Rum wäre sicherlich nicht zum Nachteil, bei Falernum, Orgeat, Curacao oder richtiger Grenadine geht die Sucherei aber auch schon los.
Auf dem von mir geschätzten Blog Drinkboston.com gab es vor gar nicht langer Zeit einen Beitrag, wie man den seine Tiki Bar bestücken sollte und genau dieser Beitrag rief etliche Kommentatoren auf den Plan die sehr gute Empfehlungen zur Spirituosenauswahl geben. Sicherlich wird das ein oder andere Fläschchen in Deutschland nur mit äusserster Mühe zu beschaffen sein, aber schlimmstenfalls etwas tiefer in die Tasche greifen und in U.K. ordern.
Hier auf jeden Fall eine Anleitung für die Herstellung eines "privat" Falernum um dem ganzen eine eigene Note zu geben und der mangelden Distribution in Deutschland ein Schnippchen zu schlagen. John’s Falernum #1 (a.k.a. ‘Zig Zag Brand Falernum’) Ingredients: - 6 cups water - 3 cups sugar - 8 ounces chopped ginger - 70 crushed allspice berries - 35 whole cloves - ½ teaspoon almond extract - ½ teaspoon vanilla extract - 100ml fresh lime juice - 160ml Cruzan white rum
Makes about 1.75 liters of syrup Directions: Make a simple syrup from the water and sugar and leave at a boil. Add the ginger, allspice, and cloves and simmer for about 30min. Let the mixture cool for 40min and then strain. Add extracts, lime juice, and rum and stir well. Strain through a cheese cloth into a bottle. Keep refrigerated. Recipe by: John Pyles Comments and suggestions: jpyles@uci.edu
In Trader Vics "Book of Food and Drink" von 1946 gibt man grosszügig Credits an Don the Beachcomber für die Kreation des wohlbekannten ZOMBIES.
1 ounce Jamaica rum ( Red Heart or Myers`s) 2 ounces Puerto Rican rum (Ron Merito or Brugal) 1/2 ounce Demerara 151 proof (Lemon Hart) 1 ounce orange curacao (De Kuyper or Nuyens) 1 ounce lemon juice 1 ounce orange juice 1/2 ounce grenadine 1 dash Pernod or Herbsaint
Sein Kommentar dazu: "Why people drink them i don`t know, but i`ll bet you make one before you throw this book away, and i`ll bet you drink more of these than any other drink in this book."
Morgen geht es also los mit den "Tales of the Cocktail", einem der wohl bestbeworbensten und wohl auch bestbesuchtesten Events für die Barszene in diesem Jahr. Um es gleich vorwegzunehmen sei gesagt, dass unsereins nicht daran teilnehmen wird und mir bisher auch niemand aus Deutschland einfällt der den weiten Weg auf sich nimmt.
Dabei wären wir sicherlich gern, nachdem sich dort wohl die gesammelte internationale Szene versammeln wird. Cucumber TV hätte reichlich Material sammeln können.
Simon Difford hat extra zu diesem Event einen Online Diffordsguide mit Thema New Orleans verfasst, mit Ausgehtips, typischen New Orleans Drinks und dem gesamten Plan der mehrtägigen Veranstaltung-interessant sicher auch für die, die nicht anreisen!
Ich werde anstelle meiner persönlichen Teilnahme mir einen SAZERAC mit 13 jährigem Rye von van Winkle gönnen. Wohl denen die teihaben werden.
Die bezaubernde brasilianische Schönheit Nina& der reisende Mixologe Beuser haben jüngst ihre Verlobung kundgetan und es ist mit einem rauschenden Frühlingshochzeitsfest in kommendem Jahr zu rechnen. Der Bitters Blog spekuliert auf eine Einladung zur Vermählung des Paares und hofft auf Ausrichtung der Feierlichkeiten in Brasilien.
Von unserer Seite(die wir beide den grossen Schritt schon taten) beste Wünsche und Glück bis in alle Ewigkeit!
Wir erheben unser Glas gefüllt mit einem Wedding Belles Cocktail alla William Boothby
Ein aufschlussreiches Videoüber die Mitte Juni veranstaltete Barshow in New York zeigt eindrucksvoll Dinge die die Welt nicht braucht-vom WC Reiniger einmal abgesehen.
Der ambitionierte Bartender und der Freund exclusiver Gaumenfreuden ist bislang bei der Suche nach richtigen Cocktailkirschen oftmals schwer enttäuscht worden und musste notgedrungen auf die Massenware der Industrie zurückgreifen, die wie schon einmal an anderer Stelle verdeutlicht mit einer Kirsche nur noch das oberflächliche Aussehen teilen. Geschmack und Farbe kommen wohl von BASF.
Man kann sich zwar auch seine eigenen Cocktailkirschen ansetzen, in dem man frische Kirschen(jetzt ist die beste Zeit diese zu kaufen!!!) ordentlich wäscht und danach z.b. in Kirschwasser, Maraschino Likör( Luxardo only!!!) oder auch in Brandy, Cognac oder Bourbon einlegt. Nach 2 Monaten vollzogener Vernachlässigung wird das Herz des Geniessers je entzückt sein von einer wahrhaft schmackhaften Belohnung der Mühen.
Von einem meiner Ausflüge brachte ich kürzlich 2 Gläser GRIOTTINES mit an die heimische Bar und oh Wunder, diese sind in Kirschwasser eingelegt und machen sich ausgezeichnet in einem Manhattan und anderen nach Kirschen verlangenden Getränken alkoholischer Natur. Der einzige Wermutstropfen(ein schönes Wort) ist der Umstand, das diese entsteint wurden. Wohl wissend um den Fakt, dass der Kern mit zunehmender Reife im Glas verstärkt Holztöne abgibt und die Kirschen eine "dynamische Entwicklung" von exquisit zu abscheulich hinlegen desto länger sie im Alkohol verweilen, entriss man den Hauptdarstellern das Herz.
Die Firma hat einen Internetshop und bietet das 1 Liter Glas für 14,95 € an-kleinere Abpackungen werden geboten.
Für all jene die nicht alleinigen Zugang zur privaten Bar haben sei empfohlen, die Kirschen an einem geschützten Orte zu deponieren, da es schon Fälle von Mundraub von Seiten der Mitbewohner gegeben haben soll!!!
Heute las ich einen Artikel über ein Medikament Namens Champix mit dem Wirkstoff Varenicline. Dieses wird erfolgreich zur Entwöhnung von Rauchern verschrieben und wie man in neuen
Laborversuchen festgestellt hat, wirkt dieses Mittel nicht nur bei Rauchern, sondern ebenso bei Alkoholsucht. Scheinbar reagiert das Gehirn bei Nikotin und Alkohol gleich.
Im Labor wurde das Mittel an Ratten ausprobiert, in dem man den Ratten Zugang zu Alkohol gab. Es kam zu regelrechten Sauforgien unter den Ratten, die nach der Verweigerung weiteren Alkohols gleiche Verhaltensweisen zeigten wie Alkoholabhängige.
Nach der Verabreichung von Varenicline ging das Verlangen der Nager um 50% zurück und setzte auch nach dem Absetzen des Mittels nicht sofort wieder ein, sondern hatte einen zusätzlichen Verzögerungseffekt.
Ein weiterer Vorteil des Mittels soll darin bestehen, dass es sich nicht in der Leber festsetzt. Die Leber ist bei Alkoholabhängigen meistens schon stark angegriffen und ist somit oft das schwächste Glied bei Therapien.
Das Mittel war bei den Ratten einige Stunden im Körper nachweissbar und ist nach Angaben der Mediziner für ca. 24 H im Körper des Menschen. Das Medikament könnte somit für viele die Probleme mit dem Alkohol haben eine Option für die Zukunft darstellen.
Das Medikament wird von Pfizer hergestellt und gibt es auch in den Apotheken der Europäischen Union.
Glaubt man dem Hype ist Gin der neue Wodka oder zumindest Wodka mit Botanicals versetzt und "The next big thing".
Dem Wahren Ginliebhaber ist dieser ganze Rummel um den Gin ziemlich egal und er trank genüßlich und unbeeindruckt seinen Wacholderdestillat auch in Zeiten des grossen Wodkabooms.
Mit einem Unverständniss ausstrahlenden Blick in die Richtung derer die nach Wodka Tonics verlangten, zeigte man der Welt, das auch in Zeiten rückläufiger Verkaufszahlen bei Gin, ein Gin der stille König an der Bar ist.
Seit geraumer Zeit gibt es nun ein Portal, welches sich ganz dem geschätzen Gin widmet. Gintime.com vermittelt alle nur erdenklichen Infos zur Produktion, der einzelnen Botanicals, Cocktails, Events und natürlich die Vorzüge der Produkte, die, die Herren Sponsoren dem Interessierten näherbringen wollen.
Alles in allem eine recht informative Seite, die genauer betrachtet wohl von einigen grossen Ginfirmen als Plattform zur gemeinsamen Unterstützung des grossen neuen Hypes arrangiert wurde.
Speak-Easies sorgen seit Jahren in New York und Anderswo für ein Comeback echter Barkultur. Ob im Milk and Honey, im Employes Only, im Angels Share, im Little Branch.... New York bietet seit je her eine Menge Türen, hinter denen man keine Bar vermuten würde. Die neuste Speak Easy Bar - die keine sein will, ist das PDT - Please don't tell - eine Bar, versteckt in Crif Dogs Hotdog hangout. Am Ende an der Stahltür das Telefon von Wand nehmen und in der Bar anrufen - Sesam öffen Dich. Das Cocktail Menü kommt vom Bar Consultant James Meehan (Gramercys Tavern).
Auf Grund unserer neuen Raucher Gesetze sehe ich in Deutschland noch eine Menge Potential für Bars am Rande der Legalität. Die derzeitigen hilflosen und unvollständigen Entwürfe werden in meinen Augen ein Abwandern in die Illegalität fördern und "echte" Schwarz Gastronomie, jenseits von Steuern und Auflagen, ins Leben rufen - auch wenn das wenig mit dem Gedanken eines Speak Easies und Barkultur zu tun haben wird.
Heute stiess ich auf Abe Book auf die Erstausgabe eines mitlerweile auch als Nachdruck erhältlichen Buches: Manhattan Oases - New York's 1932 Speak-Easies Hirschfeld, Al - Der Author hat die Bars und Ihre Tender auf durchaus eigenwillige Weise gezeichnet. Ein wunderschönes Buch - nur leider in der Erstausgabe nicht ganz billig:
EUR 2456.43
Anmerkung von Stephan:
Näheres zu Manhattan Oasis gibt es natürlich in der Library des Bitters Blogs, zusammen mit einem Link zum Reprint. Da es sich selbst bei dem Reprint um die letzten erhältlichen Exemplare handelt, sollte man sich spurten. Die Bücher von Hirschfeld sind bei Kunstliebhabern sehr geschätzt!!!
Noilly Prat ist all gegenwärtigt. Wie wir vor einiger Zeit von Helmut erfahren durften, lud Noilly Prat Journalisten nach Marseille ein. Seit dieser Zeit liest man in der einen oder anderen Bartender Fremden Presse etwas über Noilly Prat - die Öffentlichkeitsarbeit scheint sich bezahlt zum machen. Heute gab es in der Rubrik Stil einen Noilly Prat Artikel in der Welt am Sonntag.
Vielleicht hat man verständlicher Weise einfach zuviel des guten Tropfens genossen und im Anschluss ein, zwei Dinge verwechselt - aber, als gestandene Barfly konnte ich nicht umhin, per Leserbrief auf drei grobe Fehler hinzuweisen.
1.) Das Verhältnis Gin zu Wermut in Kombination mit einem Martinez Cocktail, läßt mich nicht mehr ruhig schlafen. Mir graut schon vor Gästen, die in die Bar kommen, einen Martinez bestellen und dann, nach dem wir Ihnen wohl wissend, das es ohne OLD TOM und mit einem "Ersatz" Bitter sein muss, mit feinstem Antica und gutem Marschino gerührt dem Gast servieren, ein großes Fragezeichen auf seiner Stirn erblicken und schließlich zu hören bekommen: "Ein Martinez besteht aus 8 Teilen Gin und 2 Teilen Wermut!"
So oder so ... der Bartender wird diese Diskussion verlieren! (Es stand doch in der Welt am Sonntag - Den wahnwitzigen Gedanken, sie könntem dem Gast dank Ihrer jahrelangen Berufserfahrung davon überzeugen, dass dies gestandene Blatt einen Fehler gemacht hat, vergessen Sie mal wieder ganz schnell)
Alles in allem, dank des vermuteten übermässigen Wermut Konsum, hat der Kampf um den klassischen Cocktail in Deutschland einen Rückschlag erlitten.
2.) Ein Noilly Prat Ambre ist meines Wissens nicht neu, sonder seit jeher nur direkt vor Ort zu erhalten.
3.) Es scheint unausweichlich - in einem Artikel über Martini und Wermut muss jedes Klischee bedient und James Bond genannt werden. Wenn schon, gilt es richtig zu stellen das diese bemitleidenswerte Romanfigur in erster Linie deutlich mehr Champagner als Martinis, und wenn Martinis, er diese ebend als grauenhaftes Gin/Wodka/Kina Lillet (Kein Wermut, Kein Noilly Prat bei Bond!) "Vesper" Gemisch und nicht zwingen als ihm nachgesagtem Wodka Martini zu sich genommen hat. Der Mann gilt sozusagen als Freigesprochen vom lebenslangem Wodka Martini und kann sich ganz in Ruhe einer Flasche Bollinger widmen.