Cuisine Style und Campari Zucker Watte auf einer Beerdigung
Es sind zwar schon einige Tage seit dem Bols Barcoaching in München vergangen, aber dennoch gab es eine Frage, die weder im Coaching selbst (zu wenig Zeit), als auch im Anschluss (zuviele Getränke) tiefgehend beantwortet werden konnte. Stellte sich auf Seiten der Referenten (Angus Winchester, Bastian Heuser) und der Teilnehmer heraus, das Moleculare Mixology zwar medienwirksam und effekthaschend ist, aber in der wenigsten Bars und Konzepten eine ernsthafte Verwendung finden kann, so gilt der "Cuisine Style" Bar das Augenmerk als "Trend" für das Bar Business.
Die Erkenntnis, dass möglichst frische Produkte ein Plus in der Bar sind, ist nicht neu. Eine Ausweitung der Produktauswahl auf den Kräuterkühlschrank des Küchenchef hat schon in der Vergangenheit zu Misstimmungen zwischen Küche und Bar gesorgt. Die Tatsache, dass solche Getränke nach und nach auch vermehrt Einzug in die Deutschen Bars halten und sich nun ein der Begriff Cuisine Style als gelungene Erklärung mit der Zeit etabliert hat zeigt aber, dass, wenn schon Hände ringend nach DEM Trend für die Bar gesucht wird, es keinesfalls schwachsinniger Hokuspokus a la Moleculare Mixology ist, sondern eben jener "Cuisine Style"!
Der Bitters Blog erlaubt sich die Prokalamation eines zukunftsweisenden Bar Trends (hatte ich schon erwähnt, das ich das Wort Trend verabscheue?):
Bartrend: Cuisine Style!
Wenn es uns gelingt, nur zwei bis drei Life Style Redakteuren zu erklären das MM = Mist aber CS = gut Drinks in der Bar bedeuten, haben wir viel für die Barzunft in Deutschland getan.
Jetzt, wo der Bartrend proklamiert ist, sollte die Definition folgen. Doch was genau verstehen wir unter CS BAR? Meine Bitte an alle Leser: Definieren Sie CS Bar! (via Kommentar). Ich bin gespannt auf Vorschläge und Meinungen.
Wie es sich für eine anständige Grabrede gehört, möchte ich der Molecularen Mixology hier an Ihrem Grabe noch etwas Gutes zukommen lassen. Auf dem Bols Barchoachig Seminar in München gelang Herr Heuser eine meines Wissen absolute Neuigkeit. Herr Beuser hatte Campari auf ein mit Backpapier bedeckte Ofenform gegeben und das Zeug, bei soweit ich weiss 60-70°C allen energiepolitschen Bestrebungen zum Trotz und seinem regionalem Berliner Ernergieversorger zum Wohle, gut 24 Stunden "gebacken".
Übrig blieb ein süß, bitteres Campari Granulat, welches man zum Abschluss der Bar Coaching Tour in München zu süßer Zuckerwatter verarbeitete. Lecker war sie!






























