Montag, 17. März 2008

Patron Tequila - Agaven Felder und Hacienda

Ein kleiner Bericht vom Besuch der Patron Tequila Hacienda folgt in kürze, vorab Bilder von den Agave Feldern und der Hacienda.

Einens vorab: Über Patron Tequila herrschen ob des Erfolges dieses Brands viele Gerüchte, die sich mir in keinster Weise bestätigt haben. Ein sehr gutes Produkt, aufwendig und sorgfältig hergestellt und, am wichtigsten, gemacht von sehr sympatischen Gastgebern.

Großer Dank und "Chapeau" an die Hacienda Patron.





Sonntag, 16. März 2008

"Kraut vergeht nicht" Chartreuse Süchtige Süddeutsche Wochenendzeitung kaufen!

Bartender und Profitrinker: Süddeutsche Wochenendzeitung kaufen, Rubrik: Wochenende/Stil/Seite IV aufschlagen und genießen....

Würde jemand diesen Text ins Englische übersetzten, würde sich die flüssige Blogosphäre in US und UK wahrscheinlich vor Freude überschlagen. Denn auch wenn unser Berufsstand oft vom Geschehen dieser beiden Länder geprägt ist, sollten wir von Zeit zu Zeit einmal die RSS Feeds der anglo-amerikansichen Mixologen ungelesen lassen und uns, voller Stolz, dem schreibenden, deutscher Bartender zuwenden.

Es gibt einen unter Ihnen, der sein Fach meisterlich beherscht. Der es beherscht, Materie jenseits trockenen Fachwissens aufzubereiten. In der Wissenschaft würde man seinen Schreibstil "Populärwissenschaftlich" nennen - denn er schaft es immer wieder, mit der Lektüre seiner erstklassigen Artikel, interessierte Leser in den Bann unseres Berufstandes zu ziehen.

Seine Artikel sind ein interlektuelles Feuerwerk von Barprosa und er hat wieder zugeschlagen:

Stefan Gabanyi, Schumanns Bar München, und u.a. Autor eines fantastischen Whiskybuches hat in der aktuellen Samstag/Sonntag Ausgabe der Süddeutschen Zeitung einen mehr als lesenswerten Artikel, ja eine Liebeserklärung, an seine Lieblingspirituose Chartreuse geschrieben.

"Kraut vergeht nicht - Spirituelle Spirituosen: Chartreuse ist die grüne Eminenz unter den Likören" Was für ein Text !

Am Ende des Textes ist der Zeitung ein kleiner Fehler unterlaufen, den ich hiermit berichtigen möchte: Das Foto stammt nicht von mir! Gincalo hat meine Abwesenheit genutzt und 9 Tage lang wahrscheinlich 99 Angus & Beuser Special hergestellt um dieses (in der Zeitung gespiegelt und giftig grün eingefärbte) Meilensteinbild der deutschen Barkultur im Le Lion zu "schießen"

Nahezu 1/4 Seite nimmt dieses grüne Prachtmonster Bild in der Süddeutschen ein (der Text fast eine Seite) und falls sich jemand bei Borco berufen fühlt, diese Hommage an einen zauberhaften Likör nach SZ Mediadaten zu vergüten, würde ich sagen, wären die Löwen damit einverstanden, 3/4 der "Freipalette Chartreuse grün" nach München geht zu lassen (Stephan Berg spendet dann Orangeflower Water und wird die Eier für Gabanyi) und ein bescheidenes Viertel der Freipalette Chartreuse in die Rathhausstr. 3 zum Löwen nach Hamburg geliefert wird.

(Bitte nach 17.00 Uhr - ansonsten ins Cafe Paris liebes Borco Team - gibt auch bald ne Chartreuse Veröffentlichung im Feinschmecker Magazin, versprochen, packen wir "umsonst" oben drauf!)

Gabanyis Artikel, ein Fest - > Seine Liebe zum grünen Chartreuse ist seit Jahren bekannt, seine Liebe zum Beuser & Angus Special wurde bei der Traveling-Mixologists Veranstaltung in Olivers Trinkhalle München zementiert.

Nahezu das gesamte Schumanns Team kam nach 3.00 Uhr auf diese Veranstaltung und Goncalo mixte Stefan nach einem kurzem Fachgespräch ("Vielleicht was mit grünem Chartreuse...") den ersten B&A Special. Viele sollten folgen. Wie im Artikel beschrieben berauschte sich die nicht kleiner werdende Anzahl an Profibartendern an dieser Nacht in der Trinkhalle München an dem grünem Elixier und fand eine wunderbaren Ballance zwischen Rausch und Kommunikation, der bis nach 9.00 Uhr morgens anhalten sollte. Einzig und allein die Tatsache, das die ersten Flieger die hier zueinander gefundenen Bartender in Kürze auseinanderreisen sollten, beendete dieses Bartendertreffen "vorzeitig". Der München Abend ist Legende in Trav Mix Kreisen und zu verdanken haben wir es sicherlich auch unserem grünem Rausch-Likör, verarbeitet nach Gincalos B&A Special Rezeptur.

Hier Gabanyi zwischem dem 3 und 4 B&A, hier das Fotoset vom legendären Abend.

und nicht zu vergessen -> die geheimen Filmaufnahmen:


Link: sevenload.com

Die Barkarte des Abends gibt es hier....



LANG LEBE CHARTREUSE!

Donnerstag, 13. März 2008

Traveling Mixologists bei der Barshow Amsterdam

Nun ist es amtlich, die Traveling Mixologists werden während der Barshow Amsterdam 8./9.4.2008 die deutsche Vertretung übernehmen und der internationalen Zuhörerschaft Auskunft über die Trends hierzulande geben.

Der Slot von 45 min ist für den 8.4. 12.00 Uhr angesetzt.

Später am Abend bei der After Show Party werden dann (fast) alle Traveling Mixologists vereint hinter dem Tresen stehen und ausgewählte Drinks kredenzen.

Mittwoch, 12. März 2008

Patron Tequila - Making of the Bottles

Kleines Fotoset aus der Flaschenproduktion in Guadalajara. Der Profi erkennt bei einigen Bilder auch Pyrat XO Flaschen. Auch diese wurden hier früher hergestellt.

Montag, 10. März 2008

Guadalajara - Patron Tequila Hacienda Tour 2008

Patron Tequila hat Bartender und Journalisten aus ganz Europa zur Hacienda Tour 2008 eingeladen.

Auf der Gästeliste derzeit:

Michael Mengos und Valia Halari - Griechenland
Jordi Valk aus Barcelona
Massimo D'Addezio - Rom,
Oliver Bon - Paris,
Tobias Streiff und Pascal Mueggler - Schweiz,
Julian de Nechaud de Feral - London,
Christopher Imrie aus Bath,
Emal Ugurlu - UK,
Kate Ennis - UK,
Adrian Wixcey aus Holland.

Die Veranstaltung beginnt eigentlich erst morgen aber ich bin schon heute angereist. Mit Tequila lässt sich Geld verdienen, soviel ist mir heute angenehm klar geworden. Shuttleservice in Limousine vom Airport "War dürfen wir Ihnen aus der Limousinen-Bar zu trinken anbieten?" direkt ins Hilton Guadalajara. Check in direkt in den Suiten im 19. Stock.

Da ich auf Grund eines Computer Ausfalls im JFK New York seit mehr als 22 Stunden unterwegs war, sind mir diese Annehmlichkeiten mehr als willkommen.

Zur Begrüßung gab es einen Patron Tequila Silver auf dem Zimmer, mit gewürztem Tomatensaft a part.

Ich muss gestehen, noch nie hat mir ein Tequila besser geschmeckt!

Eben Freemans Mojito



Um den gefeierten TAILOR Besuch und das Aueinandertreffen des Herrn Meyer und Eben Freeman zu unterstreichen und gleichzeitig der MM einige positive Aspekte abzuringen, hier eine kleine Ergänzung zu den NY Diaries NR.11.

TAILOR is a must go!

Oder um es mit David Bowies Worten zu sagen:
New York is a go go and everything tastes nice!

The New York Diarys - The End


The New York Diarys - The End
Originally uploaded by Joerg Meyer.
Abschluss Champagner in meiner absoluten Lieblingsbar -> Bemelmans.

Die Bilder des New York Trip ließen qualitative etwas zu wünschen
übrig. Statt mit "schwerem Fotogerät" habe ich direkt vom
Mobiltelephone fotografiert und gebloggt. Die Kamera diese
Mobiltelefons versagt bei wenig Licht, was einige Bilder nicht gerade
großartig erscheinen lässt. Zweiter Schwachpunkt: geringe
Akkulaufzeit. Bilder von folgenden zwei Spots fehlen somit - beide
sehr empfehlenswert - insbesondere auch das Essen.

Blue Owl
196 2nd Ave New York,
Phone (212) 505-2583
http://www.blueowlnyc.com/

Devin Tavern
363 Greenwich St, New York
10013 - (212) 334-7337
http://www.devintavern.com/

Großer Dank geht an Dale de Groff, der mir eine kleine Liste mit
seinen Empfehlungen schickte.

Wer in naher Zukunft nach NEW YORK fährt, seien zwei neue Spots in
Brookly ans Herz gelegt, die leider zu meinem Besuch noch nicht fertig
gestellt waren.

The Clover Club 210 Smith St, between Baltic and Butler.
Weathers Up - Vanderbilt Street

The NEW YORK diarys 22


The NEW YORK diarys 22
Originally uploaded by Joerg Meyer.
Gold Bar
389 Broome St
New York,
Phone: (212) 274-1568

DAS DESIGN Highlight für New York. Bar und Club. 3 Meter hohe Türen
und ein großer Metall Ring zum Klopfen laden ein. Der Rest GOLD ...
hunderte menschlicher goldener Schädel beleuchten diese Bar in einem
fantastischen Licht. Promi Faktor sehr hoch, Tür sehr hart - unbedingt
reservieren, Preise nicht von dieser Welt. SOFT Drinks (Cola etc) wenn
ich es noch recht erinnere ca. 15 $, Drinks, gut zubereitet, eher so
ab 30 $

The NEW YORK diary 21


The NEW YORK diary 21
Originally uploaded by Joerg Meyer.
Pflichtbesuch! Vor gut 7 Jahren hat Sasha Petraske mit dem Milk &
Honey eine Bewegung losgetreten, die heute viele Bars und Bartender
beeinflusst hat. Die Hausregeln werden ernstgenommen, die
Reservierungs - Telefonnummer, permanent wechselnd, gilt auch nach
Jahren noch als "hart to get".

Wer diese Tortur auf sich nimmt, wird in meinen Augen jedes mal
belohnt. Sehr intime Atmosphäre, excelente Drinks, aufmerksamer,
persönlicher Service. Drei Drinks Verzehr werden eigentlich von jedem
Gast erwartet, ansonsten kann es passieren das man bei einem
Samstagsbesuch für zwei Drinks über 60,00 Dollar bezahlt, um den
erwarteten Mindestumsatz zu gewährleisten.

Aber bei der Güte der Drinks, sollte drei kein Problem sein.
Preislisten gibt es keine, Rechnungen auch nicht - am Ende des Abend
bekommt man eine kleine Visitenkarte in der in der Regel recht schnell
eine dreistellige Zahl und ein $-Zeichen und ein :-) zu sehen sind.
Man gibt sich hier also vertrauensvoll in die Hände der Bartender. Ich
wurde noch nie enttäuscht!

Hier wie in vielen NY Bars gilt CASH ONLY - meine Empfehlung:
reichliche einpacken!

The NEW YORK diarys 20


The NEW YORK diarys 20
Originally uploaded by Joerg Meyer.
Flatiron Lounge
www.flatironlounge.com

37 W 19th St
New York, NY 10011
(212) 727-7741

Bei meinen letzten Besuch muss ich gestehen, hatten ich und die
Flatiron Lounge "Anfangsschwierigkeiten" - aber dieses mal hat mich
die Bar mehr als begeistert. Samstag Abend, die Bar mit über 150
Gästen gefüllt und perfekter Service und erstklassige Drinks! Großes
Kino!
Respekt und *****

The NEW YORK Diarys 19


The NEW YORK Diarys 19
Originally uploaded by Joerg Meyer.
La Esquina
106 Kenmare St New York,
NY 10012 (646) 613-7100

New Yorks best verstecktes Speak easy. Hierbei handelt es sich um
einen TEX MEX Take away. Reservierungen werden durch diese Küche
geleitet, im Kellergeschoss dann - Willkommen in der BAR!

Wenn ich richtig informiert bin, gehört die Bar dem Australischen
Mixologen Naren Young. Einlass nur mit Reservierungen. Als ich für den
Abend reservieren wollte, lief nur noch ein Band ("Für heute
Ausgebucht!") und ich habe mich eines üblen Tricks bedient.

An der Tür fragte ich nach Naren Young - man sagte mir er sei noch
nicht da. Da ich wußte, das er mit BOLS das Barcoaching in Deutschland
macht, sagte ich ich käme von BOLS und würde kurz auf der Bar auf Ihn
warten.

Nach einigem hin und her hat man uns dann, eher widerwillig,
eingelassen und ich schätze mal, das kostet mich mindestens einen
Drink im Löwen, wenn Naren in Hamburg zu besuch ist.

Ein fantastischer Platz für einen Drink. Ich hatte einen VOYEUR
Cocktail, eine Art Manhattan mit Partifa anejo, dubonnet rouge, etwas
Cointreau und drei Sorten Bitter, serviert mit einer kandierten Kumquat.

Da ich nicht an der Bar saß, kann ich kein genaues Rezept weitergeben
- aber den Besuch kann ich unbedingt Empfehlen!

Ich weiss nicht ob es noch Plätze für Barcoaching gibt. Reservierungen
unter Bols.de -> Hier sind die Termine an denen man Naren Young kennen
lernen kann:

Termine BOLS Bar Coaching 2008
Montag, 14. April: Berlin
Dienstag, 15. April: Hamburg
Mittwoch, 16. April: Frankfurt
Donnerstag, 17. April: Stuttgart

The NEW YORK Diarys 18


The NEW YORK Diarys 18
Originally uploaded by Joerg Meyer.
Little Branch
20 7th Ave
New York,
Phone: (212) 929-4360
Cross Street: Leroy Street

Little Branch ist die zweite Bar von Barikone Sasha Petraske. Hier
geht es im ganzen etwas "unwichtiger" als im Milk & Honey zu. Keine
Reservierungen nötig, es gibt auch Bier und Wein.

Der Stimmung tut dies indes keinen Abbruch - gehört das Little Branch
doch eindeutig zu meinen Lieblingen. Michael Madnsan, ein Bartender
den ich auch schon mit Jim hinterm PDT Barbrett traf, gehört für mich
zu den absolut unentdeckten Talenter unserer Zunft .

Stimmung und Ambiente fantastisch - Prohibition, ick hör Dir trapsen....

Einzig und allein am Eingang hatten wir kurz Schwierigkeiten. Der
Doorman fragte uns nach Ausweisen - voran wir aus Deutschland kommend
und über dreizig Jahren alt nicht gerechnet hatten (Sie lagen im
Hotelsafe).

Er erklärte uns, das es nicht darum gehe, wie alte er uns schätzt,
sondern das die Behörden mittlerweile darauf bestehen, das alle Gäste
im Lokal einen ID mit sich führen, ansonsten drohen Strafen. Also beim
nächsten NY Bar Crawl die Ausweise einstecken!

The NEW YORK Diarys 17


The NEW YORK Diarys 17
Originally uploaded by Joerg Meyer.
Angels Share
8 Stuyvesant St
New York
Phone: (212) 777-5415

Angels Share gehört seit Jahren zu den besten Bartips New Yorks. Die
Bar liegt in einem China Fast Food Restaurant (1.Stock). Am einer
Seite dieses lauten und neonlicht beleuchteten Fast Food Tempels
findet man eine kleine Tür Tür mit einen Schild und folgenden Regeln:
Man akzeptiert Kreditkarten und erwartet Minimum eine Order pro Gast.
Es werden maximal 4 Gäste pro Gruppe platziert. Man erwartet ein
"ruhiges" Benehmen.

Belohn wird man mit einem wundervollen Kontrastprogramm zum lauten
Fast Food Restaurant. Mahagoni Bar und gediegene Stimmung. Man wird
von Chinesischen Bartendern betreut, die Ihr Fach verstehen. Zwar ist
Ihre Heransgehensweise eine andere, als sie derzeit von vielen Bars in
NY zelebriert wird, dennoch steht dieser "Chinese-Style" nichts nach.

Wer den "Hard Shake" kennt, wird hier erneut eine neue Shaketechnik
kennenlernen, die ich bisher nur bei Angels Share Bartender (nun auch
B-Flat) gesehen habe - Fantastisch!

Einziger Wermutstropfen - beim mein letzten Besuch, empfingen einen
die Bartender noch in weißen Anzüge - was mich beeindruckte und für
eine sehr coole Stimmung sorgte. Mittlerweile habe Sie den NY
Bartender Einheitslook "Prohibitions Style".

Das Tut dem Vergnügen eines Besuches aber nichts ab. Meine Empfehlung
= hingehen!

P.S. Schön zu sehen, auch bei diesem Besuch, das Gäste die Hausregeln
unterschätzt haben. Zu lautes Benehmen führte nach kurzem Hinweis zur
unerwarteten Rechnung mit der Bitte das Lokal nun zu verlassen -
glücklicherweise, wie schon bei letzten mal, am Nebentisch.

The NEW YORK Diarys 16


The NEW YORK Diarys 16
Originally uploaded by Joerg Meyer.
Pegu Club
77 W Houston St New York,
(212) 473-7348

Audrey Sanders war an diesem Abend leider nicht im Haus, aber als
Inhaber einer Bar kann man, denke ich, besonders Stolz drauf sein,
wenn auch ohne persönliche Anwesenheit alles 100% ist.
Hatte ich in der Vergangenheit durch einigen Bartenderwechsel das
Gerücht vernommen, die Qualität der Drinks würde nun schwanken, möchte
ich an dieser Stelle Entwarnung geben.

Der PEGU Club gehört für mich zu den besten Bars des Landes. Qualität
der Drinks, Interior, Atmosphäre, das Personal und Publikum sorgen für
eine Stimmung, wie sie nur in sehr wenigen Bar zu finden ist. Der Pegu
Club Cocktail war mir ein Hauch zu "Orangig", was aber daran liegen
mag, das ich von Goncalo zu starke Mischungen gewohnt bin. Der Whisky
Smash, den ich in mehren Bars probiert habe und nun zu meinen neuen
Lieblingsdrinks gehört, war, ebenso wie der Old Cuban OUTSTANDING -
die Drinks meiner Begleitung ebenfalls.

Falls 5 Sterne zu vergeben sind - soll Sie hier vergeben werden

Pegu Club NY *****

The NEW YORK Diarys 15


The NEW YORK Diarys 15
Originally uploaded by Joerg Meyer.
Spätes Dinner bei einem der besten Japaner New Yorks - Matsuri Hiro.
Neben dem Restaurant gibt es eine Bar und einen Club. Die
Cocktailphilosophie ist angenehm MIXOLOGY frei (damit ist jetzt das
Magazin gemeint...) und ich muss gestehen das der SAKURA und der MIKAN
gut balanciert und sehr geschmackvoll waren.

Auch wenn nicht ganz von "unserer" Welt - ein Einblick in fremde
Welten ist immer interessant.

The NEW YORK Diarys 14


The NEW YORK Diarys 14
Originally uploaded by Joerg Meyer.
B Flat
277 Church St New York,
(212) 219-2970

Bartender des weltberühmten Angels Share haben sich hier Ihren Traum
einer klassischen Cocktailbar verwirklicht. Erstklassige Cocktails
(ganz im Angels Share Style!), Jazz und die NO STANDING RULE sorgen
für hochwertige Baratmosphäre.

The NEW YORK Diarys 13


The NEW YORK Diarys 13
Originally uploaded by Joerg Meyer.
Absinth Gummibärchen im Tailors!

Die Nähe zur Küche verleitet auch Eben dazu, mit den Halbgöttern in
Weiß (NEIN - Nicht Bartendern!) gemeinsame Sache zu machen -> heraus
kommen dabei unter anderem Absinth Gummibärchen (natürlich stillecht
auf dem Absinthlöffel serviert). Wie schon erwähnt, schafft Eben
Freeman einen wissenschaftlichen Umgang mit unserem Handwerk, der mich
zum erstmal seit langem begeistert hat.

Während in Deutschland das Schlagwort Molekulare Cocktails/Mixology
vom Hersteller diverser Pülverchen für Under the Line Marketing
missbraucht wird - tut sich hier überm Teich etwas Sehenswertes
jenseits profaner mediengerechter Schlagworte und Guerilla Marketing.

Ein weiteres Highlight: Eben hat eine Cola Premix Anlage
auseinandergenommen (Sie wissen schon - US Style: Cola aus der Gun)
und den Sirup, der als Premix geliefert wird, geräuchert! Im
Anschluss hat er diese geräucherte Cola wieder in die Anlage gefüllt
und serviert Bourbon mit geräucherter Cola!

Sehr ungewöhnlicher Geschmack!

The NEW YORK Diarys 12


The NEW YORK Diarys 12
Originally uploaded by Joerg Meyer.
Wie es sich für reisende Mixologen gehört, trifft man sich unverhofft
irgendwo auf der Welt bei einem guten Drink. Kein geringerer als Angus
Winchester bereitete mir das Vergnügen, die Drinks bei Mr. Freemann zu
genießen. Dieser hochkarätigen Gesprächsrunde beizuwohnen war ein
unerwarteter Highlight am Big Apple. Das beste daran - Angus hat die
Drinks bezahlt!

The NEW YORK diarys 11


The NEW YORK diarys 11
Originally uploaded by Joerg Meyer.
Tailor (Restaurant & Bar)
525 Broome Street
http://www.tailornyc.com/

Eben Freeman leitet die Bar im Tailor und nahm sich an diesem frühen
Abend die Zeit, für mich und meinen unerwarteten Gast, die Drinks
zubereiten und ein gut zwei Stunden dauerndes Bartender Fachsimple mit
uns zu veranstalten. Ich muss gestehen: Ich habe in den vergangenen
Jahren selten einen so guten Bartender kennen gelernt. Eben Freeman
ist für mich, ganz ohne selbstverliebte Allüren, einer der
neuzeitlichen Protagonisten unserer Zunft. Sein Wissen ist profunde
und, sehr wichtig, zeitgemäß!. Er beschäftigt sich, wenn auch auf
einer in Deutschland leider noch nicht erreichten Ebene, sehr
wissenschaftlich mit dem Thema Bartending und Geschmack und vergisst
dabei nie, die betriebswirtschaftliche Seite der Bar! Ganz im
Gegenteil - sein bestreben ist eine Effizienz und Gewinnmaximierung
auf höchstem Niveau. Seine Umgangsformen sind großartig und seine Art
den Zuhörer zu fesseln beindruckend. Schon jetzt ist er in den USA
einer der am medial meist beachtetsten Bartender. Von Ihm werden wir
hoffentlich in naher Zukunft noch eine Menge hören.

Die Lister großartiger Restaurantbar kann erweitert werden: No 9. Park
(Boston), Gramercy Tavern und nun das Tailor.

Sonntag, 9. März 2008

Nord/Süd Diskussion und ab nach Tequila

Herr Berg,

Schande auf Sie, dass man erst nach New York fahren muss, um Ihnen längst bekannte Geheimnisse zu entreissen, auf die der gemeine Bitters Blog Leser ein Anrecht hat.

Leider habe ich den New York Artikel im Mixology (noch) nicht gelesen - vielleicht könnte ich eine .pdf Version erhalten, um die geneigte Leserschaft nicht mit schon Bekanntem zu langweilen.

Die Samstag Nacht gestern war ereignisreich und ich werde hoffentlich heute Nacht am Flughafen die Zeit finden, davon zu berichten. Es geht nach Tequila - Patron hat eingeladen.

Augenöffner

Herr Meyer wandelt mit glänzenden Augen und gesteigertem Adrenalinpegel durch die Stadt der Städte, nippt an excellenten Drinks und verwöhnt die geehrte Leserschaft zudem mit einem Einblick in seine Abendgestaltung. Ein Lob sei an dieser Stelle angebracht und dennoch offenbaren sich Kommunikationslücken zwischen Büro Nord und Büro Süd.

Das Don (Bert) Lee ein Meister der Infusionskunst ist, wurde an dieser Stelle schon erwähnt und fand ebenso Eingang in die Huldigung NYC im aktuellen Mixology Magazins.
Selbstredend liegen dem Büro Süd Don`s Infusionsrezepturen seit geraumer Zeit vor, wurden auch nicht bewusst zurückgehalten, sondern warteten genau auf diesen Augenblick der Veröffentlichung der in weiterer Folge Herrn Meyer ein fassungsloses Staunen in das vom Tequila verzerrte Gesicht zaubern wird.

Benton's Old Fashion
2 oz Bacon Infused Dickel 12
1/4 oz grade B maple syrup
2 dashes of Angostura
Stir, Strain, Chilled rocks glass no ice
Orange Twist

Bacon Infusion
750 ml George Dickel 12
1.5 oz Benton's Smoked Bacon Oil
Infuse for 12 hours.
place mixture in freezer and strain off solidified oil

~~~~~

Cinema Highball
2 oz Butter Popcorn Rum
4 oz Coke
Build in a tall glass with ice.

Popcorn infusion
120g unsalted unbuttered popcorn
3 table spoons of melted unsalted butter
infuse popcorn in white rum for 20 mins and strain
add butter to rum and infuse for 12 hours
place mixture in freezer and strain off solidified oil

~~~~~

Pauls Club Cocktail
2 oz Tanqueray
1 oz Concord Vinegar
1/4 oz Simple
Stir, Strain, Up, Float 1/4 oz Richard on top

Concord Vinegar
5 lbs of crushed Concord Grapes
1 liter of white wine vinegar
infuse for 1 week and strain

~~~~~

Silk Road
2 oz Infused Aquavite
1/4 oz Cramelized Simple
1 Dash Angostura Bitters
1 Dash Peychauds Bitters
Stir, Up, with Flamed Orange Twist

Infused Aquavite
750ml Krogstad Aquavite
40g of toasted black sesame for 1 hour
10 toasted black peppercorns for 10 mins.

1 cup Sugar + 1/8 cup water boiled until the color is golden
add 1 1/4 cup water while the sugar is still hot.
cover until caramelized sugar is dissolved.

~~~~~

Morango Fizz
2 oz Strawberry Mae de Ouro Cachaca
3/4 oz lemon juice
3/4 oz simple syrup
1 egg white
Add all of the ingredients to a mixing glass filled with ice
Dry shake
Add ice and shake vigorously for 20 seconds
Strain into a fizz glass and top with 1 oz of club soda
No garnish

Strawberry MdO infusion
1 quart of strawberries stems removed and halved
1 liter of MdO Cachaca infused for 1 week

~~~~~

Reverend Palmer
2 oz Elijah Tea Infusion
1/2 oz lemon simple syrup
2 dashes of Angostura
lemon twist
Add the bourbon, simple, and Angostura to a mixing glass filled with ice
Stir and strain into a rocks glass filled with ice
Garnish with a twist of lemon

Bourbon Infusion
15 grams of Ceylon Orange Pekoe Tea from In Pursuit of Tea
1 750ml of Elijah Craig 12 year
14 minutes

Samstag, 8. März 2008

The NEW YORK Diarys 10


The NEW YORK Diarys 10
Originally uploaded by Joerg Meyer.
Das PDT glänzte an diesem Abend mit Star Besetzung: Jim Meehan und Don
Bert waren hier anzutreffen. Jim Meehan, vormals Gramercy Tavern und
Pegu Club, macht sich mittlerweile als Consulter in NY einen Namen.

Don, eigentlich IT Spezialist, hat das ganze als Hobby begonnen und
hat vor Jahren mit Cocktails over Canal (der Bitters Blog berichtete)
zum ersten mal seine Leidenschaft ausgelebt. Er arbeitet mittlerweile
einige Tage die Woche als Bartender im PDT und er sagte mir im
Gespräch, dass er mit dem Gedanken spiele, sich ganz der Bar zu widmen
und seinen bisherigen Job aufzugeben.

Das PDT serviert fantastische Drinks und Don gibt sich derweil dem
"Infusionieren" hin. Neben Bourbon in Speck Infusion (Großartig), gab
es einen unglaublich weißen Rum in Popcorn eingelegt. UNGLAUBLICHER
Geschmack! - Don schickt mir in den nächsten Tagen das Rezept und ich
werde es hier vorstellen. Der Popcorn/Rum Cola schmeckt wie ein
Kinobesuch im Glas!

Tea-quila Highball - Jim Meehan

• 12 cl Zitronen/Eisenkraut Tee (kalt)
• 6 cl Tequila silver (100% Agave)
• 1,5 cl St. Germain
• 1 cl Agaven Sirup

Shake, Highball Glass on Cubes, Lime Wedge als Garniture

St. Presidente - Jim Meehan

• 4,5 cl Rhum Clement Blanc
• 2 cl Noilly Pratt Dry Vermouth
• 1 cl St-Germain
Stir, Strain into Cocktailglas - Lemon Twist

The New York Diary - 9


The New York Diary - 9
Originally uploaded by Joerg Meyer.
PDT - Please don't tell
113 St. Marks Pl. , New York, NY 10009
http://www.pdtnyc.com/

Um das PDT zu besuchen, muß vorab telefonisch reserviert werden. Man
besucht den HOT DOG Laden "Crif Dogs", geht in die Telephonezelle, ruf
vom Telefon die Bar an, und die Wand der Telefonzelle öffnet sich nach
kurzer Zeit - willkommen im PDT!

Freitag, 7. März 2008

The New York diary - 8


The New York diary - 8
Originally uploaded by Joerg Meyer.
TBT Celery Bitter @ Death & Co.

Brian Miller, Host im Death &Co. Darf sich glücklich schätzen, der
erste US Bartender mit Celery Bitters zu sein. Begeistert machte er
sich gleich ans Werk und rührte mit eine Mischung aus ca. 4 cl weißem
Tequila, 2 cl trockenem Vermouth und einigen Dash Celery Bitter - Name
fehlt, aber interessanter Drink

The NEW YORK diarys - 7


The NEW YORK diarys - 7
Originally uploaded by Joerg Meyer.
Dinner - ein weitere großer New York Klassiker - THE ODEON.

TE ODEON
145 W Broadway
New York

http://www.theodeonrestaurant.com/

Von Art und Style eine Art Brasserie - Allerdings eine echter Pop Art
Klassiker. Andy Warhole war hier Stammgast und man sieht es dieser
Mischung aus American Dinner und Brasserie an.

The NEW YORK diarys - 6


The NEW YORK diarys - 6
Originally uploaded by Joerg Meyer.
DEATH & CO
433 East 6th St.
New York
212-388-0882
Seven days from 6pm

http://www.deathandcompany.com/lounge

The New York diary - 5


The New York diary - 5
Originally uploaded by Joerg Meyer.
Lunch - Großer Brasserie Klassiker in New York

BALTHAZAR
80 Spring St. Between Broadway and Crosby
New York NY 10012
http://www.balthazarny.com/

Die Champagner Karte überzeugte durch eine große Auswahl und diese
waren sehr trinkfreudig kalkuliert. Also wechselte Champagner statt
Mixed Drinks den Besitzer. In einer Brasserie sollten keine Cocktails
getrunken werden. Zumal die üblichen verdächtigen, Vodka Martinis,
nicht gerade vertrauenserweckend waren. Auch in Amerika interessiert
sich nur ein sehr, sehr kleiner Teil der trinkenden Bevölkerung für
gute Cocktails. Das Essen hingegen ist sehr zu empfehlen.

Der "dry Martini Lunch" musste verschoben werden.

Donnerstag, 6. März 2008

The NEW YORK diary - 4


The NEW YORK diary - 4
Originally uploaded by Joerg Meyer.
Einkauf: Bartender Hardware - Cusine Style

DEAN & DELUCA

Atemberaubender Laden in SoHo. Unglaubliche Food & Feinkost Abteilung.
Sowie seltene und hochwertige Küchen Tools wie z.B. Ingwer Reiben.

SOHO STORE
560 Broadway
(at Prince Street)
212.226.6800
Mon-Sat 9am-8pm
Sun 10am-7pm

http://www.deandeluca.com/

The New York diary - 3


The New York diary - 3
Originally uploaded by Joerg Meyer.
Gramercy Tavern
42 East 20th Street
New York, NY 10003
www.gramercytavern.com

212-477-0777

Die Gramercy Tavern wurde schon 1994 eröffnet und ich lernte Sie zum ersten mal 2006 kennen. In den dunklen Jahren der Cocktailzeit, sozusagen in der Zeitrechnen vor Milk & Honey, als Amerikaner Vodka Martini und deren Abarten in sich schütteten, galt diese Restaurantbar als Kaderschmiede für gute Bartender.

Die Kategorie Restaurantbar ist eine echte Herausforderung an jeden Bartender und die Gramercys Tavern besetzt für mich derzeit Platz Nummer 2 auf meiner "Weltbesten Restaurantbars" Liste. Nummer 1 ist nach wie vor Park No. 9 in Boston (John Gertsen und Ryan McGrale).

Die Nähe zur Küche gab den Bartender in der Gramercy Tavern schon früh frische Kräuter und Gewürze in die Hand und Sie begannen einen Cusine Style lang bevor dieser "Trend" in anderen Bars Einzug hielt.

Bekannteste Größe dieser Kaderschmiede ist sicherlich Jim Meehan. Derzeit arbeitet der gefragte Bar Consulter im Pegu Club und im PDT New York. Doch zu seiner Gramercy Zeit entstand z.B. sein legendäres hausgemachtes Tonic Water.

Das fantastische an der Tavern ist das Essen auf höchstem Niveau und die mehre hundert Positionen umfassende Weinkarte. Die Gramercy Tavern unterteilt sich in den Barraum (Tavern) und das Restaurant und ich persönlich empfehle ein Dinner in der Tavern (Reservierungen sind hier nicht möglich) statt im hochdekorierten Restaurant.

Die lebendige Bar/Tavern Atmosphäre ist eine einzigartige Kulisse und die großen Fenstern, mit Blick auf die vielen wartenden Chauffeure in Ihren Limousinen, lassen erahnen, welche Gäste die sehr gediegene Atmosphäre im einen der besten Restaurants New Yorks genießen.

Das Barmenü wird mir zugeschickt und ich werde es hier nachreichen.

Meine Empfehlung:

Tequila Smash by Jim Meehan

- 6 cl blanco Agave Tequila
- 3 cl Luxardo Maraschino
- 3 cl frischer Limetten Saft
- 4 Blaubeeren
- 4 in Kirschwasser eingelegte Maraska Kirschen (Les Parisiennes)
Garnish: Lime wheel, cherry, blueberry

Blaubeeren und Kirschen im Shaker muddeln, die anderen Zutaten hinzugeben und kräftig shaken. Drink auf grobes Eis im Tumbler geben - die Drink wird NICHT gestrained! Dekoration, Lime Wheel, Blaubeere, Kirsche

The New York diary - 2


The New York diary - 2
Originally uploaded by Joerg Meyer.
Bemelman's Bar ( The Carlyle Hotel)
Address: 35 E. 76th St
Cross Street (Madison Ave), New York
Phone: 212-744-1600

Für einen kurzen Aperitif Martini vor dem Essen gab es für mich nur
eine Adresse:
Die Bemelmann Bar. Dieser Treffpunkt des New Yorker Geldadels
katapultiert einen sofort
in beste New York Stimmung. Nach einen Martini im Carlyle ist man
angekommen im Big Apple.
Die Bar ist eine unveränderter Klassiker - mein Artikel vom ersten
Besuch 2006 hat ungeahnte Aktualität:

Link: Artikel über die Bemelmann Bar 2006
http://bitters-blog.blogspot.com/2007/02/bemelmans-bar-carlyle-hotel-ny.html

Ardbeg 1965

Unverhofft suchte eine Miniaturausgabe eines Ardbegs 1965 meine Nähe, überreicht von einem guten Freund der sich in massiver Geberlaune befand. Hier einfach nur Dank auszusprechen wird diesem raren Tropfen in keiner Weise gerecht.

Im Jahr 2006 auf 261 limitiert ist dieser Ardbeg Single Malt Whisky der Älteste jemals von der Destillerie abgefüllte und zu der ursprünglich mit 2000 Britischen Pfund zu Buche schlagenden 0,7 liter Flasche reichte man grosszügigerweise noch eine 5cl Miniatur um den Käufern die Gelegenheit zu geben den Whisky nicht nur als Sammlerobjekt zu sehen, sondern auch in den Genuss des Tropfens zu kommen.

Dieser ist natürlich cask strength und unchillfiltered.

Das die überwiegende Zahl der Flaschen mittlerweile in den Schränken der Sammler verschwunden ist versteht sich von selbst.

Für 0,7 l Flaschen werden inzwischen knapp 5000 Euro aufgerufen.

Ich glaub ich lass die Flasche zu!

The New York diary - 1


The New York diary - 1
Originally uploaded by Joerg Meyer.
Das Bitters-Blog Büro Nord möchte sich heute für 5 Tage New York
anmelden. Emirates serviert standesgemäß Champagner - ein gelungener
Auftakt! Wir sind um 17.50 Uhr gelandet - mal schauen welche
Unbekannten Bars sich heute Nacht auftun.

Dienstag, 4. März 2008

TBT Celery Bitters in New York

Seit Anfang Februar servieren wir im Löwen Celery Bitters im Martini
und anderen Getränken. Morgen nun fliege ich nach New York und
im Anschluss zum Internationalen Bartender Summit nach Tequila.

Stephan bat mich, Celery Bitters mit nach New York zu nehmen -
und da es anscheinend derzeit keinen mehr gibt, wird meine
Probeflasche dran glauben müssen.

Nun möchte das Büro Nord bei der Wahrheit bleiben und das
Büro Süd darüber informieren, das der Transport auf Grund der
erzeugten Knappheit natürlich halbherzig erfolgt. Gincalo und
ich ließen es uns nicht nehmen gestern Nacht gut 70% des Inhaltes
in eine formschöne Bittersflasche umzufüllen und diese in die
Dash-Bottles Reihe im Löwen einzureihen.

Wäre doch unerträglich wenn es in New York mehr
Celery Bitters als in der Hansestadt geben würde.

Herr Berg, von dieser Seite ein Protest aus Hamburg.
Die Kundschaft erst anzufüttern, um Sie dann, abhängig
wie Sie sind, nicht mit Nachschub zu beliefern ist unter
suchtgefährdeten Bartendern nicht die feine Art.

Also, Frage ans Büro Süd: Wann gibt es wieder Celery Bitters?

Thinking Bartender wieder aufgetaucht

Um den "Denkenden Bartender" ist es ruhig geworden. Erst zog es Ihn zurück nach London, dann verschwand seine Homepage und sein Blog vom Netz. Auch sein scribd Account schwieg seit 5 Monaten.

Letzte Woche tauchten hier zwei Interessante Rezeptlisten auf:

Aktueller London / Cusine Style

THE CUBAN - COCKTAIL RECIPES

THE CUBAN - COCKTAIL SPECS

Montag, 3. März 2008

Erfahrungswerte Tesseire



Neulich in der Weinquelle: "Herr Meyer, wie ist Ihre Meinung zu Sirup Sorten aus dem Haus Tesseire?"

Herr Meyer muß gestehen er hat keine Meinung dazu, da er Sie noch nie probiert hat - deshalb Frage an die werte Leserschaft : "Was ist von Tesseire Sirup zu halten? Empfehlung?"

Luxardo



Bezugsquelle:
Fr. Bremer Weinhandlung Göttingen
email@weinhandlung-bremer.de
www.weinhandlung-bremer.de

Tel. 0551 540 17

Preis: bei 12 Fl. - > 12,84 Euro netto/Flasche

Gincalo serviert: Cognac Fizzz.....

Das deutsche "Print im Web" tut sich schwer. Viele "Printmedien" hängen mit Ihrer Onlinepräsens meilenweit dem Mindestmass an Aktualität hinterher und noch immer schwören viele Print Medien darauf Ihren "Content" nicht online zu stellen.

Selten nun, wirft man einen Blick auf diese RSS feindlichen Webseiten. Die Situation gleicht einem Flohmarkt vs. eBay, und somit findet man, wie auf dem Flohmarkt, von Zeit zu Zeit und eher ungewollt, einige kleine Perle.

Vor kurzem nun, fand ich einen lesenswerten Artikel auf den Web 0.2 Seiten des Magazins Fizzz - für die Szenen Gastronomie.

TM Agent Gincalo
hat sich still und heimlich unter einer Schar internationaler Mioxologen gemixt und servierte im beschaulichen Cognac, den einen oder anderen Drink.
(Ganz ohne Wachholder!)

Werner Obalski berichtet hier lesenswert vom "Cognac Gipfel". Nachdem Cognac im allgemeinen den Europäischen Markt in den vergangenen Jahren weniger Blicke würdigte und die guten Tropfen zu immer höheren Preisen Richtung Japan, Russland und nun China verkaufte, scheinen schwindende Umsätze zur Rückbesinnung auf alte Tugenden zu führen.

Der gute alte Bartender aus Zentraleuropa und den USA war aufgerufen, dem altem französischem Weinbrand frisches Leben einzuhauchen und Cognac hat sich dabei keines falls lumpen lassen.

Darauf stoß ich, lieber klasssich, mit einem guten alten Prince of Wale an.
Natürlich im Silberbecher, natürlich von Gincalo gemixt.

A votre santé
Link: "Cognac Gipfel"

Anonyme Bitterholics

Herr Berg,

schon gesehen ?

http://ohgo.sh/archive/celery-bitters/

My name is Jay Hepburn and I am a bitterholic...

Samstag, 1. März 2008

The Icons of Whisky 2008

The Icons of Whisky, vergeben vom britischen Whisky Magazine, sind zweifellos eine der wichtigsten Auszeichnungen in Bezug auf Whisky und der Protagonisten auf diesem Gebiet.

Kleinere Firmen und Marken konnten sich auch in diesem Jahr erfolgreich mit den Großen in der Branche messen und einige Trophäen einsammeln.

Die Gesamtliste der Gewinner gibt es hier.

Freitag, 29. Februar 2008

Felix Hartmann im Finale der Cigar Connaisseur Competition

Der vor 2 Jahren von Deutschland nach Dubai in die Sky View Bar des Burj al Arab Hotels gewechselte Felix Hartmann, Whiskykenner des Jahres 2005 und 2006 hat es geschafft sich für das Finale der Habanos Cigar Sommelier Competition auf Kuba zu qualifizieren und stellt sich dieser Tage der internationalen Konkurrenz.

Hartmann konnte sich, bei dem im Fairmont Hotel Dubai ausgerichteten Vorentscheid gegen Dominik Schachtsiek aus der Vu`s Bar in Dubai und anderen durchsetzten.

Donnerstag, 28. Februar 2008

Plymouth Gins Black Frias Distillery in Flammen

Zum zweiten Mal in ihrer seit 1796 dauernden Geschichte ist gestern ein Feuer in der Black Frias Destillerie in Plymouth ausgebrochen und hat starke Schäden verursacht.
In der Destillerie wird der weltweit hoch geschätzte Plymouth Gin, Plymouth Sloe Gin und Plymouth Damson Gin produziert.
Die alten Potstills nahmen zwar keinen Schaden, aber das Besucherzentrum mit dem Restaurant ist komplett zerstört. Wie hoch der Gesamtschaden ist wird sich wohl erst in den nächsten Tagen mit Gewissheit sagen lassen können.

Zum Vorfall äußerte sich Simon Ford, Global Brand Manager für Plymouth Gin:

"You may hear that the Black Friars distillery caught fire today and I just wanted to give you an update as I spoke with Sean Harrison (Master Distiller). The good news is that that the pot still and general production facility is still intact as is the oldest part of the building, The Refectory. Also the front view of the distillery does not look different and it will not affect the launch of the Sloe Gin as that part of the building was safe also. The bad news is that we lost the restaurant which from what I hear is in pretty bad shape and they completely lost the roof. 8 fire engines came to the rescue and for the second time in Plymouths history the distillery has been saved from fire (the 1st time being in World War 2 when it was hot by a couple of bombs). I am now relieved and think I may need a martini. Simon"

Dies sind in der Tat keine guten Nachrichten! Plymouth Gin ist wohl die Gin Marke mit der grössten historischen Bedeutung in der Cocktailwelt. Die erste Reference eines Dry Martini Style Cocktails, der Marquerite Cocktail, verlangte nach Plymouth Gin, ein Pink Gin ebenso wie ein Gimlet. Plymouth ist traditionell ein wichtiger Marinestandort und somit wurde Plymouth Gin bald wichtiges Ladungsgut für die Schiffe. Weiterhin galt Plymouth Gin als eigener Ginstil, der sich von London Dry und Old Tom unterschied.

Bleibt zu hoffen, dass sich die Schäden am Schluss in Grenzen halten.

Dienstag, 26. Februar 2008

Kleingeld

Spätestens seitdem Anhänger aufstrebender Kulturen beim Geldausgeben keine Grenzen kennen und US Rapper ihren kurzen, aber geldschweren Ruhm nicht mehr nur mit Champagner der erlesenen Sorte, sondern mit Cognac zelebrieren, ist nicht nur beim Betrachten der unaufhörlich steigenden Preise klar: Cognac ist das aufstrebende neue Luxusgut unter den Alkoholika.

Man kann dieses natürlich noch durch "angemessenes" Packaging unterstreichen und den Preis in astronomische Höhen treiben. So geschehen bei der als momenan teurestes Produkt aus der Getränkeabteilung geltenden Abfüllung des Henri IV Dudognon Heritage im edlen Decanter für schlappe 1 Million Britische Pfund.
Kleingeld ohne Frage, aber vom ästetischen Standpunkt durchaus ansprechend.

8 Kg schwer ist die handgefertigte Kristallflasche, mit 24 karat gelbgold und bestem Platin überzogen, dekoriert mit 6500 Diamanten.
Der Cognac natürlich ausnahmslos aus Grand Cru Lagen und über 100 Jahre im Fass gereift.

Sollte das alte Zeug dann doch nicht schmecken, gibt die Flasche zumindest noch eine hübsche Blumenvase ab.

via alcademics

Perfektion hart an der Grenze zum Wahnsinn!

http://restaur.antville.org/stories/1765383/

Montag, 25. Februar 2008

Chinato

Vor ein paar Tagen erhielt ich eine Flasche MAROLO CHINATO, einen Ableger des in Italien an Popularität steigendem BAROLO CHINATO. Beide sind aromatisierte Weine, ersterer stammt von der Insel Alba, letzterer wird aus den berühmten Barolowein im Piemont hergestelllt.

Marolo heißt dann auch die Firma, die sich diese Wortgleichheit zu nutzen gemacht hat und ein Produkt mit zurückhaltender Bitterkeit anbietet. Die Weine werden mit Calisaya Rinde und verschiedenen Kräutern aromatisiert, was diesen eine feine Bitterkeit verleiht und ihn somit zu einem excellenten Aperitiv wie auch Digestiv macht.
Das Geschmacksprofil ist einem roten Wermut nicht unähnlich, wenn auch weniger gefällig-man kann es auch als charaktervoll beschreiben.

Da sich hierzulande beide Chinatos recht schwer beschaffen lassen, verwundert es nicht, dass dieser erstklassige Tropfen recht unbekannt ist. Eine Quelle für BAROLO CHINATO fand sich in einer Weinhandlung zum stolzen Preis von 40 € und somit nicht unbedingt ein Schnäppchen, aber höchstwahrscheinlich durchaus sein Geld wert. Der Eingangs genannte MAROLO CHINATO ist hierzulande leider nur in halben Flaschen zu bekommen, Preis dafür 17 €.
In Schweizer Gefilden gibt es auch die 750ml Abfüllung.

Anwendungsbereiche wären neben dem pur Genuss, die Einbindung in Cocktails als Wermutvariation.

Samstag, 23. Februar 2008

Frage an Diageo: Was ist mit Picon...?


small Amer_Picon
Originally uploaded by jamiebdr.
Auf der Suche nach Picon landet man nach kurzer Seit auf der Webseite von DIAGEO - OUR BRANDS...

Da die vergangenen Wochen gezeigt haben das der Bitters Blog

1.) von unseren Partner aus der Industrie durchaus gelesen und (manchmal auch unglücklich) Kommentiert wird, und

2.) Hier in Kommentaren der Vorwurf DIAGEO würde sich nur für das "große Geschäft" interessieren auftaucht,

folgt nun meine offene Frage an Diageo:
"Wo bekomme ich Picon in "größeren" Mengen?"

Gesucht sind alle drei mir bekannten Qualitäten:
- Picon Club
- Picon Bierre
- Picon Amer

Falls jemand anderes einen Entscheidenen Tip hat, würde ich mich freuen. Ich würde einen Picon Cocktail im Löwen ausgeben....

Picon Cocktail
aus "The Official Mixer's Manual by Patrick Gavin Duffy"

1/2 Amer Picon
1/2 French Vermouth
Stirr well with cracked ice, strain and serve
Use glass sample 1

Fidel Castro letzter Streich? NY Bars against "Star F**king"

" No Star F**king" ist eine der mittlerweile in Bartenderkreisen weltberühmten Hausregeln von Petraskes "Milk & Honey" und deren Linzensnehmern in London. Der Rausschmiss von Quentin Tarantino hat sich aus der PR Sicht mehr als Bezahlt gemacht,

Seit Mitte 2007 hat NY einen neuene Hotspot, das SOCIALISTA. Der Sohn vom "HARRYS BAR" Venedig Gründer Cipriani, Giuseppe, investierte hier in einen aufwendig gestaltete Kubanische "Apotheken" Bar aus den 40er Jahren. Inspiriert wurden man dabei durch das Buch HAVANA von Robert Polidori.

Der Mitinhaber Armin Amiri, ehemals Bungalow 8 Türmann, gab zur Eröffnung die Devise aus: This space will serve only those celebs "who don’t want their asses kissed."

Es scheint also, das sich der Trend zum "No Star F**king" an den Tresen New Yorks durchsetzt.

Einen ähnlichen "Trend" würde ich mir manchmal in Deutschland wünschen, wenn irgendein A, B und oft auch C - Promi eine Bar betritt, einfach nur in Ruhe trinken möchte, und Personal und Gäste nervös werden und ein unverschämter Inhaber/ Veranstalter diese bemitleidenswerte Person des öffentlichen Interesses vor eine Kamera zehrt und die Bild entweder (Profineurotisch) in seiner Bar aufhängt oder (noch schlimmer) diese an die Yellow Press weitergibt.

Bei der letzte Pressemitteilung, mit der das Socialista von sich Reden machte, bin ich mir allerdings nicht Sicher ob es ein weiterer Schritt in Richtung "No Star F**king" ist, oder ob hier Fidel Castro, kurz vor seinem offiziellen Abgang, noch einen "Spion" in die Kapitalistische Metropole schicken konnte um berühmten Celebs die Laune zu verderben.

"Hepatitis Alarm bei Madonna und Co"
via Focus

P.S. Übertragung wahrscheinlich durch: Eis mit den Händen anfassen...

Donnerstag, 21. Februar 2008

Couperee Cream

In letzter Zeit haben wir uns doch recht oft mit den Wirren und den Eigenheiten der Spirituosenindustrie im allgemeinen und den zum Teil wortgewaltigen Protagonisten dieser jenen im besonderen an dieser Stelle beschäftigt.

Auch wenn wir uns mitten in der Fastenzeit befinden und Alkohol auch einmal für ein paar Wochen unangetastet im Raume stehen darf, so sollte man nicht vergessen, das der Mensch nicht vom Brote allein lebt und zur Sinnesstärkung sich ein gemischtes Getränk durchaus als förderlich erweist.

Beim ziellosen Durchbättern der Bibliothek, wir können es auch Recherche nennen, fiel mir seit langer Zeit wieder einmal ein Buch aus dem Jahr 1912 in die Hände. "The Buffet Blue Book" aus der Feder von John H. Considine, einem im Jahre 1912 mit 24 glanzvollen Jahren im "Spirituosengeschäft" ausgestattetem Bartender aus Chicago.
Mir stach ein Drink ins Auge, der mich oberflächlich betrachtet ein wenig an den kürzlich wiederentdeckten und mittlerweile auf der Barkarte des Le Lion in Hamburg stehenden Soyer au Champagne Cocktail erinnerte.

Es liest sich wie folgt.

COUPEREE CREAM

Use tall thin glass
1 wine glass of brandy (6 cl)
1 pony maraschino (3 cl)
1 tablespoonful vanilla ice cream
2 dashes of creme de roses (eine Zutat die wohl mit Rosensirup ersetzt werden könnte)

Stir slowly while pouring in plain soda; shake cinnamon on top, and serve.

Klingt verlockend und lecker, bedarf aber einer Probe aufs Exemple um die, durch die Rezeptur beflügelte, Phantasie des Authors entweder in die Schranken zu weisen oder um der Welt die Botschaft einer vergessenen und Gaumenfreuden bereitenden Mixtur kundzutun.

Donnerstag, 14. Februar 2008

Erster Wodkacocktail durch deutsche Hilfe entstanden!

Der vermutlich erste jemals dokumentierte Cocktail in dem Wodka(wohlgemerkt russischer Herrkunft) als Zutat eine Rolle spielt, entstand unter massivem Engagement eines deutschen und eines französischen Zechers im Jahre 1914 in San Francisco bei keinem Geringerem als Cocktail Bill Boothby. Dies ist zumindest die Essenz einer momentan laufenden Diskussion auf Drinkboy.com in dem IMBIBE Author DAVID WONDRICH folgende Geschichte zum Besten gibt:
The Oakland Tribune, November 22, 1914

Latest Cocktail Is Neutral

“Cocktail Bill” Boothby, the literary mixologist of the Palace, was listening to a heated argument between a German and a Frenchman in the wineroom the other afternoon. In the interests of neutrality he asked the debaters to try the latest cocktail of the hotel. They were willing. While they were exchanging angry words and threats Boothby mixed a cocktail with the following ingredients: English gin, Russian vodka, German kummel, Hungarian apricot brandy, Italian Vermouth, brandy manufactured in Ghent, Belgium, and a dash of French Amer Picon. The German and the Frenchman stopped their argument long enough to try the cocktail. They liked it and ordered another, and then a third, and then a fourth. Their argument became less and less heated.

“What do you call that new drink?” asked the German.

“Peace cocktail,” replied Boothby.

The German and the Frenchman departed arm in arm.—Town Talk
Wodka spielte als Zutat erst ab den 20/30er Jahren vereinzelt eine Rolle in Mixed Drinks.
Bis zu dieser Zeit wurde er höchstens als lokale Spezialität gesehen und erfuhr außerhalb von Russland und Polen im Grunde genommen überhaupt keine Beachtung. Man trank Gin, Rum, Whisky und Brandy. Die Akzeptanz stieg mit einer Kampagne der Firma Heublein Anfang der 50 er Jahre, als diese versuchte das in Amerika unverkäufliche Zeug geschickt an den Mann zu bringen. Heublein selbst soll mit einer Flasche seiner soeben erworbenen Marke Smirnoff von Bar zu Bar gezogen sein und stets die selbe Frage an den Bartender richtend aufgetreten sein.

Heublein:Kennen Sie schon den neuesten Trend Drink?
Bartender:Welchen meinen Sie?
Heublein: Moscow Mule. Ich zeige Ihnen mal wie der geht.

So begann der Siegeszug, des zuweilen als "langweiligste Spirituose der Welt" bezeichneten Wodkas. Wie sich die Dinge ändern können!
Bleibt zu hoffen, dass irgendwann ein ähnlich gravierender Wandel zur Besinnung führt!

Montag, 11. Februar 2008

Wochendtermin Hamburg: INTER Whisky



Am Wochenende findet in Hamburg die Inter-Whisky statt. Die Löwen werden Ihr Malt Wissen vertiefen. Die Veranstaltung findet an diesem Freitag, Samstag und Sonntag im Royal Meridien statt. Beginn jeweils 13.00 / 12.00 Uhr - Ende 21.00 / 19.00 Uhr.

Weitere Informationen unter www.interwhisky.com.

DIAGEO: Smirnoff jetzt neu auch in der PET


DIAGEO informierte vor kurzem Gastronomen über gefälschte Smirnoff PET Taschenflaschen im 0,5 ltr. Gebinde... Eher Zufällig ist der Zoll bei der Suche nach geschmuggelten Zigaretten auf eine große Menge gefälschten Alkohols gestoßen. PET mit rotem Deckel und altem Design. Inhalt vermutlich: hochprozentiger Alkohol, mit Wasser verdünnt, Essig, Zucker und Aromakonzentrat.

Wem also immer diese Ware zum Kauf angeboten wird, möge sich mit DIAGEO oder dem Zoll in Verbindung setzen.

Hätten wir Smirnoff im Angebot - wäre er garantiert Original - Versprochen!

Sonntag, 10. Februar 2008

Nachtrag: Diageo auf Expansionskurs - SEO Bitters-Blog

Diese kleine Meldung hat ja ungeahnt vor zwei Tagen für fazinierend hohe "Wellen" gesorgt.
Faziniert daran hat mich im Nachhinein auch, wie Suchmaschinen-Optimiert Blogs sind.

Suchen Sie zum Beispiel mit dem Suchbegriff "Zacapa Diageo" (Was derzeit recht viele Menschen aus der Branche interessiert...) auf Google, ist der Bitters-Blog derzeit der dritte Eintrag. (gestern noch der zweite - die Engländer holen auf!)

Suchen Sie mit gleichem Suchbegriff nur im deutschen Netz - erscheint unsere Meldung gleich an erster Stelle.

Das hat sich auch gleich in unserem "Statscounter" bemerkbar gemacht, die Zugriffe haben sich derzeit mit mehr als 500 am Tag nahezu verdoppelt - die meisten Zugriffe unter den oben genannten Suchbegriffen.

Samstag, 9. Februar 2008

Dry Martini Bar-celona




Das man in Barcelona gute Bars vorfinden soll war mir vor meinem Besuch durchaus zu Ohren gekommen, auch wenn es mich bislang nicht in die Stadt verschlug.
Stets an erster Stelle der Empfehlungen stehend: das DRY MARTINI, zuweilen als die beste Bar Spaniens beschrieben.

Nachdem ich mit einer ganzen Liste von Bars in der Hand auszog der Wahrheit dieser Aussage auf den Grund zu gehen, machte ich erst einmal in der IDEAL Bar, Carrer Aribau 89 halt und bestellte einen Gin & Tonic mit Tanqueray 10 und eine White Lady für die Begleitung.
Letztere wurde auf angenehm altmodische Weise ohne Fehl und Tadel und ohne offensives Nachfragen nach Sonderwünschen höchst exellent zubereitet. Der Gin Tonic, FeverTree wurde dezent angeboten, hatte nach deutschen Mengenverhältnissen die Stärke von 3 heimischen und ich war versucht ein zusätzliches Tonic nachzubestellen, konnte mich dessen aber erwehren und beendete den Drink tapfer.
Sehr kleine und weniger bekannte Bar in unmittelbarer Nähe zum Dry Martini mit kleinen Gardinen vor dem Fenster um unnötigen Blicken von aussen vorzubeugen. Holzvertäfelungen und in weißen Jacketartiken Barjacken gekleideten aufmerksamen Bartendern inclusive.

Nach diesem "erheiternden" ersten Bar Besuch hinaus in die Nacht und zum eigendlichen Ziel des Abends geeilt. Der Einblick von aussen wird auch hier verwehrt, mit der Ausnahme des Blickes durch die gläserne Eingangstür. Innen schöne Holzvertäfelungen, gemütliche Sitzgruppen eine rundum warme Atmosphäre. Der Platz an der Bar ist bekanntlich der beste und nachdem es am Montagabend nicht zu gut besucht war boten sich 2 Plätze direkt vor dem Zentrum des Geschehens. Nach dem ersten Sammeln von Eindrücken sprang sofort die gewaltig und meines Erachtens einzigartige Sammlung alter Gin und Wermutflaschen in der gesamten Backbar ins Auge. Die vereinzelt noch Inhalt tragenden Flaschen so war mir wohl bewusst galten einzig Dekorationszwecken, auch wenn ich gern darauf gedrängt hätte aus der Gordons Old Tom oder einer alten Plymouth Gin eingeschenkt zu bekommen.

Man geht nicht ins Dry Martini und bestellt einen Sazerac, soviel war klar.
Der Bararbeitsfläche war mit sauberen und unbeflecktem weißem Tuch ausgelegt auf der an zentraler Stelle ein mit großen Eiswürfeln gefülltes Rührglas, eine Schale mit zahllosen Oliven, Dashbottles mit Wermut und Orange Bitters trohnten. Eine geschmacklich ansprechend angerichteten Schale voller Zitronen stand in unmittelbarer Nähe und war Zaungast des Geschehens.

Am Mixglas geschäftig ein älterer Herr mit "Mustache" der uns schnell und ausgesprochen freundlich nach unseren Wünschen bezüglich der Drinks befragte. Dry Martini Hausstil und einmal Dry Martini Frappè, auf welchen man stolz auf einem Spiegel an der Bar verweist.
Ein Frappè, wohlgemerkt mit einem geschabtem Eis, das gibt es nicht jeden Tag.
Die Besonderheit der Zubereitung der Cocktails liegt weniger in den Zutaten, vielmehr in der Art wie diese vollzogen wird. Der einzige Moment in dem das Glas aus dem der Gast trinkt angefasst wird ist wenn es aus dem Froster auf das mit weißem Tuch belegte Silbertablet gestellt wird. Nach vollzogener Zubereitung wird das Tablet zum Gast gereicht und dieser nimmt das Glas an sich.
Dieses lässt schon erahnen, dass das Dry Martini nicht irgendeine Bar ist. Man legt extrem viel Wert auf Kleinigkeiten, die Bar macht ein sehr sauberen Eindruck, die Barleute tragen weiße Barjacken und man ist sehr zuvorkommend und aufmerksam.

Da der Gin aber Spuren in der Gesamtverfassung hinterlies entschlossen wir uns wiederzukommen und im versteckt im Hinterzimmer der Bar gelegenen Restaurant SPEAKEASY zu speisen.

Als zwei Tage verstrichen waren und ein Abend mit Matthieu Clausel, einem der Bartender, in diversen anderen Bars verbracht wurde, stand die Rückkehr zum Dry Martini an und es ergab sich das Glück, dass der Inhaber der Bar Senior Javier de las Muelas Fernàndez im Hause war und eine kleine Führung und nähere Informationen zur Bar gegeben wurden.

Es erschien als ob der langfristige Plan darin besteht das Konzept des Dry Martini international zu etablieren und man ist sehr an der internationalen Entwicklung der Barszene interessiert.
Seine hauseigenen Frappès sind sicher nichts für jedermann, dennoch sind sie sehr ausgewogen und werden in formschöner tiefgekühlter Glasware präsentiert.
Zum Restaurant gelangt man durch die Küche, vorbei an unzähligen Kisten Tonic. Im Hinterraum der Bar befand sich über Jahre das Spirituosenlager in geräumigen Hallen. Dieses wurde in ein Restaurant umgewandelt und bietet beste Küche und Service. Der Name Speakeasy ist Programm, man will an die 20er Jahre anknüpfen, sowohl in Qualität als auch in Atmosphäre. An den Außenseiten des Restaurant sind beleuchtete Flaschenregale mit dem Reserve Stock an Spirituosen und ein Weinkeller untergebracht.

Das Essen selbst hervorregend, mit dem besten Steak das ich seit Jahren gegessen habe.
Kurzum das Dry Martini ist WELTKLASSE und sucht auch international seines Gleichen. Es muss nicht immer New York oder London sein, Barcelona ist eine klare Ansage.

Dry Martini
c/Aribau 162-166
08036 BARCELONA/SPAIN
T: (34) 932 175 072

www.drymartinibcn.com

Donnerstag, 7. Februar 2008

DIAGEO auf Expansionskurs

Wie Helmut bereits im Drinksblog berichtete, hat sich DIAGEO an KETEL ONE beteiligt.

(laut DIAGEO/US betrügt der "Preis" ca. 900 Mio US Dollar für die genannten 50% Beteiligung - Die Kaufsumme wird vom Unternehmen selbst als "a fair price in the world of spirits" bezeichnet )

Heute erreichte mich die Nachricht eines Brancheninsiders. Demnach soll sich, unbestätigten Gerüchten zufolge, DIAGEO an Ron Zacapa beteiligt, bzw. das Brand gekauft, haben.

Sollte sich dieses Gerücht in den kommenden Wochen bestätigen, hat sich DIAGEO erneut eine echte Perle für das Portfolio gesichert. Bleibt nur zu hoffen, das man in Zukunft auf die klassische Zacapa / Cola Werbung verzichtet und diesen einzigartigen Rum einem guten Old Fashioned oder anderen Spielarten fortschrittlichen Trinkens zuführt. 


Barcelona BOADAS



Seit nunmehr 75 Jahren gibt es das BOADAS in Barcelona und der Hauseigene Stil Manhattans und Martinis zu mixen, kann schon als Barcelona Stil betrachtet werden und ist in vielen Bars der Stadt kopiert worden.
Ich denke genau hier hat Dre Masso seine Inspiration gefunden als er diesen Stil nach London brachte.
Sehr kleine Bar, sehr charmant, eine kleine Perle unter den Bars der Stadt.
Unbedingt hingehen, wenn sich die Gelegenheit bietet,

BOADA`S Cocktails (seit 1933!)
Tallers,1 (Seitenstrasse von La Rambla)
Tel.93 318 88 26

Mittwoch, 6. Februar 2008

Perigan's Cannabis Gin


Perigan's Cannabis Gin
Originally uploaded by Cocktailian.
Don, vom Cocktails über Canal Gründer und NY Times Food Schreiber zum PDT Bartender avanciert hat vor kurzem den Perigan's Cannabis Flavored Gin auf seinem flickr Account hochgeladen. Irgendwer schon Verkostungsnotizen???

Sonntag, 3. Februar 2008

David Embury in baldigem Reprint

Es war wohl nur eine Frage der Zeit bis sich jemand dazu berufen sah eines der Besten und zweifellos Wichtigsten Barbücher der Cocktailgeschichte wiederzuveröffentlichen.
The Fine Art of Mixing Drinks von David Embury erschien in erster Auflage im Jahr 1948 und die wenigen verfügbaren Exemplare auch späterer Editionen aus dem jahre 1953 und 1958 erzielen stets Preise zwischen 150-300 Euro.

Embury war keineswegs ein begnadeter Barmann, der es auf sich nahm ein Meiserwerk zu schaffen, vielmehr war er Rechtsanwalt und im nachprohibitionären Amerika meist arg enttäuscht über die dargebotene Qualität der "Mixed Drinks".

Es ist zu erwarten, dass mit Fortschreiten des Jahres eine Hartcover Version des Werkes zu erwerben sein wird, nachdem die Rechte vor wenigen Tagen den Besitzer wechselten.

Es gibt zwar keine Bestätigung wer hinter dem Kauf der Rechte stehen mag, ich vermute allerdings den New Yorker Gregory Boehm von Mud Puddle Books, einem intensiven Sammler alter Barliteratur und Sohn einer alten Verlegerfamilie, dahinter. Bei meinem New York Besuch erwähnte dieser Aktivitäten in diese Richtung. Es soll nicht nur bei einer Wiederveröffentlichung bleiben, es warten schliesslich noch andere Werke auf die Wiederentdeckung.

Den von Robert Hess jüngst erwarteten Preisverfall bei Originalausgaben von Embury sehe ich mit anderen Augen. Original ist Original und hat eine andere Aura.
Nachdrucke der Bücher von Jerry Thomas sind für 20 Euro zu erwerben, dennoch erzielen Originale stets Preise im mittleren 3stelligen Bereich.