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Sonntag, 3. August 2008

CHOC Schokoladen Destillat

In Österreich kennt man sich mit edler Schokolade aus. Dies gilt im Besonderen für die Mozart Distillerie in Salzburg, die sich auf die Herstellung hochqualitativer Schokoladenliköre spezialisiert hat und in langen Jahren einen reichen Erfahrungsschatz aufgebaut hat.

Blickte vor noch wenigen Jahren der Deutsche Bartender neidvoll Richtung Amerika, zu einer Zeit als Chocolate Martinis der letzte Schrei in New York City waren, so war die Firma Godiva das Aushängeschild für Liköre auf Schokobasis.

Mozart Distillerie schaffte es allerdings auch abseits der Salzburger Touristenströme mit seinen Produkten zu glänzen und diese waren bald auf so ziemlich jedem Londoner Bartresen zu finden.
Dennoch blieb den Destillateuren der Firma eines verwehrt!
Schokolade und Süße scheinen eine untrennbar verbundene Einheit zu bilden. Schon im Kopf lässt sich diese Verbindung kaum ausblenden. Jeder hat seit seiner Kindheit die Erwartung süßer Gaumenfreuden, wenn es um Schokolade geht. Ähnliche Beispiele wären Milch und die Farbe weiss oder Zitrone und saurer Geschmack.

Genau diese Brücke wollte man im Rahmen eines ausgefeilten Destillationsprozessen kappen und allein das Schokoladen- und Kakaoaroma einfangen und es in einem klaren Eaux de Vie binden. Diverse Versuche schlugen fehl, da sich Schokolade als äußerst destillationsunfreundlich erwies. Um der Vision näher zukommen, wurde ein gänzlich neuartiges Destillationsverfahren entwickelt, dass genau auf die Erfordernisse des instabilen Mediums Schokolade zugeschnittenen war.

Das Ergebniss war nahezu revolutionär! Ein klarer Schokoladenbrand, hocharomatisch und ausgesprochen komplex - niemand vorher konnte damit aufwarten.

Mit der Vermarktung hielt man sich von Seiten der Mozart Distillerie bislang in Deutschland zurück und nur wenige Flaschen erreichten bislang deutschen Boden.
Als ich CHOC vor ca. 1 Jahr erstmalig in der Münchner Trinkhalle verkosten durfte, war ich mehr als überrascht und sah sofort eine neue Armada von hochprozentigen Premiumcocktails mit feinen Kakaotönen am Horizont aufziehen. Man stelle sich nur einen Negroni vor, bei dem Bittertöne, aromatisierter Wein und Kakao Eaux de Vie die kleine Nachtmusik spielen.

Da ich von der Qualität von CHOC sofort überzeugt war, ergriff ich die Gelegenheit und bemühte mich darum einige Kisten für den deutschen Markt zu bekommen. Geplant, getan!
Man stimmte von Seiten des Herstellers zu und lieferte promt.
Seit dem Wochenende ist CHOC nun auch für deutsche Kunden verfügbar.

Für alle diejenigen, die das Produkt bislang nicht probieren konnten, bietet sich im Rahmen des diesjährigen Bar Convents in Berlin (29./30.9.) die Möglichkeit der Verkostung.

Samstag, 7. Juni 2008

London Barshow Registrierung

Es ist Anfang Juni und wie in jedem Jahr zu dieser Zeit steht die London Barshow wieder einmal vor der Tür. Da mich die Organisatoren höflich darauf hinwiesen, dass die Möglichkeit zur Online Registrierung in wenigen Tagen verstreicht und somit 25 Pfund pro Tag zu berappen sind, hiermit also die Erinnerung an alle die sich auf den Weg nach London machen werden.

Registrieren!!! Dies kann man getrost ignorieren sollte man ganz tiefe Taschen besitzen.

Am 15.6. gibt es das diesjährige Hendrick`s Crocket Tournier am Bedford Square (ab 12 Uhr). Mit dabei die diesjährigen Gewinner des New Yorker Ausscheides Dale (who?) deGroff und Gray Regan macht den Caddy. Letzterer wird im Übrigen zur Beachparty von Beefeater am 18.6. zusammen mit Naren Young Cocktails mixen. Beefeater öffnet während der Barshow die Destillerie und läd alle Interessierten zur Besichtigung ein. Ein eigener Shuttleservice von der Barshow zur Destillerie und zurück wird angeboten.

Ereignissreiche Tage stehen ins Haus!

Donnerstag, 29. Mai 2008

Nachwehen und Brandneues

Es wärmt einen das Herz, wenn man nach einigen Tagen Abwesenheit wieder in heimatliche Gefilde kommt und sich die Berliner Barpresse ganz reizend darum sorgt, ob denn der Bitters Blog wohlauf ist. Sehr eifrig und pflichtbewusst berichteten die angereisten Vertreter aus Berlin von den Ereignissen in Paris. Dem ist eigendlich auch wenig hinzuzufügen, wer nicht vor Ort war, so war es zu erwarten, hat etwas verpasst und sollte sich im kommenden Jahre nicht allzu lang bitten lassen an die Seine zu reisen. Der Event war gut organisiert, charmant und familiär. Die Präsentationsfläche der Spirituosenmarken wurde auf Einheitsmaß getrimmt, was sich als hervorragend erwies(zumindest aus der Sicht der kleinen Aussteller).

Da wir an dieser Stelle aber nicht die letzten Fakten die uns Herr Adam übrig lies ans Volk bringen möchten, sei dem hiermit auch ein Ende gesetzt. Im Übrigen gilt auch für das beäugelte IPhone Blogging die Regel, dass die Telefonanbieter sich gern maßlos am unwissenden Nutzer im Ausland bedienen und es darum nur bei wichtigsten Ereignissen eingesetzt wird.
Ein bildschönes Picon Biere ist also Grund genug.

Da sich bei aller Reisetätigkeit auch hierzulande neue, interessante Entwicklungen zutragen wird im Rausche der cosmopolitischen Erregung schnell vergessen.

Der liebgewordene und dennoch von einem seriösen Bartender selten berührte Traditionslikör GALLIANO besinnt sich auf seine Ursprünge und verabschiedet sich, wenn auch um Jahre zu spät, von seiner penetranten Vanillenote und geht erhobenen Hauptes 2 Schritte zurück.
Man kann ein Raunen von Millionen Konsumenten wahrnehmen, die sich in langen Jahren an Harvey Wallbanger oder Flying Elephant gewöhnten. Schluss-aus-vorbei!!!
Süchtige sollten in Hamsterkäufe verfallen und somit dafür sorgen das die alten Bestände besser heute als morgen vom Markt verschwinden.

GALLIANO L`AUTENTICO heißt der Neue und hat nichts mit seinem Vorgänger gemein.
Anistöne, intensive Kräuternoten und in der Tat ganz am unteren Ende der Geschmacksfülle ist in einer homäopathischen Dosis etwas Vanille zu erahnen. Ein großartiger Likör ist er geworden, großes Lob an die dafür Verantwortlichen.

30% Vol. hatte er bislang, jetzt protzt er mit 42,3% Vol.

Noch eine Flasche fand den Weg zu mir, diesmal aus dem Hause BALVENIE, die ja bekanntlich großartige Single Malt Whisky im Herzen der Speyside produzieren.

Ein 12 jähriger Signature " David Stewart" in limitierter Abfüllung wird demnächst zu Kauf angeboten.

Beim ersten Öffnen der Flasche empfand ich Ihn allerdings als etwas "dünn" mit fehlender Komplexität. Dies war allerdings vor der Abreise nach Paris.
Sollten sich in Paris meine Geschmacksnerven nicht verabschiedet haben, so tat dem Whisky der erweiterte Luftkontakt gut und er entwickelte sich zum deutlich Besseren. Die anfänglich so fehlende Komplexität stellt sich ein, feine Torfnoten bilden das Rückgrat, wobei sich zarte Holztöne und warme Fruchtnoten in den Vordergrund drängen.
Guter Whisky, nicht außergewöhnlich, aber ein typischer Balvenie der sein Geld wert ist.

Donnerstag, 22. Mai 2008

Cocktails & Spirits in Paris

In wenigen Tagen ist es soweit und die Tore in der La Maison Rouge öffnen sich und erwarten die Besucherscharen aus aller Herren Länder zur ersten Barshow in Paris.

Cocktails & Spirits ist das Thema und bei der Gestaltung und Umsetzung legten die Veranstalter Wert darauf sich von den mittlerweile deutlich gleichenden Barshows in anderen Ländern zu unterscheiden. Jeder Brand bekommt die gleiche Standgröße, unabhängig vom Budget der Marken. Heist im Klartext, Diageo bekommt die gleiche Präsentationsfläche wie z.b. The Bitter Truth. Auf gleicher Augenhöhe sozusagen.

Letztere werden neben den Bitters , die letzten Flaschen des 2007 Sloeberry Gin unter die Leute bringen und den Franzosen Celery Bitters als Weiterentwicklung zur Bloody Mary ans Herz legen. Schließlich muss man am Ursprung beginnen!

Sonntag und Montag werden ereignissreich und wer den Weg nicht scheut dürfte in den Genuss einer Veranstaltung kommen die sich gänzlich dem reichen Erbe französischer Cocktailkunst verschrieben hat.

Auch der internationale Botschafter des Wacholder-& Gurkenzüchtervereins aus den schottischen Highlands wird zugegen sein und uns mit einem "foontastig!" ein Lächeln auf die Lippen zaubern.

Anbei das offizielle Programm der Cocktails & Spirits sowie die Menüs der Cocktailbars, die für das "leibliche Wohl"der Besucher sorgen werden.

Die Traveling Mixologists sind natürlich vor Ort und werden einige verloren geglaubte französische Drinks kredenzen.

Wer bislang glaubte ein French 75 Cocktail enthält Champagner, dem sei gesagt, dass dieser ursprünglich ohne diesen auskam und sich lieber mit Calvados schmückte!

Santé!

Montag, 28. April 2008

Die Traveling Mixologists rocken Amsterdam

Ein für die Traveling Mixologists recht ungewöhnliches Zeitdokument wurde mir über das Wochende in die Hände gespielt und für den geneigten Leser mit modernster Videoschnittsoftware aufbereitet. Harte Beats, Hip Hop Grooves und klassische Cocktails können durchaus funktioneren. ROCKING AMSTERDAM.


Link: sevenload.com

Freitag, 25. April 2008

Zürich & Spiritissima

Die erste Spiritissima zum Anlass nehmend, fanden sich Vertreter der deutschen, wie der schweizerischen Barscene zum Stelldichein in Zürich zusammen, um zum einen eine kleine Bildungsreise in die Trinkstätten der heimlichen schweizer Hauptstadt zu unternehmen und des weiteren den Besuchern der Spiritissima Mischgetränke auf ungekannt hohem Niveau zu bieten.

Im Rahmen des abendlichen Programmes führten die Wege in die altehrwürdige KRONENHALLE und in die fabulouse WIDDER BAR unter Führung eines grandiosen Gastgebers MARCUS BLATTNER. Diese Bar steht nicht zu Unrecht in dem Ruf die Beste Bar der Schweiz zu sein. Ganz grosses Kino, Maßstäbe setzend und eine absolute Topempfehlung.

Herr Roth von der Kronenhalle beeindruckte mit filigraner Pflege der Barkultur aus vergangenen Epochen und ausgezeichnetem Service bis nach Toreschluss.
Ein großer Dank an dieser Stelle nach Zürich! Herausragende Abende wurden in angenehmer Athmosphäre genossen. Bei den gezeigten Abbilungen der Kunst handelrt es sich nicht wie zu vermuten um namenlose billigdrucke unbekannter Künstler die den Hungertod starben, sondern Werken aus der Hand von Pablo Picasso und anderen die zu damaligen Zeit stete Gäste des Restaurants der Kronenhalle ware und ihre Rechnungen mit kreativer Arbeit zu begleichen wussten. Eine Führung nach Schließung des Lokales ermöglichte diese heimlichen und seltenen Aufnahmen der Inneneinrichtung des Restaurants.

Montag, 14. April 2008

Tage & Nächte in Amsterdam

Ein kleiner visueller Überblick über die ereignissreichen Tage in Amsterdam im Rahmen der Venuez Barshow. Der Genever-Konsum soll unbestätigten Angaben zufolge weit über den Durchschnittskonsum der Holländer gelegen haben. Die Fabulous Shakerboys erwiesen sich einmal mehr als großartige Gastgeber! Bei der ersten internationalen Presentation der Traveling Mixologists im Rahmen der After Show Party der Venuez wurde ausgiebig gefeiert und die Angebotspalette an Drinks musste innerhalb kurzer Zeit zusammengestrichen werden, da der Gast übermäßig handgefertigte Getränke konsumierte. Rocking!!!

Montag, 31. März 2008

Ticket Verkaufsstart für Tales of the Cocktail


Morgen, am 1.April, beginnt der Vorverkauf für den Cocktailevent des Jahres auf amerikanischen Gebiet. Die Tales of the Cocktails in New Orleans/Louisiana finden in dieem Jahr zum 6. mal statt.

http://www.talesofthecocktail.com/2008

Donnerstag, 13. März 2008

Traveling Mixologists bei der Barshow Amsterdam

Nun ist es amtlich, die Traveling Mixologists werden während der Barshow Amsterdam 8./9.4.2008 die deutsche Vertretung übernehmen und der internationalen Zuhörerschaft Auskunft über die Trends hierzulande geben.

Der Slot von 45 min ist für den 8.4. 12.00 Uhr angesetzt.

Später am Abend bei der After Show Party werden dann (fast) alle Traveling Mixologists vereint hinter dem Tresen stehen und ausgewählte Drinks kredenzen.

Dienstag, 18. Dezember 2007

Programmplanung 2008

Es scheint ein wenig so als ob der Bitters Blog das Jahr ein wenig früher ausklingen lässt als Gleichgesinnte, dies werte Leser ist ein gänzlich falscher Eindruck.
Herr Meyer ist verständlicher Weise momentan mit der Etablierung seiner neuen Trinkstätte in Hamburg mehr als beschäftigt und liegt nicht auf der Karibik auf der faulen Haut und auch meine Wenigkeit ist noch bis zum Feuerwerk geschwängerten Ausklang, dieses für den Barstandort Deutschland sehr erfolgreichen Jahres bestrebt einige nützliche Informationen unters Volk zu bringen.

Die steigende Zahl der mehr oder weniger wichtigen Veranstaltungen zum Thema Bar verlangt nach einer bestmöglichen Organisation des Terminkalenders und bringt so manche Überlegung mit sich die sich diesbezüglich stellt.

Neben dem Termin für die Amsterdam, London and Berlin "Barshow"(Herr Adam möge mir die leichtsinnige Verallgemeinerung verzeihen) gibt es mit einer ersten Veranstaltung in Paris einen Event der darauf abzielt, sich der nicht unbedeutenden Geschichte die Frankreich in Bezug auf gemischte Getränken spielte(und spielt!) bewusst zu werden und im Umkehrschluss darauf für die Zukunft aufzubauen. Junge Talente sind auch in Paris kein Fremdwort und spätestes seit der Veranstaltungsreihe im "Experimental Cocktail Club" ist man sich diesem Fakt auf internationaler Ebene bewusst.

Die Barshow Paris unter dem Namen "Cocktails & Spirits" und ihre Details!

Cocktails & Spirits est le premier salon professionnel à promouvoir la culture française des cocktails et des spiritueux les 25 & 26 mai 2008 à La Maison Rouge à Paris.

Cocktails Spirits is the first French on trade event to promote & celebrate the French cocktail culture and its history.
An unique event to share knowledge, passion and discover products while networking with key movers & shakers from the spirit world coming from all over the continent.

Kontakt: thierry@liquidliquid.org

Das wir vor Ort sein werden versteht sich von selbst.

Wir wollen an dieser Stelle natürlich nicht den wohl in seiner Aussenwirkung Grössten Event des nächsten Jahres vergessen auch wenn die Anreisezeit etwas mehr Geduld verlangt.

Die Tales of the Cocktail in New Orleans finden zwischen dem 16-20 Juli statt.

Wir haben im Seitenmenü diesbezüglich einen Kallender mit allen wichtigen Daten verfasst.

Donnerstag, 12. Juli 2007

NY BARSHOW-Bottom Line

Ein aufschlussreiches Video über die Mitte Juni veranstaltete Barshow in New York zeigt eindrucksvoll Dinge die die Welt nicht braucht-vom WC Reiniger einmal abgesehen.

Ein Prosit auf die Trinkkultur!

Samstag, 2. Juni 2007

Where to drink in London?

LAB BAR-12 Old Compton Street, London
GREEN & RED-51 Bethnal Green Road
HAWKSMORE
-157 Commercial Street
MAHIKI
-1 Dover Street, Mayfair
MONTGOMREY PLACE
-31 Kensington Park Road
MATCH BAR
-37-38 Margaret Street
MILK & HONEY
-61 Poland Street
THE DORCHESTER
- Park Lane
DUKES
HOTEL-St James’s Place
ARTESIAN
Langham Hotel-1C Portland Place
BALTIC 74
-Blackfriars Road
BLUE BAR AT THE BERKELEY
-Wilton Place
CLARIDGE’S BAR
-Brook Street
CONNAUGHT HOTEL
-16 Carlos Place
HAKKASAN
-8 Hanway Place
LOBBY BAR AT ONE ALDWYCH
-1 Aldwych
ROKA 37
-Charlotte Street
SHOCHU LOUNGE AT ZUMA
-37 Charlotte Street
TRAILER HAPPINESS
-177 Portobello Road
RED LION
-2 Duke of York Street
SAVOY
- Strand
SKETCH
-9 Conduit Street

Samstag, 26. Mai 2007

Lonsdale Bar London

Der in Scharen nach London zur Barshow eilende Schar von Bartendern und Vertretern der Spirituosenindustrie ist es auch in diesem Jahr wieder auferlegt, sich aus der schier unübersichtlichen Anzahl an angesagten, klassischen oder ultimativen "must go" Bars ein genussvolles Abendprogramm zusammenzustellen.

So sei an dieser Stelle auf das Lonsdale in Nottinghill verwiesen, welches sich in vorangegangenen Jahren als Treffpunkt und Garant für ausgezeichnete Drinks hervor getan hat.
Die 2003 eröffnete Bar ist im futuristischen Design der 70er Jahre eingerichtet und war Wegbereiter für den neuen Londoner Cocktail Ruhm.

Kein geringerer als Dick Bradsell, Londons Barlegende der Moderne, schuf den Grundstein für diesen in Form eines frischen und innovativen Cocktailkonzepts.
Seit kurzem zeichnet sich Dr. Charles Vexenat für das Cocktailmenü verantwortlich und besinnt sich in diesem auf die englische Geschichte und die in England erschaffenen Drinks die später in Amerika populär wurden.

So finden sich auf dem neuen Menü wieder Punches, Cups, Bucks, Flips und Sangarees. Waren diese Drinkgruppen doch seit den 30er Jahren kaum oder gar nicht mehr auf Getränkekarten zu finden, so bietet sich hier die rare Gelegenheit für den Interessierten diese Drinks aus fachkundiger Hand gefertigt zu geniessen und sich somit ein tieferes Verständniss für die Entwicklung der Trinkkultur zu "erarbeiten".

Charles war bis vor kurzem in San Francisco in Tommy`s Restaurant, der wohl besten Tequilabar auf diesem Planeten, tätig und ist einer von derzeit vielen umtriebigen Franzosen die die Londoner Scene neu inspirieren.

The Lonsdale

46 Lonsdale Road
London W11 3DE, U.K.

Mittwoch, 18. April 2007

Bols Bartending Academy

Als die wir vor kurzem zur Amsterdam Barshow reisten, waren die Erwartungen vollständig auf die Messe konzentriert und so war es ein wunderbarer Zufall, eben auch Phil Duff auf dieser anzutreffen. Phil ist Global Brand Ambassador der Firma Bols mit Sitz in Amsterdam und begeisterter Bartender mit grosser Leidenschaft.


Spontan lud Phil die deutsche Reisegruppe in das House of Bols ein, in dem auch die erst vor kurzem eingeweihte Bols Bartending Academy untergebracht ist. Der erste Eindruck war schon überaus positiv, als wir von einer Gruppe gutaussehender Damen in die Schulungsräume geführt wurden. Es gibt 12 Arbeitsplätze für die Auszubildenden, die, was Kompfort angeht absolut keine Wünsche offenlässt.
Wie uns Phil erklärte wird in einem rotierenden System gearbeitet um die Sauberkeit am Arbeitsplatz zu fördern-wer möchte schon einen unaufgeräumten Arbeitsplatz übernehmen? Der Fokus der Ausbildung liegt auf Exaktheit, Effizienz und Sauberkeit. Anfänglich wird ausschliesslich mit Wasser gemixt-hier geht es allerdings, anders als in einer bekannten Münchner Barschule, nur darum ein Gefühl für das Pouring zu bekommen. Ständige Kontrollen der genauen Mengen sind oberstes Gebot und nach Aussagen von Phil beherrschen die Auszubildenden das Maß innerhalb weniger Tage.

Ist das Wissen, einschleisslich Warenkunden, Geschichte und Standardcocktails erst einmal vertieft, wechselt man zu der Bar, die einem Arbeitsplatz in einer normalen Bar nachempfunden ist. Die "Gäste" können, dank Verspiegelung und Transparenter Bar, dem hinter der Bar Arbeitenden in jeglicher Position auf die Finger schauen und somit das Geschehen aktiv verfolgen. Sehr angenehm waren auch die an jedem Arbeitsplatz angebrachten Losungen für korrektes Verhalten in der Bar, hier wird gleichzeitig auch der Grundgedanke einer Bar, abseits von reiner Cocktailfertigung, den Neulingen vermittelt. Gastfreundschaft und Eleganz sollen nicht nur leere Worthülsen bleiben, man will den Neulingen des Gewerbes gleich von Anfang an den Weg zum guten Gastgeber aufzeigen. Gutes Konzept, grossartige Ausstattung und ein überaus engagiertes Team haben uns alle beeindruckt. Es wäre zu wünschen eine Barschule mit ähnlichem Qualitäts- und auch Zeitgeschichtlichem Anspruch in Deutschland zu haben.

Die Bar- und Cocktailkultur in Holland macht in vielerlei Hinsicht grosse Schritte nach vorn und hat in den letzten Jahren deutlich an Dynamik gewonnen.
Barschulen die hierzulande mit 80er Jahren Fancy-Sirup-Saft Endlosschleife die nachfolgende Generation von Bartendern auf den Beruf vorbereiten sollen, tragen nicht unbedingt zu einer Verbesserung der Cocktailkultur in unserem Lande bei.
Es heisst sich hier ein Beispiel zu nehmen!

Samstag, 7. April 2007

Barshow Amsterdam 2007


Impressionen von der Barshow 2007

In diesem Jahr bin ich es zum ersten mal zur Barshow nach Amsterdam gefahren und muss
sagen - ich war mehr als beeindruckt. Seit drei Jahren besuchte ich die Barshow in London und spätestens seit dem letzten Jahr habe ich sie als "Pflichttermin" in meinen Kalender aufgenommen.

Für diesen Pflichtterminstatus benötigte die Messer in Amsterdam genau ein, statt drei Jahre.

Als ich vor 3 Jahren das erste mal nach London zur Barmesse flog, war ich enttäuscht. Seinerzeit war die Barshow UK eine überwiegend lokale Messe - Alles drehte sich um Bartender aus UK, insbesondere aus London. Das war zwar hochgradig interessant, es war nur schwer als Außenstehnder "Fuß" zu fassen - so blieb man Beobachter und nicht Teilnehmer. Die Messe war aufwendig organisiert und impulsant inszeniert, dennoch konnte ich der Messe nicht mehr als einige Stunden abgewinnen, und entschloss mich, die weitere Zeit mit sinnvollen Dingen wie Drinks in diversen Bar zu konsumieren, zu gestalten.

Im Jahr drauf, traff ich die ersten bekannten Gesichter - Helmut Adam kannte ich zu jener Zeit und einige wenige Bartender aus Deutschland. Die Präsentationen und Vorträge waren weiterhin fest in UK/London Hand. Das Programm war gewonnt hochwertig, die Messe wurde Internationale rund öffnete sich anderen Ländern.

Im letzten Jahr hatte die Londoner Barshow in meinen Augen einen riesen Schritt getan: Die Organisatoren hatten die Referenten International ausgewählt - Andre und Henry vom World Wide Cocktailclub sorgten für ein ungemein interessantes Programm. Außerdem waren relative viele Deutsche Bartender vor Ort, was sich sowohl zur Messe, als auch im Anschluß / Abendprogramm als großartig erwies. Schnell kam man mit UK und Internationalen Bartender und Größen ins Gespräch - die Messe hatte sich von einem Jahr zum nächsten in meinen Augen "internationalisiert".

Link: sevenload.com


Diesen Faktor schafte die Amsterdamer Barshow gleich in meinem ersten Jahr - eine interessante Mischung von Bartender und Referenten aus ganz Europa und den USA. Interessante Kontakte und Gespräche. Die Barshow NL war sehr gut organisiert und der Auftritt der Messe sehr anspruchsvoll. Ein Teil der Vorträge wurde leider in Holländisch abgehalten und wenn man sich etwas wünschen dürfte, wäre es ausschließlich in English vorzutragen. Zugegeben ist dies eine hochgestelltes Ziel und ich stellte mir vor, wie Deutsche Bartender auf einer "Deutschen" Barshow ausschließlich Englisch sprechen. Kommisch wäre es schon und wahrscheinlich wird es noch etwas dauern - aber letzten Endes leben diese Barshows in meinen Augen vom Ihrer Internationalität (wie viele gute Bars auch...).

Ricardo Sporkslede, Inhaber "The Fabulous Shaker Boys" und Gründer des Bartender Network NL hat die Barshow NL ins lebens gerufen und zeichnet sich für die exellente Organisation und den Ablauf Verantwortlich. In einem Gespräch sagte er mir, das die Bar Szene in Holland im Vergleich zu Deutschland eher jung ist, sich seiner und meiner Meinung nach aber deutlich schneller entwickelt hat - man könnte sagen "rechts überholt!". Die Barszene in Holland ist sicherlich klein, deren Bedeutung aber schon heute international merkbar.

Zwei Deutsche Firmen beindruckten mich auf der Messe durch Ihre Weitsichtigkeit - früh hatten Sie das Geschehen in Holland wahrgenommen und durch eine Holländische Vertretung haben Sie Teil am BAR Trend/Boom in Holland.

Zum einem die Firma APS - PROBAR aus Hamburg. Die Damen und Herren rund um Matthias Bloeß und Shung S. Yiu sind schon seit einiger Zeit in Holland und bieten hier, ähnlich wie in Deutschland, hochwertige Barausstattung an. Sie Importieren Libbey Bar Glas und Hamilton Beach. Mit Ihrer Eigenmarke PROBAR wollen Sie verstärkt hochwertiges Arbeitsmaterial für Profibartender anbieten.

Zum anderen der High End Beverage Caterer UBS bar support / Hamburg von Ole Buddrus und Frank Frensdorff. Ihr holländisches Partnerunternehmen BARSUPPORT caterte einen Großteil der Messsebars, u.a. die beiden Bacardi Bars und die sehr große FOUNDER Bar. Ihr Projekt:"Wink's Wonderbar (Achtung, der Link wird Sie in den Wahnsinn treiben...)" setzte sich sehr kreative mit Thema RecycleBAR auseinander und die herrlich verrückten Konstrukte wie die Caipirinha Kanone und der Bierdosenschiessen-Öffner Handschuh waren in meinen Augen eine gelungene Abwechslung zu all zu hochtrabender Mixology.

Neben den umfangreichen Aussteller glänzte auch diese Barshow durch hochkarätige Vorträge und Vorführungen. Das Bartender Network NL und die Fabulous Shakerboy setzten an beiden Tagen Highlights mit einer Vielzahl an Vorträgen - ein Auszug:

  • Lost London Cocktails (Henry Besant, Dre Masso)
  • 1806 - Cocktails through the ages (Wayne Collins, Andy Gemmel)
  • 30 Classic Cocktails in 30 Minutes ( Henry Besant, Dre Masso)
  • Preserving our history
  • Ins & Out of starting a Cocktailbar (Misja Vorstermans, Rob van Looy)
  • How to infuse spirits and what to do with them (Andrew Nicholls, Misja Vorstermans)
  • Cocktails from the twenties till now ( Flint van den Gronden, Misja Vorstermans)
  • The World of Bartender Network (Ricardo Sporkslede, Tal Nadari, Misja Vorstermans)
  • Made in Germany, Switzerland & Austria , Helmtu Adam, Bastian Heuser und Stephan Berg
Den GSA Vortrag des Deutschen Teams haben wir gefilmt, leider fehlen die letzten 2 Minuten, der Chip war voll:


Link: sevenload.com

Die Organisatoren überraschten allerdings auch den einen oder anderen Vortragenden, wie z.B. Tom aus Köln, der aus dem Stehgreif auf die Bühne gerufen wurde - well done Tom! Die Aufnahmen von Toms Vortrag stammen von Michael Meinke aus Berlin.


Link: sevenload.com

Die Barshow war ein großartiger Treffpunkt für ein who is who der internationalen Barszene.
Ich und alle anderen Besucher haben neue internationale Kontakte geknüpft und Alte vertieft - allein aus diesem Grund ist diese Messe auch im kommenden Jahr eine Reise wert. Ich freue mich auf die Barshow UK im Juni.

EinSuchbild zum Schluss - Auf dem Bild kann man einen sehr aufmerksamen Zuhörer und Notizenschreiber erkennen. Der Mann neigt zu Baraffären und Gerüchten zufolge soll es noch in diesem Jahr eine Art Bar Show in Deutschland geben. Ich habe bis lang noch nichts offizielles darüber gelesen, bin aber für jeden Hinweis / Tip dankbar.

Die Barshow NL hat gezeigt, das das Bar Business eine kleine Nische besetzt. Mit knapp 5000 Besucher an zwei Tagen ist diese Messe eher klein - was Ihrer Professionalität aber nichts abgesprochen hat. London liegt meines Wissens derzeit bei knapp unter 10000 Besuchern. Ich bin gespannt ob es in Deutschland einen "Markt" für solch eine Show gibt.




Links Aussteller der Barshow NL (Die Global Player habe ich weg gelassen und sollten allseits bekannt sein)

Beverage:
,A Brand New Day, Baquba Rum, by the glass, Enomatic, Fourcroy-Lenselink B.V., Holland Beer import bv, Hooghoudt B.V., Iced Naturals b.v., iKi beer, juciy details, PIAZZA D'ORO, Pleasure & Liquers, Residance Wijnen,

Food:
DELI XL, Jacobus Toet BV,

Einrichtungen, Design, Technik, Barausstatter:
APS, INTERA, DEP BV, Dofine, Ege tapjit, Estida, FOCUS Showequipment BV, Gamko Horecatechniek BV, Gielissen Interiors & Exhibitions, H-E-R-M-A-N.COM, Heuvelman Sound & Vision, Horstermeer Interieuren BV, Hutten b.v., Interior Consult, KAJA Horecainterieurs, Kroeze interieurbouw, Kung Fu lighting, Marike, Meta_I.D., Mood Makers, Nog Harder, Oolaalaa, PALAU, Steelstuff,

Beverage Caterer:
Barsupport, FABULOUS SHAKER BOYS, BLACK BV, Boot Koffie, Shaken or Stirred,

Agenturen, Media:
Avontuur Thema-Varmgevers, Brandlink, Concepten op Locatie, Frame Pubishers, GBA design agency, theme nl, MENDO, Mise en place, MoVe, ON. BV, PRM, Puresang, SEVV,


Die GSA Cocktail von Stephan und Bastian:


Drinks by Bastian Heuser

gin cocktail

50 ml blue gin
1bsp gomme syrup
2 dashes TBT orange bitters
2 dashes TBT lemon bitters
1 dash maraschino
method: stir
garnish: grapefruit zest
glass: tumbler


side care (revisited)

40 ml asbach 8 years
10 ml amaretto di saronno
10 ml gomme
20 ml fresh lemon juice
lemon thyme
method: shake and fine strain
garnish: lemon thyme
glass: martini

GSA mulata

40 ml robnson echter rum,
20 ml mozart chocorange
5 ml gomme
25 ml fresh lime juice
method: shake and fine strain
garnish: orange twist, borgman spray
glass: martini




Drinks by Stephan Berg

Roman Old Fashioned
5 cl Veccia Romagna
1/2 Zuckerwürfel
2 BL Amaretto Disaronno
2 Dashes "The Bitter Truth" Old Time Aromatic Bitters
3 Dashes "The Bitter Truth" Orange Bitters
grapefruit and orange peel

Matinee Martini
3-4 Salbeiblätter(in einem Boston Shakerglas andrücken)
1 Barlöffel Ingwersirup
1,5 Barlöffel "The Bitter Truth"Orange Flower Water
6 cl Hendricks Gin
Alles kräftig schütteln und in ein vorgekühltes Martiniglas
feinstrainen. Mit Zitronenzest abspritzen und diesen dazu-
geben.


The John Glaser
4 cl Compas Box OAK Cross
1 cl Ramos Pinto Red Port
1 cl Chambord
2 dashes "The Bitter Truth" Orange Bitters
Flamed orange peel
Shake and strain!