Donnerstag, 15. Februar 2007

Goncalo & Michael - Gintastic & Old Tom


GIN-Tastic - 10
Originally uploaded by Joerg Meyer.
Goncalo de Sousa Monteiro mischt leidenschaftlich gerne gute Kreationen aus guten Spirituosen - teils hinter dem Tresen der Empfehlenwerten "Victoria Bar" zu Berlin, teils für ein sogenanntes berliner ""Magazin für Barkultur"" (der Chefredakteur soll Gerüchten zufolge Träger des Bar Verdienst Kreuzes sein) . Wenn er Zeit findet, macht er nichts lieber als sich und seinen Gästen einen Gin-tastic Evening zu bescheren.

Was passiert nun, wenn man diesen Liebhaber des Wacholder Saftes und Verfechter wirklich sorgfältig zubereiteter Getränke mit einem leidenschaftlichem Sammler Antiker Spirituosen zusammen bringt?

Richtig: a fabulous Tasting-Night of the Gin

Am kommenden Samstag, 17.2.2007 findet in Michael Meinkes
"Institute für angewandte Barkultur" von 18.00 bis 21.00 Uhr dieser sensorische Leckerbissen statt - Reservierungen sind zwingend erforderlich - Kontakt unter 0163-2075677

Michael und Goncalo haben ein beneidenswertes Treffen mit gestandenen Gentleman wie Booth's Gin, House of Lords, Booth's Dry Gin, Sir Robert Burnett Gin, Heinrich Dry Gin, Ihren raren, süssen Verwandten a la Booth's Old Tom Gin, Sir Robert Burnett Old Tom Gin, Rommel's Old Tom Gin, Hackney Distillery Old Tom Gin und dem holländischen Adel aus den Häusern Bols Citroen Genever, Bols Cassis Gin, Boudier Sloe Gin, XO Sloe Gin, Ketel oude Genever, Belgian oude Genever XO, Bols oude Genever.

Soll ich ehrlich sein: Ich würde hinfahren, wenn es irgend wie möglich ist.

Gegen den Strom...

Es ist, auch von renomierter Seite, immer wieder davon zu lesen, das ein Manhattan mit Canadian Whisky zubereitet werden sollte.
Dies mag sicherlich einen trinkbaren Drink ergeben, doch bleibt dem Durstigen wahrer Trinkgenuss verwehrt.
Die weitverbreitete Unsitte, den neben dem Dry Martini Cocktail, wohl zweit berühmtesten Cocktail einen faden kanadischen Blend als Basis zu geben, hat klare geschichtliche Gründe.

Ursprünglich war die Vorherrschende Whiskeyform in Amerika Rye(Roggen Whiskey). Verlangte man nach Whiskey, gab es Rye.
Bourbon Whiskey war weniger populär und wurde weit weniger benutzt und wenn, dann wurde mit Namen danach verlangt.

Als offizielles Geburtsjahr unseres Protagonisten gilt das Jahr 1874, als für Lady Randolph Churchill (keine geringere als Whinston Churchills Mutter) im Manhattan Club in New York eine Komposition aus dem nationalen Produkt(Rye Whiskey),
dem seit kurzer Zeit erhältlichen importierten italienischem Wermut und der wichtigsten Cocktailbeigabe damaliger Zeit, Bitters zubereitet wurde.

In frühen, niedergeschriebenen Rezepten findet man gern auch noch etwas Curacao und etwas Zucker. Man gab weiterhin einem Stück Zitronenschale den Vorrang zur Kirsche. Im laufe der Zeit allerdings reduzierte es sich auf die erstgenannten Zutaten. Dies blieb so für viele Jahre, bis 1919!

Als die Prohibition einsetzte wurden alle auf US amerikanischem Boden befindliche Destillerien geschlossen und ein Nachschub an Rye Whiskey fand nicht mehr statt. Gleichzeitig begann für die Destillerien im benachbartem Kanada die Blütezeit. Man produzierte immense Mengen an Whisky, die man an Schmuggler verkaufte, die damit den durstigen amerikanischen Markt mit seinen zahllosen Speakeasys versorgte. Firmen wie Seagrams verdanken der Prohibition sehr viel und hätten wahrscheinlich nicht bis zum heutigen Tage überlebt.

Da man nun fast nur noch Canadian Whisky erhielt, ersetzte man Rye mit Canadian. Gern wurde auch behauptet, Canadian sei auch Rye Whiskey. Dies stimmt bedingt!
Canadian Whisky ist fast ausschliesslich Blended Whisky, wobei ca. 85% Neutralalkohol ist und sich die restlichen 15% in Roggen und Maiswhisky aufteilen. Macht ca. 8% Rye Whiskey -zuwenig für meinen Geschmack!
Nachdem 1930 (immer noch Prohibition) Harry Craddock in seinem "Savoy Cocktail Book" Rye oder Canadian empfahl, verwundert es nicht, dass sich viele spätere Autoren diese Cocktail Bibel der damaligen Zeit, als Vorlage für ihre Bücher nahmen.

Auch die I.B.A. wurde nicht müde Canadian Whisky zu propagandieren, auch besann man sich nicht besseres nachdem Rye wieder erhältlich war. Einer schreibt vom anderen ab und so zieht es sich wie ein roter Faden durch die letzten 70 Jahre.

Bourbon erlebte einen Aufschwung und Rye geriet nahezu in Vergessenheit. Seit einigen Jahren sind aber wieder mehr Rye Whiskeys erhältlich und die Topbars der Welt bieten Manhattans wieder mit Rye oder Bourbon an.
Es ist definitiv nicht zeitgemäß für eine Premium Bar, Canadian Whisky als gottgegebene Basis für einen Manhattan zu verwenden. Auch ist immer wieder erstaunlich, dass man zum möglichst preiswertesten Whiskey greift, anstatt nach dem Geschmack zu wählen. Ein guter Manhattan mit einer köstlichen Basis kann ruhig etwas mehr kosten.
Man ist es ihm schuldig!

Mittwoch, 14. Februar 2007

The Cantiñeros Club

Señor Fabio Delgado Fuentes, auch "Papa de los Cocteles" in Cuba genannt war der Grand Señor im exclusiven Club de Cantineros, einer exclusiven Vereinigung der Elite Bartender Cubas. Viele der Mitglieder erlebten die grosse Blütezeit der cubanischen Cocktailkultur während der Prohibition in den U.S.A. an aktiver Stelle mit. Leider ist Fabio vor kurzem in seinen Mitneunzigern von uns gegangen.
Er hat lange in der legendären Sloppy Joes Bar in Havanna gearbeitet-lang bevor Castro die Macht übernahm.

NY erlässt Gesetz: 1 Tötungsdelikt pro Bar und Jahr zulässig...


ice pick
Originally uploaded by Joerg Meyer.
Ich gestehe, der Titel ist reisserisch - ähnlich wie die Überschrift eines NY Magazin Artikels Namens ""City Proposal Could Limit Bars to One Homicide Per Year" ".

Diesem Erlass vorangegangen, waren wiederholte Gewalttaten im Millionen Dollar schweren NY Nightlife Business (Clubs, Diskotheken, weniger Bars im BITTERS-BLOG Sinne), überwiegend auf der seit einigen Jahren "angesagten" 27th Strasse.

Die Umsetzung für eine "Sichereres Nachtleben" hätte auch direkt aus dem EU Parlament kommen können. In Zeiten eindeutig nachvollziehbaren Bürokratieabbaus fragt man sich selbstverständlich: Wie viele Tötungsdelikte sind in Deutschland pro Bar und Jahr zugelassen? Nicht geregelt? Na, das geht aber nicht...

Ich freue mich auf einen EU Parlaments Entwurf, mehrere 100 Seiten dick, der nach vielen Jahren endlich Auskunft darüber gibt, ob eine tödliche Herzattacke in einer Bar, ausgelöst durch ein kontroverses Gespräch mit einem anderen Gast, im Sinne dieser neuen Verordnung als Mord (Wirt verliert im Wiederholungsfalle Konzession) ausgelegt wird.

Der Ansatz der Stadt NY, das Nightlife Business zu regulieren ist verständlich, die Umsetzung durch oben beschriebene Erlasse lässt mich aber durchaus schmunzeln.

Besser also: nicht zu viele Leichen im (Wein) Keller. Eine ist aber o.k.

Lesezeichen:

""Council Mulls Bill To Tighten".

""The Short, Drunken Life of Club Row".
Mit dem sehr gelungenen Untertitel:
How 27th Street went from grim to glamorous and back again in five Jäger-soaked years.

And the winner is...

Die Würfel sind gefallen! Bei der diesjährigen Suche nach der Bar des Jahres in Deutschland zu der die Firma Glenfiddich aufrief, setzte sich die Frankfurter Trinkstätte BIANCALANI gegen die Mitbewerber durch. Der Sieg dürfte in erster Linie der überaus kreativen Arbeit der geschätzten Kollegen BASTIAN HEUSER(barworkz@mac.com) und STEFFEN LOHR geschuldet sein. Glückwünsche nach Frankfurt!!!

Pisco Sour - Extension

Nachdem der Platz im aktuellen Mixology Nr.17 begrenzt war, gibt es an dieser Stelle noch einige zusätzliche Informationen zum Pisco Sour.

Glücklicherweise erhielt ich kürzlich von meinem Freund Daniel Estremadoyro aus Argentinien eine Flasche des original peruanischen Bitters "Amargo Chuncho" und konnte somit heute einen Pisco Sour mit peruanischem Pisco (danke Helmut) und den passenden Bitters probieren.
Einzig die "Lima" kam von irgendwo her.

Die Verwendung von Zitronen oder Limetten ist ein ständiges Streitthema in Bezug auf den Pisco Sour. Das bemerkenswerte ist, dass es in Peru keine Zitronen gibt. Man findet eine Zitrusfrucht die eher einer Limette ähnelt. Es gibt soviele unterschiedliche Limetten und Zitronenarten auf der Welt, das man schnell den Überblick verliert. Auf jeden Fall heißt besagte Frucht in Peru LIMA und man war vermutlich so angetan von diesem Vitamin C Spender, dass man gleich seine Hauptstadt nach ihr benannt hat(reine Spekulation).

Wie mir Daniel erklärte heißt Amargo natürlich Bitter auf Spanisch(das wusste ich auch schon), aber was Chuncho meint, dürfte wohl niemandem bekannt sein. Chuncho war der Name eines der bekanntesten und grausamsten Völker im peruanischem Amazonasgebiets und ihr Name wird heutzutage für alle Völker im peruanischem Dschungel verwendet. Weiterhin wird Chuncho für alle Personen verwendet die wild, frei und unzivilisiert mit der Natur in Einklang leben.

Eine weitere Bemerkung führt zum Thema GUM SYRUP, dieser war ursprünglich nicht einfach nur Zucker in flüssiger Form. Gum Syrup enthielt Gum Arabica, dieses wird auch heute noch aus zwei Akazienarten gewonnen und ist hierzulande als E414 bekannt und wird als Stabilisator und Verdickungsmittel in der Lebensmittelindustrie eingesetzt.
Gum Syrup hatte somit nicht nur die Aufgabe zu süßen, sondern gab der Mixtur eine andere Konsistenz und Komplexität(zu vergleichen mit der Zugabe von Eiweiß).

Weiterhin ist wissenswert, das peruanischer Pisco nur 1 mal destilliert wird. Dies ist umso mehr eine Besonderheit und erfordert viel handwerkliches Geschick. Wie im Mixology Artikel beschrieben muss man die später gewünschte Alkoholstärke bei dieser einzigen Destillation erreichen, eine Reduzierung mit Wasser ist nicht zulässig.

Ich fühle mich nach dem Genuss meines Pisco Sours auf jeden Fall recht unzivilisiert und gehe jetzt besser nicht mehr im Münchner Dschungel auf die Jagd nach Beute!

Cheers

Dienstag, 13. Februar 2007

"London is the best cocktail city in the world right now..."

Audrey Sanders said. "I hate to admit it, but it's true" Wie recht Audrey mit beiden Sätzen hat. Das Zitat kommt aus einem vor kurzem erschienenem Artikel der New York Times, von Kate Sekules "The Best Town to Make an Upper Lip Stiff" Dieser Artikel ist absolut lesenswert:

Dick Bradsell ist in Audrey Augen der Mann, dem London dieses sagenhafte Comeback des klassischen Cocktails zu verdanken hat.

1994 eröffnet er Dick's Bar, drei Jahre später, zusammen mit Jonathan Downey, die legendäre Match Bar. Mr. Downey hatte sich von Bradsells Leitsatz: "People will always buy quality" überzeugen lassen. Jonatha Downey, der Inhaber der Match Bar Group war vor seinem Einstieg ins Bar Business Rechtsanwalt und erinnert mich somit immer an einen gewissen David Emburry.

Interessant und mehr als lesenswert fand ich in dem Artikel folgende Feststellungen verschiedener Bar Größen -
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Junge, Kreative, londoner Barkeeper springen von Bar zu Bar, es fehlt die Konstanz. Wenn Sie bekannt genug sind, werden Sie Consultant oder Brand Ambassador !
so Dale de Groff

Tip ruiniert die Qualität der Getränke
Glauben Downey und Sanders

In Amerika sind Bartender Karriere orientiert,
in UK/Europa eher Schauspieler/Aktöre
so Sanders.

Europäische Bartender sehen Cocktailbartending als echte Berufung an. Man arbeitet sich von unten mit Gläserspülen hoch und Endet beim ausbalanciertem Drink.
So Robert Wattie - Lobby Bar at Aldwych Hotel

"Lemon gass and ginger syrup in the hands of the wrong bartender, can lead to disaster."

"Why a negroni is so different made with Aperol rather than Campari"

"When I go back to the US - everything seems sweet" so Mr. Silvia “Flavored vodkas, flowers and bits and pieces — pinkie-raising drinks. No. All my cocktails are made with alcohol.”

Of course, molecular mixology had to happen, but it’s not necessarily where a cocktail lover wishes to go.
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Zum Anschluss des Artikel gab es eine sehr schöne Liste mit den derzeit angesagten Londoner Bars:

ARTESIAN Langham Hotel, 1C Portland Place, Marylebone; 7636-1000.

BALTIC 74 Blackfriars Road, Southwark; 7928-1111.

THE BAR AT THE DORCHESTER 53 Park Lane, Mayfair; 7629-8888.

BLUE BAR AT THE BERKELEY Wilton Place, Knightsbridge; 7235-6000.

CLARIDGE’S BAR Brook Street, Mayfair; 7409-6307.

CONNAUGHT HOTEL 16 Carlos Place, Mayfair; 7592-1222.

HAKKASAN 8 Hanway Place, Bloomsbury; 7927-7000.

LOBBY BAR AT ONE ALDWYCH 1 Aldwych, Covent Garden; 7300-1000.

THE LONSDALE 48 Lonsdale Road, Notting Hill; 7727-4080.

MATCHBAR 37-38 Margaret Street, West End; 7499-3443.

MILK & HONEY 61 Poland Street, Soho; 7292-9949.

MONTGOMERY PLACE 31 Kensington Park Road, Notting Hill; 7792-3921.

ROKA 37 Charlotte Street, Bloomsbury; 7580-6464.

SHOCHU LOUNGE AT ZUMA 37 Charlotte Street, Bloomsbury; 7580-6464.

TRAILER HAPPINESS 177 Portobello Road, Notting Hill; 7727-2700.

Die diesjährige Londoner Barshow steht an und ich denke diese Liste könnte für das Abendprogramm eine echte Hilfe ein.

London wird jeden Cocktail Liebhaber begeistern - es ist das Europäische Zentrum unserer Cocktailkultur.

Das Bild stammt übrigens aus dem Streits Kino in Hamburg. Bis in die Sechziger Jahre gab es dort eine legendäre Bar. Berühmt gemacht hat diese Bar zu jener Zeit ein Bartender der "United Kingdom Bartenders Guild - UKBG" (siehe Wimple an der Wand)

Leider habe ich keinen Namen mehr von den beiden Herren - Falls jemand helfen kann - bitte ich um Nachricht.

Frauen vertragen weniger Alkohol als Männer!

Das Frauen oftmals weniger Alkohol als Männer vertragen(obwohl ich andere kenne), ist dem einen oder anderen wohl schon einmal aufgefallen. Nachdem man sich dem Thema auf wissenschaftlichem Wege genähert hatte, ist man um eine Erklärung reicher.
Das für den Alkoholabbau zuständige Enzym ADH ist im weiblichen Körper in geringerem Maße vorhanden als bei den Männern. Somit wird der konsumierte Alkohol auch langsamer abgebaut.
Weiterhin ist Alkohol wasserlöslich. Die Frauen haben aber einen verringerten Wasseranteil im Körper als die Männer und somit trägt dieser Fakt ein weiteres dazu bei, dass man den doch sehr unschönen Anblick betrunkener Frauen dann und wann ertragen muss.

Durch die vorangegangenen Gründe steigt auch das Risiko von Organschäden bei Frauen bei verstärktem Alkoholkonsum.

Drink Responsibly!

Montag, 12. Februar 2007

"Bar Wars" in NY - der schmale Grad der Selektion

Alex Balk, von Gwaker.com, gestattete mir oben stehendes Bild zu posten. Gwaker.com (daily Manhattan) berichtete heute über Old Town Bar At War With Waverly Inn. Eine New Yorker Institution, die Old Town Bar, hat dem neuen "posh" Restaurant Waverly Inn des Vanity Fair NY Editors Graydon Carter in sehr amüsanter Weise "den Krieg erklärt".

Wie man unschwer auf dem Bild erkennen kann, hat die Old Town Bar ein kleines Problem mit der Reservierungspolitik des Waverly Inn. Ich muss gestehen, dass ich die "Antwort" von der Old Town Bar für sehr lustig halte, etwas weniger unter der Gürtellinie wäre auch hier fein gewesen.

Interessant finde ich dabei, wie unterschiedlich ein ähnliches "System" beim geschätzten Publikum ankommt.

Zum Vergleich, Sasha Petraskes, 2000 gegründetes Milk and Honey New York. Die Idee: Ein Platz für interessierte Trinker, erstklassig zubereitete Getränke, extrem aufmerksames Personal und weltoffene Gästeklientel. Die Vergabe nach dem Prinzip "Apointment and Reservations only." Noch heute wird die Rufnummer in dem höchsten 30 Gäste fassendem Lokal geändert, sobald Sie mal wieder im Internet (verfluchtes Web 2.0) veröffentlicht wurde.

Dale de Groff war von den Anfängen dieser Bar und Sashas Person so begeistert, das er im einen kleinen Artikel im legendären The Craft of the Cocktail widmet. Sasha kam aus dem nichts (ok. er hat vorher im bis dato eher unbekanntem VON gearbeitet) und begann als einer der ersten wieder klassische Cocktails zu mixen. Er reduzierte die Bar auf das Wesentliche.

"The cosmopolitan is a ridiculous cocktail," Petraske said. "If you offer it, people will never try anything different. I don't carry cranberry juice anymore, so I don't have to make them." (wie recht der Mann hat - Cranberry ade - die Zweite!)

Die Früchte waren frisch, die wenigen Säfte ebenfalls. Er reduzierte Getränke auf ein Minimum, ließ alles was Posh und Angesagt war weg. Überteuerte Spirituosen und Markenwahn sind Ihm zuwider. Bis heute gibt er keine Interviews und es gibt nur verdammt wenig Fotos von Ihm. Seine geschlagenes Eis aus ganzen Eisblöcken, ein Stück für jedes Glas, wurde legendär:




Versteckt hinter einer unscheinbaren Tür eines "Schneiders" versteckte Sasha seine Bar.
Nach und nach wurden möglichst viele Zutaten selbst zubereitet, Granatapfelsirup, Ingwer Beer... alles hausgemacht. Mit der Zeit wuchs die Anzahl der erfahrenen Barkeeper und Maids auf deren Ausbildung er sein Augenmerk legte und die er überwiegend aus gastro fernen Bereichen rekrutierte.

Das wichtigste an einer Bar aber sind deren Gäste. Um hier die Richtige Mischung zu schaffen, gelten neben der Reservierungspolitik (Bekannte und deren Freunde/Empfehlungen) acht Regeln, die es zu beachten gilt:

„in order to respect the bar“:
No name dropping, no star-f*cking.
No hooting, hollering, shouting or any other loud behaviour.
No fighting, play-fighting, no talking about fighting.
Gentlemen will remove their hats. Hooks are provided.
Gentlemen will not introduce themselves to ladies. Ladies feel free to start a conversation or ask the bartender to introduce you. If a man you don't know speaks to you, please lift your chin slightly and ignore him.
Do not linger outside the front door.
Do not bring anyone unless you would leave that person alone in your home. You are responsible for the behaviour of your guests.
Exit the bar briskly and silently. People are trying to sleep across the street. Please make all travel plans and say all farewells before leaving the bar.

Quentin Tarantino war einer der Ersten, der die Ernsthaftigkeit dieser Regeln mit einem Rausschmiss quittiert bekam.
(Der damit verbundene Medien Rummel in NY kam der Bekanntheit der Bar selbstverständlich zugute)

Kurz: Sasha schaffte mit Jahre langer Arbeit einen situierten Platz für Cocktail Interessierte Menschen. Die Drinks sind hier zwar teuer (Rechnungen gibt es übrigens keine, CASH ONLY), aber die Kunden werden nicht nach Ihrem Einkommen oder gesellschaftlichem Status beurteilt. Jeder, der sich (auch noch im betrunkenem Zustand) benehmen kann, ist prinzipielle Willkommen.

Trotz des Regelwerkes und des permanenten Rufnummer wechseln (meist läuft auf den alten Nummern eine Charmante Ansage :" In Case of Fire - call 911") ist es Sasha gelungen, einen einzigartigen Platz, bei der gebotenen Qualität zu Recht nicht preiswert, aber fernab von hippness über Jahre zu etablieren.

Auch betriebswirtschaftlich ist das Konzept interessant (aber vielleicht auch nur in NY möglich) - Die Lage ist Off - Seitenstrasse Nähe China Town - Mieten (für Manhattan) eher günstig. Die Fassade der Bar wurde
nicht bearbeitet (spart Geld - eine Kamera und ein Summer mussten eingebaut werden - eine alte Schneiderpupe schmückt die runtergekommene Schaufenster - ach ja. neuerdings kann man den Eingang an einem Roten Eimer, gefüllt mit Sand und Zigarettenstummeln erkennen) - das Innenleben der Bar ist, in Anlehnung an ein Speakeasy, eher schlicht und einfach. Bis auf ein elektrisches Licht an der Bar und zwei Batterie betriebenen Notausgang Leuchten gibt es im Lokal ausschließlich Kerzenlicht (davon im Ganzen sehr wenig). Bei Gläsern wird auf jeden Design Aspekt verzichtet, sie sind schlicht und kommen z.B. von ARC, einem sehr preiswerten Anbieter aus Frankreich. Es gibt keine Rechnungsblöcke, kein Kassensystem, keine Internetseite, etc etc. Ein öfter zu wechselnder Telefonanschluss (in Amerika dank SKYPE und eines Mobiltelefons möglich - in Deutschland leider so nicht umsetzbar) und Visitenkarten ohne Telefonnummer sind die einzigen Werbekosten die man hat! Das Konzept ist Personalintensive (bis zu 4 Personen bei gut 30 Gästen) aber die Preise sollten einen Teil wieder wett machen. Andererseits habe ich den Eindruck (ohne dies zu Wissen), dass die Mitarbeiter auch für wenig Gehalt arbeiten würden, denn das Trinkgeld ist auch hier überdurchschnittlich gut und das Renommee des Hauses sorgt mittlerweile denke ich für eine Art Personal "Warteliste".

Bei meinen Besuchen hat mich das Mlk & Hny immer wieder beeindruckt. Am meisten beeindruck hat mich die Tatsache das ich Sasha Petraske nie hinter der Bar des Milk and Honeys angetroffen habe, die Bar aber dennoch ihr hohes Niveau hält.

In der Regel ist die Bar ein Personen bezogenes Geschäft - gerade wenn es nicht um "Nebensächlichkeiten" wie hippes Lokal oder Szene Gastronomie geht. Es ist unglaublich wie Sasha es geschafft hat, dieses System zu multiplizieren.

Milk and Honey, Little Branch, East Side Company. Beratung von Double Seven und nun der Bemelman Bar. Gründung einer Kooperation mit Jonathan Downey, Inhaber der Match Bar Gruppe London (die Internetadresse mlkhny.com gehört übrigens zu dieser -uk Gastro-Gruppe und der Londoner Mlk & Hny Bar)

Gerade übernommem: Jack's Luxury Oyster Bar (East Village) und bereits Eröffnet: Mighty Ocelot (Wein Bar & Belgisches Bier). Vor kurzem eröffnet: CUFFS and BUTTONS - New Yorks Premier Cocktail Service n zusammen mit Christy Pope and Chad Solomon (Ex Pegu) ...

Man könnte zu Recht behaupten, dieser Mann ist durchaus umtriebig. Er und seine Idee sind sicherlich alles andere als Arrogant, vielleicht gefallen Sie nicht jedem, er hat aber durchaus Erfolg damit. Es ging und geht Ihm darum, das richtige Konzept am richtigen Ort zu etablieren. Das unterscheidet Ihn eventuelle vom Anfangs erwähnten Mr. Carter.

Vielleicht hätte Mr. Carter eine Regel in sein Konzept mit aufnehmen sollen:

No name dropping, no star-f*cking.

Quinine Water - Nachtrag



Auf der Londoner Barshow des letzten Jahres, gewann die oben zu sehenden Tonic Auswahl mein Interesse.

- Russchian "ideal with Vodka"
- Hint of Juninper - Indian Tonic Water
- Hint of Pomegranate - Indian Tonic Water

Die Zusammensetzung des Russchian konnte mir im Gedränge der Messe durch die freundlichen und aufmerksamen Schweppes Damen und Herren nicht ganz vermittelt werden, bei den anderen beiden konnten im Geschmackstest die Namensgebung bestätigt werden.

Aus Spanien war mir schon SchweppesTonic "light" bekannt, was im Geschmack etwas "trockener", dem Figur bewußten Wachholder Liebhaber durchaus zugute kommt.

Bei der zu erwartenden Geschmacks und Produkt Vielfalt der kommenden Jahre, hätte ich eine Bitte an die kleinen und großen Hersteller der Tonics: Denkt über die Gebindegröße nach! Oben stehende Probeflaschen hatten 125 ml Inhalt - Perfekt. 0,2 Liter, wie in Deutschland üblich, sind meiner Meinung nach im Premium Bar Bereich unbrauchbar.

Leider konnte ich diese 125 ml Gebindegröße noch nirgendwo in Deutschland finden - aber sie ist in meinen Augen die Ideale Menge für einen guten Gin & Tonic. Ich weiss nicht, wie viele hunderte von halbvollen Tonic Flaschen ich in den Zeiten hinter einer Bar abgeräumt und ausgegossen habe - Ein guter Longdrink, mit sagen wir einmal 6 cl Spirituose, benötigt in der Regel nicht mehr Filler als ca. 100 ml.

Bei dem einen oder anderen schlecht geschenkten Gin&Tonic (in der Regel dann mit zwei verlorenen Eiswürfeln und einer vor Stunden geschnittenen und vertrockneten Zitronen Scheibe), mit vom Barfeind No.1, dem Controller, vorgeschriebenen 4 cl Alkohol- würde auch eine 75 ml Flasche reichen - das ist aber eventuelle ein anderes Thema.

In meiner Ausbildung vor gut 12 Jahren hatten wir in unserer Bar 100 ml Apollinaris SODA Flaschen. Perfekt für jeden Campari Soda oder als Dreingabe zu einen Scotch. Angeblich hatte Apollinaris dieses Flaschen nur noch für unser Hotel hergestellt, und es mußten immer Paletten abgenommen werden. Gegen Ende meiner Ausbildung wurden die Produktion von Apollinaris ganz eingestellt, da die Maschine außer Betrieb genommen wurde.

In meinen Augen fehlt es neben der Geschmacklichen Vorlieben an brauchBARen Gebindegrößen für Tonic Water und echtes Soda Wasser.

Wer immer eine Quelle hierfür kennt, möge uns vor all zu schwachen Gin Tonics retten.

QUININE WATER

Jeden Tag werden tausende Gin- oder Wodka Tonics überall auf der Welt bestellt und nachdem die Auswahl bei den angebotenen Marken stetig zu steigen scheint (was beim Konsumenten manchmal in wahren Markenfetischismus ausartet), macht man sich erstaunlich wenig Gedanken darum welches Tonic zur Anwendung kommt.
Das mag sicherlich daran liegen, dass auf diesem Feld die Firma Schweppes eine quasi Monopolstellung besitzt. Im Zuge der steigenden Ansprüche der Komsumenten, einhergehend mit der stetigen Suche nach dem individuellen Trinkgenuss, verwundert es wenig das kleine Firmen und engagierte Bartender sich dem Thema Tonic Water angenommen haben und Alternativen anbieten. Jordan Silbert hat kürzlich die Marke „Q“Tonic ins Leben gerufen und 1200 Portionsflaschen seines Tonicwaters produziert. Nachdem er die ersten Kontakte zu HighEnd Bars in New York geknüpft hat, hofft er auf weiter Vertriebsmöglichkeiten auch im Einzelhandel.


Auch die Firma STIRRINGS, Produzent von hochwertigen Cocktailzutaten hat fast unbemerkt im Juni ein dreifach gefiltertes Tonicwater in Amerika auf den Markt gebracht. Auch Charles Rolls, der einstige Erwecker der fast in Vergessenheit geratenen Gin Ikone Plymouth hat sein Fever-Tree Premium Indian Tonic Water basierend auf Sizilianischen Zitronen, afrikanischen Ringelblumen und handgepresstem Orangenöl aus Tanzania der durstigen amerikanischen Kundschaft präsentiert. Das das richtige Tonic in einem Gin/Wodka Tonic eine tragende Rolle spielt versteht man spätestens dann, wenn man mangels Verfügbarkeit des ohne Zweifel wohlschmeckenden Schweppes Tonic auf andere noname Produkte ausweichen muss. Wenn man so wählerisch in seiner Spirituosenmarke ist, warum nicht dem Tonic Gleiches zugestehen?

Tonicwater an sich in den letzten Jahren in seinen Geschmack, im Zuge der steigenden Zuckerpreise, unbemerkt von den Konsumenten teiweise recht stark verändert. In Amerika sind die grossen Produzenten vom Zucker auf high-fructose corn syrup umgestiegen um Kosten zu reduzieren. Die damit verbundene Veränderung im Geschmacksprofil bringt eine übermäßige Süsse mit sich, die nicht mehr von allen geschätz wird. „Q“ Tonic verwendet zur Süßung Agaven Nektar und Jordan Silbert hat nicht weniger als 2 Jahre in die Entwicklung der Rezeptur gesteckt. Charles Rolls auf der anderen Seite bezieht sein Quinin von der letzten arbeitenden Chinabaum Plantage an der Grenze vom Kongo zu Ruanda, wo die sogenannten Fieberbäume aus direkter Nachzucht der im 19 Jh. von Charles Ledger in Peru entdeckten Chinabäume stammen die eine angenehmere Bitterkeit besitzen. Die Bezeichnung Fieberbaum ist auch wieder ein Verweiss auf die in alter Zeit damit verbundene Malariaprophylaxe.

Wie im vorangegangenen Post erwähnten „Per Se“ Restaurant bot man 2004 als einer der ersten einen 17$ Gin&Tonic mit gemahlenem Quinin an. Seit dieser Zeit schossen Homemade Tonic in vielen Teilen der U.S.A. wie Pilze aus dem Boden. James Meehan, Bartender im Pegu Club und Gramercy Tavern NY arbeitete über ein Jahr an seiner Rezeptur, mit Limetten und Zitronengrass . Er glaubt fest daran, das hinter der Bar Platz für mehr als ein Tonic Water ist.
Die grossen Getränkekonzerne wird diese Entwicklung wohl nicht so schnell aus der Ruhe bringen, sie haben ihre Produkte gut positioniert.

Bemelmans Bar, Carlyle Hotel NY

Die Bemelman Bar im Carlyle Hotel NY gehört zu den besten Adressen New Yorks. Dale de Groff und Audrey Sanders (Pegu) haben in dieser exklusiven Adresse den New Yorker Geld Adel mit eisgekühlten Martinis (in Minikühlern auf crushed ice) versorgt.

Als ich das erste mal diese Bar betrat, war ich kurz verunsichert. Es war das einzige mal, das ich es in NY für nötig hielt, den Bar Steward zu fragen, ob ein dress-code, "Tie and Jacket", erwünscht ist.

Kein dress-code, wobei das Publikum an diesem frühen Abend etwas anderes vermuten ließ. Die Bar war bereits sehr gut gefüllt und das Publikum eindeutig mehr als Vermögend.

Einen Platz an der Bar, einen Martinicocktail in der Hand, hatte ich das außergewöhnliche Vergnügen zwei wirklich erfahrenen Barkeeper bei Ihrer Interaktion mit diesem sehr speziellem Publikum zuzuschauen.

Die beiden Barkeeper trugen rote Barkeeper Jacken, was sehr an die bekannte La Floridita in Havana erinnerte. Beide waren jenseits der 50 und kannten einen Großteil der Gäste mit Namen. Sie bedienten das Publikum angenehm arrogant - das mag sich widersprüchlich anhören und grundsätzlich hasse ich nichts mehr als arrogante Servicemitarbeiter - in diesem Fall war dieses Verhalten aber

a.) angebracht
b.) vom Publikum in meinen Augen durchaus gewünscht
c.) im Zusammenspiel mit den Gästen so interessant, das ich ganze drei Drinks bleiben musste, um diese Interaktion zwischen Gästen und Barkeepern zu begreifen.

Die Barkeeper mixten Ihre Drinks auf den ersten Blick eher fahrlässig. In den Bewegungen äußerst routiniert wurden ohne Ausgießer oder Jigger, frei aus dem Handgelenk, eher grobe Mengen Vermouth und Wodka in einem Rührglas vereint. Nach eher angedeutedem "Rühren" in Kombination mit einer enorm großen Olive in ein vorgekühltes, sehr kleines, Martini Glas gestraint. Der Rest des Inhalts kam in eine winzige Glaskaraffe und wurde in einer Glasbowle auf viel crushed ice zum Drink dazu serviert. (man goss sich selber diesen Eiskalten Nachservice ins Martiniglas).

Ich brauchte einen Moment um zu Verstehen - Die Drinks wurden wenn auch gekonnt eher Gleichgültig zubereitet - die Barkeeper waren keinesfalls unaufmerksam - eher das Gegenteil war der Fall - Sie hatten ein sehr gutes Auge für alle Gäste. Sie hatten nur über die Jahre von einem Teil Ihrer Kundschaft "gelernt" das diese keinesfalls wegen der Drinks ( was soll man von Wodka Martini Trinkern erwarten) bzw. der Zubereitungsqualität hierherkommen. Einzig und allein der Gesellschaftliche Aspekt, das Sehen und Gesehen werden waren für diesen Teil der Gäste von Bedeutung. Dieses oberflächliche Gehabe Ihre Kundschaft mit Geringschätzung zu strafen, war eine Erklärung für die sehr legere Zubereitung der Getränke.

Ich wartete mit meiner Bestellung einen Moment, bis es etwas ruhiger wurde. Ich bestellte einen Rye Manhattan mit Orange Bitter. Sofort wurde der Barkeeper aufmerksam und wir kamen ins Gespräch. Die Zubereitung dieses Getränkes war mehr als Sorgfältig und das Ergebnis köstlich.

Ich glaube es fällt selbst dem passioniertestem aller Bartender schwer, die Sorgfalt und Liebe zu Getränk zu wahren, wenn er Tag täglich mit Desinteresse seitens seiner Gäste kämpfen muss.

Der Tip in dieser Bar muss unglaublich sein. Die Meisten Drinks lagen um die 13,00 Dollar und nicht selten wurden lapidar 20,00 Dollar "Danke Stimmt so" auf den Tresen gelegt.

Dieser Barbesuch war für mich ein Lehrstück und ich musste gestern etwas schmunzeln, als ich einen Artikel vom New York Magazin lass.

Die Bemelman Bar wird nun von Sasha Petraske bei der Erstellung ihres Getränke Menüs beraten und die Hoffnungen des Autors ruhen auf dem sehr bekannten Brian Van Flandern - die Bar endlich wieder zu dem zu machen, was sie seiner Meinung nach einmal war.

Grundsätzlich halte ich das zu Rate ziehen von Herrn Petraske für sehr sinnvoll (ich hoffe er nimmt dem Haus ein ordentliche Berater Gehalt ab) und die Rekrutierung von Brian Van Flandern für einen echten Gewinn. Die Frage ist nur, ob sich diese beiden Herren, so zu sagen geschätzte Mixologen, am diesem Publikum nicht die Zähne ausbeisen werden.

Sorgfältig zubereitete Getränke mit frischen und hausgemachten Zutaten müssen Ihren Preis haben. Der Grad zwischen anspruchvollen Getränken und snobistischem Gehabe ist bei dem Luxusgut Bar immer sehr dünn. Ich hoffe diese beiden Wahrer der Trinkkultur, die in der Vergangenheit schon so unsagbar vieles für die "neue" Trinkkultur getan haben, werden sich bei diesem Publikum nicht vergebens bemühen.

Bian van Flanderns kommt aus dem "PER SEE" Restaurant und hat in der Vergangenheit mit seinem selbst gebrautem Tonic Water aus importiertem "quinine" für Aufsehen gesorgt. Sein bekanntester Signature Drink ist ein "Flaming Dutchman" Cognac, Sherry, Gin und Bitters mit etwas Zitronensaft und abgeflammter Zitronenschale.

Ich habe leider kein genaues Rezept, wer es nachreichen kann, möge dies bitte tun.

Hoffe, das die Beiden in der Bemelman Bar erfolg haben werden.

So oder so ist diese Bar auf jeden Fall einen Besuch wert - allein
schon des gesellschaftliches Schauspiels wegen.

Bemelman's Bar ( The Carlyle Hotel)
Address: 35 E. 76th St
Cross Street (Madison Ave), New York
Phone: 212-744-1600

Per Se
Time Warner Center
10 Columbus Cir., 4th fl., New York, at 60th St.
212-823-9335

Sonntag, 11. Februar 2007

Alerts and Nerds



Der lesenswerte Genuss Blog schreibt in einem Artikel über ein Gastro Blogger Treffen :" Es treffen sich ... keine Nerds und Geeks." - nun - Zeit sich zu outen:

Ich bin ein Nerd!

Um bei knapper Zeit nicht völlig den Überlick zu verlieren habe ich mir einige Google Alerts gesetzt, die mich einmal die Woche auf dem laufenden halten. Für das deutsche Bar Business gehört Helmut Adam sicherlich zu den relevantesten Schreibern. Der heutige "Helmut Adam" Alert versetzte mich aber doch in Staunen "...Helmut Adam ist vom Bundespräsidenten Horst Köhler mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden." Kurze Verwirrung - ich wußte, dass ich zuviel Feierabend Drinks genommen hatte - Nun ja!

Das Verdienstkreuz am Bande für die Förderung der Barkultur wird sicherlich noch auf sich warten lassen (eher ist mit einer Prohibition zu rechnen) - Falls Herr Köhler oder seine Nachfolger drüber nachdenken sollten, möchte ich schon jetzt Helmut Adam vorschlagen.

Anleitung zum stilvollen Benehmen

Frank Vincent, bekannt aus unzähligen Mafia Filmen wie Goodfellas, Casino oder The Sopranos ist die Verkörperung der Guten alten Gentleman Schule schlechthin(auch wenn er meisst nicht gerade den netten älteren Herrn von nebenan in den Filmen gibt). Er nahm es sich zur Aufgabe der Welt ein Buch zu schenken um dem Verfall von Stil und Etikette ein Ende zu setzen.
A Guy's Guide to Being a Man's Man ist der Knigge für den modernen Mann. Endlich erklärt mal einer wie man die Tätigkeiten des männlichen Daseins mit Stil verrichtet. Er widmet sich in seinem Werk ausgiebig Barrelevanten Themen, z.b.Wie behandelt ein Mann seinen Bartender?"Der Bartender ist dein Freund, nicht dein Diener!", Welche Trinkgelder sind zu zahlen?"Sei nicht geizig!", Was für Drinks sollten geordert werden?"Nie etwas mit Saft und niemals mit Trinkhalm oder Schirmchen!",Wie zündet man seine Zigarre an?, Wie behandelt ein Mann Frauen? Fragen über Fragen! Frank hat die Antwort. Das Buch heisst zwar "BEING A MAN`S MAN", aber auch Frauen sollten es unbedingt lesen um die richtig coolen Jungs zu erkennen!

Samstag, 10. Februar 2007

Was ist eigentlich... TRINKGELD?



Heute las ich einen Artikel:Was ist eigentlich... TRINKGELD? in dem von mir geschätzten Magazin BRANDEINS .

Ich fand den Begriff Trinkgeld nicht ausreichend erklärt. Die Vergabe von Trinkgeld ist hier in meinen Augen kurz: sehr spießig und formell geregelt. Man nehme 5 bis 10 Prozent der Rechnung (ja nicht 15, sonst denken Ihre Kollegen oder Vorgesetzten Sie sind Verschwendungssüchtig) und bei Kreditkarten schlagen Sie die entstehenden Kreditkartengebühren mit auf.

Dabei gingen mir folgende Gedanken durch den Kopf:

- Ist das heutige "Der Große Knigge" noch im Sinne des Freiherrn von Knigge/ Buch "Über den Umgang mit Menschen (1788)"? Besteht die Möglichkeit, dass die bis aufs Prozent vorgegebene Vergabe von Trinkgeld dem geschätzten Freiherren mehr als zuwider gewesen wäre?

- Ohne dem Knigge treuen Business Kunden zu nahe treten zu wollen - ein geschickter Kellner/Barkeeper wird die Provisions-Kosten der Kreditkarte seinem Arbeitgeber unbemerkt aufs Auge drücken und das erhöhte Trinkgeld gleich einstecken.

- Wieso erkennt hier der Kreditkarten zahlende Kunde die Kosten dieses Zahlungsvorgangs an und warum könnte man diese zum Wohle der "Bargeld" Kundschaft nicht immer dem in Rechnung stellen, der sie mangels Bargeld verursacht?

Der lesenswerte Text stellte allerdings eine für mich existentielle Regel beim Umgang mit Trinkgeld klar heraus: "...das Personal sei professionell und aufmerksam, egal, ob der Gast Trinkgeld gebe oder nichts". Die Arbeit vor und hinter der Bar sollte stets unabhängig von der Höhe eines Trinkgeldes professionell sein.

Die Höhe des Trinkgeldes variiert und ist meiner Meinung nach von mehreren Faktoren abhängig. Selbstverständlich bekommt man in eher ländlichen Regionen weniger Trinkgeld als in Großstädten. Je nach Art und Ausstattung des Hauses wird das Trinkgeld schwanken. In meinen Augen fragwürdige Tricks aus der vor Jahren veröffentlichten Trinkgeldstudie der Cornell University, wie z.B. das "Auf Augenhöhe knien und Gäste anfassen" finde ich spätestens ab einer gewissen "Klasse" des Lokals unangebracht.

Was ich beim gesamten Artikel vermisse, ist der SPAß beim Trinkgeld geben. Versuchen Sie es einmal - es ist ganz einfach! Wenn Sie wie im Artikel beschrieben 12,90 Euro bezahlen müssen, geben Sie nicht "Vorschriftsmässig" 14,00 Euro - geben Sie 15,00 Euro - Sie hatten eine gute Zeit!

Wenn Sie einen großartigen Barabend hatten, geben Sie bei 126,00 Euro Rechnung nicht 140,00 Euro sondern 150,00 Euro! Guter Service, ein unvergesslicher Abend etc sind nicht in Prozenten zu messen. Vergessen Sie engstirnige, kleinkarierte Vorgaben - geben Sie was Sie wollen und fühlen Sie sich gut dabei - sollen andere von Ihnen denken was Sie wollen.

Kellner und Barkeeper sind auch nur Menschen und Berufsehre hin oder her, auch hier gelten einige eherne Gesetze:

Wenn Sie in einem Lokal öfters verkehren, ein angenehmer Gast sind und sich auch durch angemessenes Trinkgeld ausgezeichnet haben, werden sie immer bevorzugt bedient und bekommen eher einen Tisch etc.

Die Arbeitgeber wissen in der Regel oft sehr gut, welches Trinkgeldpotential ein Haus hat und passen die Gehälter in der Regel an das Trinkgeld an. In Hamburg habe ich in meinen Jahren hinter der Bar folgende Erfahrungen gemacht:

Schlechtes Trinkgeld (Barkeeper eher Tresenkraft) max. 20.00 Euro am Abend.
normales/gutes Trinkgeld im Mittel 35.00 Euro Trinkgeld am Abend
Sehr gutes Trinkgeld 50.00 bis 60.00 Euro am Abend

Darüber hinaus gibt es vereinzelte Barjobs mit bis über 100.00 Euro und mehr am Tag.

Ein Artikel auf http://www.promixology.com
erzählt von amerikanischen Verhältnissen:

"or all these players, the pressure to create a buzz about a drink, or just to get New Yorkers to notice one version of a martini over the thousands of others, is intense. And the stakes are high. One cocktailier says he makes about $400 a night in tips when business is good."

T.I.P. - "To Insure Promptness" - Regeln sind ein graus - sein Sie ganz Sie selbst. Wenn Sie einen erstklassigen Abend hatten, geben Sie ein erstklassiges Trinkgeld - es müssen ja nicht gleich 2 Millionen Dollar sein

Cocktails Over Canal, Don, Cocktailian and flickr


jiggers
Originally uploaded by Cocktailian.
Web 2.0, so eine aktuelle Studie, vereint Menschen mit "Special Interest" die sonst wahrscheinlich nie zusammen gefunden hätten. Stimmt! Vor gut 6 Monaten hatte ich das Vergnügen "cocktailian" über meinen Flickr Account kennen zu lernen. Aufgefallen war mir oben stehendes Jigger Bild und es gehörte zu einem Bilder-Set Namens: Cocktails over Canal. Seiner Zeit hatte Cocktailian noch einen Link zu einem Blog, der sehr anonym über wöchentlich stattfindende Treffen von Cocktail Liebhabern in privaten Wohnungen in Manhattan berichtet - leider wurde dieser blog mittlerweile gelöscht / gesperrt.
Wenn man auf dem Verteiler war, wurde man per SMS über den wöchentlich wechselnden, nächsten Treffpunkt informiert.

Vor kurzem schrieb ich Don und er erzählte:


Cocktails Over Canal started as a personal learning project
just over a year ago. I have aways been, and still am,
interested in food but didn't get into cocktails until
about 2 years ago. Before then even though I had worked as
a bartender for a few years I only drank beer and whiskey.
When first I went to Milk & Honey and Pegu Club it was like
opening my eyes for the first time. I never knew how good
cocktails could be and needed to know how I could make
cocktails like that myself. I began by reading and talking
to the bartenders at Pegu Club but it quickly became
obvious that I would need to practice if I wanted to learn
more.

At about the same time I found LeNell's store in Brooklyn
and began collecting bitters and whiskeys. Thus the first
drink I tried to really learn everything about was the
Manhattan. I spent a month trying different variations of
whiskeys, vermouths, and bitters every night. It was great
to play with cocktails myself and I learned a lot more from
trying things out than I did from any book. But there are so
many different base spirits and types of cocktails that I
knew it would take too long to learn if I only made drinks
for myself.

Thats when I got a couple of friends together who were also interested in cocktails and
started a weekly cocktail party. Our primary motivation was
to learn and try making different drinks, both classics and
new drinks, so we didn't want to charge our friends for our
service and only asked that they pay enough to cover the
costs of ingredients. Each week we would get a couple more
bottles to add to our collection and researched a few more
classic cocktails. Eventually it grew beyond our immediate
friends and at the moment I close to 200 people that ask to
be notified when we have cocktail parties. (We only take the
first 20 people to rsvp though.)

The name Cocktails Over Canal came about because I live on
Canal St in Manhattan. My living room/kitchen is the entire
top floor of the building and the north wall and ceiling is
glass, like a green house. From there you have a view of
Canal St and the lower east side. Hence cocktails over
Canal St.

For almost all of 2006 we threw cocktail parties at least 3
times a month.

Das es bis zu mehr als 200 Gäste pro Abend wurden, mag vielleicht auch an solchen Artikeln (BILDERN) liegen.

Da die Treffen immer größer wurden und die Gästeschar immer unkontrollierter, stellte das motivierte Mixologen Team seine Arbeit im Januar 2007 vorerst ein. Don und seine Freunde überlegen derzeit, was sie aus dem cocktails over canal Konzept machen - wahrscheinlich werden sie es auf maximal einmal im Monat zurückfahren und sie überlegen einen gewerblichen cocktail catering service für private Feiern in NY zu starten.

Es sei zu erwähnen, das Don nur kurz in seiner College Zeit hinter einer Bar stand und sein Geld eher mit der Lösung von IT Problemen verdient. Seine Foto Sets zeigen, das Cocktails over Canal Jahr hat neben sehr viel Spaß und Leidenschaft zum Drinks mixen, seine Spuren hinterlassen.

Und wer ganz genau hinschaut, entdeckt einen bekannten Bitter - im tiefsten Manhattan, in guter Gesellschaft. Habe Don erst einmal die fehlenden drei Vertreter geschickt - möchte schließlich demnächst einen Ramos in der Canal Street trinken

Bombay Sapphire bald wieder mit 47%Vol ?


Nach angeblich deutlichen Absatzrückgängen bei Bombay Sappire in der letzten Zeit, hat man wohl noch mal nachgedacht, ob die Idee der Reduzierung der Alkoholstärke von ursprünglich 47%Vol auf schlappe 40% Vol wirklich so ein cleverer Marketingschachzug war. Es gibt die ersten Gerüchte, dass man in Zukunft beide Versionen regulär anbieten will. Die zwischenzeitlich fast ausschliesslich im Duty Free erhältliche 47% Vol Version soll wieder den Glanz eines Premiumgins verstrahlen. Es bleibt abzuwarten, ob man den normalen Bombay Gin(White Label) auf den deutschen Markt bringt. Unbestätigten Angaben zufolge ist der Verantwortliche für diesen Imageschaden auf der Suche nach einer neuen Anstellung.

Freitag, 9. Februar 2007

A Clover Club in Bostons Park No.9


Clover Club
Originally uploaded by Joerg Meyer.
Auf eine Empfehlung von Drinkboy Robert Hess hin, besuchte ich das No. 9 Park in Boston. Der Name ergab Sinn, die Adresse sehr Zentral in der Park Street No. 9. Am frühen Abend war das Park No. 9 gut besucht und ohne Reservierung einzig zwei Plätze an der Bar frei ( ganz in meinem Sinne). Das No.9 besteht im Wesentlichen aus drei miteinander verbundenen Räumen, der Bar mit wenigen Tischen zum Essen, einem kleinen Bistro zum Essen/Trinken und einem " Fine Dine" Restaurant zum Dinner. Herrlich unkompliziert konnte man selbst an der Bar von allen Speisekarten bestellen. Die Küche erwies sich als großartig und als eine der Besten während meiner gesamten US Tour (von Kanada ganz zu schweigen). Hinter der Bar agierte John Gertsen und dieser Barkeeper beherrschte sein Fach meisterlich. Ich bestellte bei Ihm auf seine Empfehlung hin einen Clover Club . Beim ersten Schluck war gleich zu merken das dieser Drink einen mir bis dahin eher unbekannten Fruchtgeschmack hatte. John ließ nicht lange mit der Antwort auf sich warten: hausgemachter, frischer Granatapfel Sirup.

Im Gegensatz zu den traurigen Grenadinesirups auf dem Markt, die in der Regel mit einer ganzen Menge E's , Geschmacksverstärkern, künstlichen (oder natürlichen) Himbeeraromen und gelegentlich dann doch mit einem kleinen Rest von sagen wir einmal 3% Granatapfelsaft daher kommen - war dieses Sirup zu 100% aus gepresstem Granatäpfelsaft und Zucker hergestellt.

Eine völlig neue Geschmacksdimension.

Es folgten weitere Granatapfelsaft Drinks, z.B. ein Jack Rose, bei dem John mir den Unterschied zwischen amerikanischen Apple Jack und Calvados erklärte - köstlich!

Für Boston möchte ich mich Roberts Empfehlung anschließen - im Boston No. 9 wird große Ess- und Trinkkultur ganz unpompöse und selbstverständlich zelebriert - dies hat seinen Preis, ist bei der gebotenen Qualität aber mehr als gerechtfertigt.

Vor einem Boston Besuch ebenfalls empfehlenswert:
die Lektüre von Lauren Clarks Drink Boston Blog.

Noch gibt es in Deutschland frische Granatäpfel (Saison beginnt im September/Oktober) und die Herstellung eines eigenen Granatapfelsirups ist sehr leicht. Man teilt die Granatäpfel und gibt die im Inneren vorhandenen Kerne in eine Kartoffelpüree Presse. Die Kerne nicht zu stark auspressen (wird bitter) und den Saft kurz aufkochen und 1 zu 1, wie Läuterzucker, mit Zucker versetzten.

Schürze nicht vergessen, die Granatäpfel färben stark ab und die Flecken hinterlassen bleibenden Eindruck.

Long Bar - Raffles Hotel Singapore

Die LONG BAR im Singapore Raffles Hotel ist ohne Zweifel eine der berühmtesten Bars der Welt. Die Bar als solches befindet sich allerdings erst seit 1991 an jetziger Stelle im 2. Stock eines Rückgebäudes des Hotels und die Verlegung fand im Zuge der aufwendigen Renovierungsarbeiten Ende der 80er Jahre statt. Die Bar als solches erhielt ihren Namen durch die schon weitaus frühere Verlegung in den alten Ballsaal des Hotels im Jahre 1921, damals wurde ein 12 Meter langer Bartresen, der sich durch den ganzen Saal zog eingebaut.In den frühen 80er Jahren wurde die Bar wieder einmal verlegt, diesmal auf die andere Seite des Ballsaals. Die Bar ist im typischem Kolonialstile eingerichtet und man sieht dem Interior keineswegs an, das es erst aus dem Jahr 1991 stammt.
Am besten sitzt man allerdings nicht in der Bar, sondern auf der Veranda die sich um die Bar windet. Wenn man den obligatorischen Singapore Sling (der im Premix, aus Kanistern in das Glas der Gäste kommt und andern Orts weitaus besser ist) umgehen kann, sitzt man dort mit dem Getränk seiner Wahl sehr angenehm und denkt an frühkoloniale Zeiten, während man einige Erdnussschalen auf den Boden wirft. An der Stelle des heutigen Raffles Hotels soll 1902 angeblich der letzte Tiger Singapores erlegt worden sein, ein durchaus zweifelhafter Ruhm!
Der Singapore Sling ist wohl ca.1915 vom chinesischen Barman Ngiam Tong Boon kreiert worden. Allerdings ist auch das Hotel selbst nicht im Besitz der Originalrezeptur (auch wenn man dies gern behauptet), diese ist in früheren Jahren verloren gegangen. Die Rezeptur wurde in späteren Jahren verändert um das Fernweh und die Erwartungen an fruchtigsüße Urlaubswelten im aufkeimenden Massentourismus zu befriedigen. Genau betrachtet ist der Singapore Sling auch gar kein Sling, aber eine ganze Drinkkategorie wäre unter dem Staub der Geschichte ohne ihn begraben. Slings verlangten nach Wasser!!!
Man geht davon aus, das der Singopore Sling aus dem Straits Sling, durch Missinterpetation des Rezeptes entstanden ist. Der Straits Sling wurde erstmalig 1922 von Robert Vermere in „Cocktails and How to Mix Them“ niedergeschrieben. Ursprünglich verlangte er nach „dry cherry Brandy“ (was eigentlich Kirschwasser ist), aber man nahm „Cherry Brandy“ ala Cherry Heering(dieser ist aber alles andere als DRY). Die Rezeptur des Singapore Slings erschien erstmalig 1930 im Savoy Cocktail Book im Print.

Straits Sling - Formula von 1922

2 dashes of Orange Bitters
2 dashes of Angostura Bitters
The juice of one half a lemon
One-eight gill of Benedictine.
One-eight gill of Dry Cherry Brandy
One-half gill of Gin.
Pour into a tumbler and fill up with cold soda water.

Rezepte für Straits- und Singapore Sling aus dem Savoy Cocktail Book 1930

Singapore Sling

The juice of one quarter lemon
one quarter Dry Gin
one half Cherry Brandy

Shake well and strain into medium size glass, and fill with soda water. Add one lump of ice.


Straits Sling (6 People)

Place in a shaker 4 glasses of gin, one glass of Benedictine, 1 glass of Cherry Brandy, the juice of 2 Lemons, a teaspoonful of Angostura Bitters and one of Orange Bitters. Shake sufficiently and serve in large glasses,filling up with soda water


Singapore Sling (wie im Raffles Hotel heutzutage serviert)

30 ml Gin
15 ml Cherry Brandy
120 ml Pineapple Juice
15 ml Lime Juice
7,5 ml Cointreau
7,5 ml Benedictine
10 ml Grenadine
A Dash of Angostura Bitters
Garnish with a slice of Pineapple and Cherry

The Long Bar, Raffles Hotel
No.1 Beach Road, Singapore 189673

Donnerstag, 8. Februar 2007

Münchener Whisk(e)y Messe 2007

Auch in diesem Jahr gibt es nach den erfolgreichen Veranstaltungen 2005 und 2006 ein Whisky Festival für den Süddeutschen Raum. Vom 9-11.3.2007 findet das nächste Event, diesmal im Münchner Arabella Sheraton Grand Hotel statt. Veranstalter sind Finest Spirits und der Whiskybotschafter. Die letztjährigen Veranstaltungen waren wunderbar. Unbedingt hingehen!

Interessantes Jobangebot!!!

BRAND AMBASSADOR POSITION

Super-premium spirit brand seeks brand ambassador to execute promotional events intended to enrich travelers' experiences through engaging brand interactions and exciting and appropriate activities. Beginning in March 2007, to include one month of training and two to three months at sea (to be determined), with the strong possibility of subsequent year-round employment, based on the success of the initial program. Ambassador will manage events, train on-board staff about the brand, lead educational seminars, and interact with trade and consumers to build brand awareness. The position will include extensive travel, including two months aboard different cruise ships, as well as a three week training session to take place in Miami, Florida and Cognac, France. Training will conclude one week prior to boarding the cruise ships.

Requirements:
o Excellent communication skills in all mediums, across a range of audiences at varying levels of expertise and understanding
o Ability to motivate staff and customers
o Self-motivated
o Pleasant, sophisticated, and outgoing personality
o Applicants must be 25+

Experience:
o Experience in the following a plus:
o Marketing
o Event planning
o Public relations
o Public speaking
o Sales & promotions
o Wine & spirits industry
o Competitive athletics

Interested candidates should send resumes, cover letters, and a photograph as attachments to: lfriebert@deussenglobal.com

Danke an Gary Regan von ArdentSpirits für die globale Verbreitung solcher Angebote. Gary betreibt ein Bartender Network, bei dem man sich unbedingt einklicken sollte.

Neue Mixology Blogs



Helmut Adam vom Mixology Magazin stellt MIXOLOGY 2.0 vor. Neben der neuen Webseite (sieht wirklich gut aus) und des nun hoffentlich spamfreien Forums schreibt Helmut im neuen Drinks blog - und David Wiedemann im neuen -Flairblog .

Ich freue mich auf viel lesenswertes und interessantes aus der Mixology Szene.

Amsterdam Barshow 3 & 4 April 2007

Die Barshow Amsterdam ist das 2 wichtigste Event der europäischen Barszene und wer die Möglichkeit hat, sollte diese auf keinen Fall verpassen. Ein kleiner Vorgeschmack auf die London Barshow im Juni. Wichtig! Auf jeden Fall vorher gratis online registrieren, so erspart man sich den Eintritt!

Mittwoch, 7. Februar 2007

Pioniers of mixing Gin - the classic cosmopolitain


1934: Pionier of mixing Gin
Originally uploaded by Joerg Meyer.
Vor zwei Jahren erhielt ich eine Kopie des Buches
The Pioniers of Mixing Gin. Anistatia und Jared haben, soweit ich weiß, eines der wenigen Originale dieses Buches. Ein GIN-Tastic Buch für alle Liebhaber dieser noblen Spirituose. In Ihrem Shaken not stirred blog schreibt Anistatia einen kleinen Artikel über den unserer Meinung nach "Echten Cosmopolitan" den dieses kleine Büchlein schon 1934 auf Seite 49 preis gibt:

THE COSMOPOLITAN
Jigger of Gordon Gin
2 dashes Cointreau
Juice of one lemon
Teaspoon of raspberry syrup
Shake ingredients over ice and strain into a cocktail glass.

Cheers & Cranberry ade!

Amerikanische Flüssigkeitsmaße für alte Cocktailbücher

In der Hoffnung das diese Tabelle ihren Teil zur Aufklärung der manchmal schwer zu verstehenden alten Barbücher beiträgt, hier der Beitrag des Bitters Blogs zur Entwirrung alter Rezepturen.


American Bar - Savoy Hotel London

Das Savoy Hotel in London ist nicht nur eines der feinsten Adressen der Stadt, es ist eine Institution! Das Savoy versprüht seit nunmehr 118 Jahren den Charme eines Grand Hotels. Eröffnet im Jahre 1889 durch Richard D`Oyly Carte, erhielt das Savoy 1898 im Zuge der Neugestaltung der öffentlichen Räume im Hotel auch eine „AMERICAN BAR“. Dies passte zum Zeitgeist der Epoche, in der „American Drinks“die Vorboten des goldenen Cocktailzeitalters waren.

In der Bar des Savoy arbeiteten solch Legenden wie Ada Coleman(davor im Londoner Claridge`s Hotel schon zu Ruhm und Ehre gekommen) oder auch Harry Craddock, der nicht zuletzt durch die Veröffentlichung des SAVOY COCKTAIL BOOK 1930, London zum Epizentrum der globalen Cocktailkultur machte. Amerika litt unter den Folgen des Grossen Experiments und somit standen die Sterne günstig, den Amerikanern das Zepter aus der Hand zu nehmen. In späteren Jahren führte dann Peter Dorelli die Bar durch glanzvolle Zeiten im auslaufenden 20 Jahrhundert, bis er vor wenigen Jahren in den wohlverdienten Ruhestand wechselte.

Die Bar befand sich ursprünglich auf der Flussseite des Hotels und zog erst 1904 an die heutige Stelle. Damals wurden 2 an das Hotel angrenzende Gebäude in das Hotel integriert. Zu diesem Zeitpunkt erhielt die Bar ihren unvergleichlichen Art Deco Stil, den man bis Anfang der 50er Jahre beibehielt. Danach wurden Bambus Elemente integriert und man verabschiedete sich zusehens vom Art Deco. In den 70er Jahren erhielt die Bar ihr heutiges Interior, welches durchaus geschmackvoll gewählt wurde, allerdings etwas kühl und reduziert wird. Es fehlt etwas an Opulenz, die einem durch das sonst sehr prunkvolle Gebäude suggeriert wird.

Die Bar selbst ist mit vielen Fotos der zahlreichen Prominenten Kundschaft geschmückt. Diese wurden vom Celebrity Fotograf Terry O`Neill höchst selbst angefertigt. Eine weitere Besonderheit stellt die „Royal Box“ dar, ein privater, abgetrennter Raum innerhalb des Barrooms.

Ein Besuch Londons ohne Absteher zum Savoy ist unvollkommen. Ein absolutes Muss!


Savoy Hotel

Strand, London WC2R 0EU, UK

Savoy Hotel Special Cocktail Nr.2

2 Dashes Dubonnet

1/3 French Vermouth

2/3 Plymouth Gin

Orange peel

Dienstag, 6. Februar 2007

Cocktail Cherries

Gestern gab es einen interessanten
Artikel von Drinkboy Robert Hess über "Maraschino Cherries". Wie immer, gut recherchiert und informativ. Kurze Zusammenfassung: Maraschino Kirschen werden aus italienischen Maraska Kirschen hergestellt. Sie werden getrocknet und in original Maraschino Likör eingelegt. Die heute als Maraschino Kirschen bekannten, künstlichen, hellroten, zuckersüßen Cocktailkirschen nennt Robert Hess “imitation maraschino cherries”. So wurden Sie 1912 durch die US FOOD and DRUG Administration benannt und dieser Titel ist bis heute gültig.

“Imitation maraschino cherries” werden in den Staaten laut Hess überwiegend aus Queen Ann Kirschen hergestellt. Bei Markteinführung beurteilten Kritiker diese "neuen" Maraschino Kirschen als ungeniessbar.

Die Prohibition verhalf den künstlichen Chemie Bomben zum Durchbruch. Die bis dahin bekannten und als echte Delikatesse gehandelten italienischen Maraschino Kirschen wurden von Markt genommen, da sie in echtem Alkohol eingelegt waren.

Nach dreizehn Jahren Prohibition waren die ehemals so beliebten "Echten" Maraschino Kirschen nahezu unbekannt und die “Imitation maraschino cherries” hatten Ihnen den Rang abgelaufen.

Ähnlich wie in Deutschland ist es in den USA auch heute noch schwer, echte Maraschino Kirschen zu bekommen. Wer eine Quelle hierfür hat, möge uns bitte nicht unwissend lassen!

Robert Hess empfiehlt das eingelegen von getrockneten Qualitätskirschen in Maraschino Likör und ich werde nicht um zu kommen dies einmal auszuprobieren.

Die Bartender vom MLK & HNY NY empfahlen mir bei einem Besuch LES PARISIENNES Cherries. Nach langem suchen fand ich ein Glas im tiefsten Brooklyn, in Le Nell's ltd WINE + Likker Boutique. Diese kleine "Boutique" ist ein echtes El Dorado für Cocktailians - man findet hier nahezu jede Form wirklich seltener Cocktail Flavorings. Charmant fand ich auch die Gebührenfreie Telefonnummer des Ladens: toll free 1 877 NO SNOBS.

Auf dem Glas dieser kleinen, leider schon während meiner US Tour vertilgten Kirschen, heißt es: Les Parisiennes, Semi Candies cherries in Kirsch brandy. 600gr cherries, sugar,37,5 cl a 40%Vol Kirsch brandy (3,6 %), water, almond essential oil. FRANCE 24200 SARLAT.

Das Glas hatte einen stolzen Preis von ca. 20 US $, aber ich muss gestehen, es waren die besten Cocktailkirschen, die ich bislang probieren durfte. In Amerika werden diese Kirschen mittlerweile online versandt, in Europa konnte ich leider noch keine finden. Da hilft nur eins: Im nächsten Monat geht es nach Frankreich und ich werde versuchen einige Gläschen mitzubringen. Wer auch eines möchte, möge bitte einen Kommentar mit email hinterlassen.

LE NELL'S
WINE + Likker Boutique
416 Van brunt street
toll free 1 877 NO SNOBS
http://www.lenells.com

Die Wiederbelebung der Bitters

Bitters sind zunehmend im Fokus der weltweiten Cocktailgemeinde und somit lässt es nicht lang auf sich warten, dass die internatonale Presse das Thema aufgreift.
Ein sehr schönen Artikel über die Bemühungen der Bartender in der Bay-area findet man im renomierten SAN FRANCISCO CHRONICLE.

Sonntag, 4. Februar 2007

Jared, Anistatia and the EUVS



Heute erhielt ich eine eMail von Jared:

"Museums should be created where the public goes rather than bringing the public to museums," Paul Ricard said when he opened Exposition Universelle des Vins et Spiritueux (EUVS). He promised that it would be “permanent, eternal, and ever-growing” like the industry it was built to represent. Situated on Île de Bendor, a private island just off the coastal resort community of Bandol in southern France, this amazing museum lives up to his ideal.

Opened on 12 July 1958, EUVS is dedicated to the promotion of the global wine and spirits industry. The museum houses over 8000 bottles of wine and spirits from 48 nations —including rare wines and liquors from Asia, Africa, the Americas, Australia, and Europe—as well as a massive label collection; glassware from famed producers including Baccarat, Lalique, Nason & Moretti, Saint-Louis, Val-Saint-Lambert, and Daum.

The building itself is also remarkable. Over 40 of its wall surfaces and arches are adorned with soaring murals executed by students of École Supérieure de Beaux Arts in nearby Marseille.

In honor of Paul Ricard’s monumental achievement and in memory of his pioneering spirit, EUVS will experience a revival culminating in a 50th anniversary celebration in 2008.

Conservation of the existing collection; building renovation; repurposing and expansion of its exhibits; publication of a comprehensive catalogue; and establishment of an online and analog library of wine, spirits, and cocktail knowledge are just a few of the projects scheduled for completion over the next 19 months.

As the research arm of the Bendor-based International Bar Business School, EUVS will offer the wine, spirits, and hospitality communities a rich source of historical knowledge and artifacts—a key element to the future of an industry that is experiencing record growth.

For the public, EUVS will provide a rare glimpse into the varied and compelling history of an industry that has influenced civilisation for over 9000 years.

Under the direction/curation of cocktail and spirits historians Jared Brown and Anistatia Miller, a team of experts from various disciplines will be formed to accomplish this mission. Eric Fossard of the International Bar Business School, Robert "Drinkboy" Hess, Ted "Doc Cocktail" Haigh, and the Worldwide Cocktail Club's Henry Besant and Dre Masso have already committed to the effort. Museum studies, conservation, and archaeology students from European universities will also be called upon to intern during the summer.

Visit the EUVS site (www.EUVS.ORG) to watch this historic project unfold in blogs, photos, and podcasts.

Wenn man sich die Fotogalerie auf dem neuen EUVS blog anschaut, könnte man glatt neidisch werden.
Man wird bespannt sein, was diese Beiden uns in der nächsten Zeit bescheeren werden.

Blog unter: http://www.euvs.org/Blog/Blog.html

HOW TO USE BITTERS - Seelbach Cocktail at Brandy Library NY

Seven dashes of Peychaud and seven dashes of Angustora bitter. Das war mir beim lesen von Ted Haighs , aka Dr. Cocktail, Vintage spirits and forgotten Cocktails in Erinnerung geblieben. Ein ungewöhlicher Cocktail, dachte ich mir damals, zumal er nicht geschüttelt, sondern lediglich im Champagnerglas aufgegossen wurde.

1,2,3,4 .... ich beobachtete den erstklassigen Gastgeber Ethan R.Kelley bei der Arbeit und zählte die dashes of Peychaud mit.
Es folgten 4 dashes of Angustora Bitter.

In der BRANDY LIBRARY NY war es am frühen Abend noch ruhig und diese empfehlenwerte Bar füllte sich langsam mit Gästen aus dem umliegenden Finanzplätzen Manhattans.

Ich kam mit Ethan ins Gespräch und prompt erklärte er mir, dass er lange nach einem passenden Glas, einer klassischen Champagner Schale, gesucht hat, die Größe des Glases aber nur eine leicht "gekürzte" Variante des Original Rezeptes zuliesse.

Der Geschmack des Drinks gab Ihm recht. Bourbon, Bitters, Champagner - der Hauch einer Orangen Zeste schmeichelte der Nase. Ein vielschichtiger Drink für erfahrende Trinker.

Dieser Drink wurde erstmals 1917 im Seelbach Hotel in Louisville, Kentucky gemixt. Das Rezept galt lange als verschollen und wurde erst 1995 wieder entdeckt. Dr. Cocktail nennt diesen Zufall in Bezug auf sein oben genanntes Buch: "After all, it's what this book is all about!"

Gary Regan empfiehlt einen Wild Turkey und wir können davon ausgehen, dass er einen mit höherer proof Zahl meint.

Gary Regans Rezept:

Seelbach Cocktail
INGREDIENTS:

3/4 ounce bourbon

1/2 ounce Cointreau

7 dashes Angostura bitters

7 dashes Peychaud's bitters

4 ounces chilled brut Champagne

1 orange twist, for garnish

INSTRUCTIONS:

Pour all of the ingredients, in the order given, into a Champagne flute. Add the garnish.

Bemerkenswert finde ich wie gesagt auch die Zubereitung. Der Champagner sollte meiner Meinung nach eiskalt sein. Der Cocktail eignet sich erstklassig als Aperitif für größere Gruppen. Schade nur, das es hierzulande dann doch eher ein fragwürdiges Glas Prosecco ist.

Brandy Library
25 North Moore Street
NEY YORK
212.226.5545
-Winter hours-
Sun - Wed 5pm to 2am
Thu - Sat 4pm to 4am
info@brandylibrary.com

Bolivar Bitters

Bolivar Bitters wurden von derBolivar Bitters Co. in Vrapa Venezuela hergestellt und zielten wohl darauf ab Angostura zu ersetzen. Dieser Bitters hat "about" 45% Alkohol.
Ein Beweis dafür, dass der südamerikanische Kontinent(auch wenn dies kaum jemand wahrgenommen hat) einer der Hauptprodutenten für aromatische Bitters war.

Wunderbar in einem Pisco Sour!

Freitag, 2. Februar 2007

Creative (Whiskey) Cocktails in München

Ausnahmebartender Bastian Heuser(bis vor kurzem in der Biancalani Bar in Frankfurt tätig) und die Brown Forman Group(ihrerseits Eigentümer von Woodford Reserve, Jack Daniels oder auch Gentleman Jack) luden am 31.01. 07 in die CORTIINA BAR in München, um klassische und moderne Cocktails mit American Whiskey eine breiten Schar engagierter Münchner Bartender vorzustellen. Bastian erwies sich einmal mehr als Garant für kreative und moderne Cocktailkreationen und konnte mit der Einbindung, sonst eher unüblichen Zutaten, die im allgemeinen doch sehr kritische Münchner Barszene überzeugen.
Zwei meiner Favoriten waren der,

LEMON BALM JULEP

6cl Woodford Reserve
5-6 Zweige Zitronenmelisse
1-2 BL Zuckersirup
1 Dash Lemon Bitters

Alle Zutaten in ein Longdrinkglas geben, mit crushed Eis auffüllen und rühren bis das Glas beschlägt. Mit Zitronenschalenjulienne garnieren.

und der,

Spiced (P)Reserve

6 cl Woodford Reserve
3 cl frischer Zitronensaft
2 BL Pflaumenmuss
1 cl Kardamomsirup
1 Dash Benedictine
1 Dash Old Time Aromatic Bitters

Alle Zutaten auf Eis kräftig schütteln und in ein Cocktailglas doublestrainen. Mit frisch gemahlenem Pfeffer garnieren.

Ein sehr schöner Abend, der nach langer Zeit die Münchner Barleute aus ganz unterschiedlichen Etablissements zusammenbrachte. Es bleibt zu hoffen, das man es sich als Anlass nimmt ein verstärktes Miteinander zu pflegen.

Bastian Heuser ist unter barworkz@mac.com oder bastian@mixology.eu zu erreichen.

Donnerstag, 1. Februar 2007

Blood Orange Bitters



Der wohl erste Blutorangen Bitters ist seit geraumer Zeit(nicht in Deutschland) erhältlich. Hergestellt von der Firma STIRRINGS ist dieser Bitters alkoholfrei und in einer etwas zu grossen 355ml Abfüllung hauptsächlich in den USA erhältlich.
Das Aroma ist durchaus ansprechend, man vermisst ein wenig die durch den Alkohol getragene Wucht klassischer Bitters. Ein Beweis mehr für das "Bitters Revival"!
Man sollte dieses Produkt nach dem öffnen im Kühlschrank aufbewahren!
Die Firma STIRRINGS stellt auch eine "Authentic Grenadine" her, sollte jemand eine Bezugsquelle innerhalb der EU kennen, wäre ein Kommentar sinnvoll. Was hierzulande oft als Grenadine verkauft wird, hat oft nichts mit dieser zu tun.

THE MIGHTY MANHATTAN

Im Cocktailshaker mische man 6cl Rye oder Bourbon Whiskey mit 1,5cl süßem Wermut und einem Spritzer Blood Orange Bitters. Viel Eis, leicht schütteln und in ein Cocktailglas abseihen. Ein geschüttelter Manhattan?-Strange! Der Hersteller gibt diesen Ratschlag!