Donnerstag, 19. April 2007

Schwangere in Bars

Schwangerschaft ist wohl eines der elementarsten Stützpfeiler unserer Gesellschaft. Die daraus resultierenden Geburten sichern die Erhaltung der Art und damit den Fortbestand der Zivilisation.


Schwangerschaft lässt sich aber nicht verbergen und das dem Ungeborenem ein Barbesuch zugemutet werden kann, entzweit nicht nur die hiesige Bevölkerung in zwei Teile.
Haben sie sich nicht schon einmal dabei erwischt, wie sie bei ihrem Gang in die Bar vom Anblick einer Schwangeren überrascht wurden und unbewusst über das Verhalten der Dame richteten.

Der Gang in die Bar muss nicht unbedingt mit dem Konsum von Alkohol einhergehen, und doch ist es mir aus der Erfahrung langjähriger Bartätigkeit nur allzu wohl in Erinnerung, dass viele Gäste den Besuch und den damit verbundenen Anblick einer Geschwängerten äusserst kritisch gegenüberstehen. Nimmt die Dame dann auch noch ein alkoholisches Getränk zu sich, nähert sich die Polarisation dem Höhepunkt. Dieses Mißfallen wird in den seltensten Fällen direkt ausgesprochen, wird aber hinter vorgehaltener Hand nur allzu gern zum Ausdruck gebracht.

Dies wirft natürlich die Frage nach dem Maß auf, in dem man sich dem Alkoholkonsum während der Schwangerschfat hingibt. Gilt doch das Glas Champagner als Kreislaufförderer und das gelegentliche Glas Rotwein als Blutbildend, so ist doch bekannt, das Alkoholkonsum auch
stark zu Fehlbildungen des Embryonen führen kann (besonders in den ersten 3 Monaten).
Dieses ist als "fetales Alkoholsyndrom" bekannt und sollte den Neuzugängen dieses Planteten(so meine persönliche Meinung) grundsätzlich erspart werden. Das man wissenschaftlich allerdings immer noch uneins darüber ist, ob und in welchen Mengen Alkohol während der Schwangerschaft schädigend wirkt, macht die Sache nicht unbedingt leichter.

Die renomierte New York Times brachte zu diesem Thema vor einiger Zeit einen sehr interessanten Artikel, dieser ist allerdings sehr auf die amerikanische Gesellschaft bezogen.

Die Frage stellt sich allerdings nach der Akzeptanz innerhalb unserer Gesellschaft.
Was denkt man als Barman darüber, wenn sich eine Frau im 7. Monat einen Gin&Tonic oder einen Cosmopolitan bestellt?
Ist man als Gast beschämt, neben einer Person zu sitzen, die dasUngeborene durch seine eigene Diziplinschwäche in Gefahr bringt?
Hier sind Standpunkte gefragt-wir sind gespannt!

Kommentare:

Torben hat gesagt…

Hauptgrund für meine Ablehnung schwangeren trinkenden (und rauchenden!) Frauen gegenüber ist die Tatsache, dass das Kind nicht die Wahl hat!

Wer trinkt oder raucht - der weiß, was auf ihn zukommen könnte.
Die zukünftige Mutter kann über ihr eigenes Wohl bestimmen, das Kind ist aber u.U. Opfer dieser Entscheidung.

Ich selbst kenne jemanden, dessen Geschwisterkind aufgrund einer während der Schwangerschaft trinkenden Mutter geistig zurück und auch körperlich beeinträchtigt ist.

Und diese Entscheidung über einen fremden Organismus, über ein fremdes Leben, verurteile ich.

Joerg Meyer hat gesagt…

Die Gefahren des Trinkens (und Rauchens) werden in der Regel überbewertet. Ein regelmässiger starker Alkohol Konsum ist sicherlich schädlich - Wir laufen allerdings mit riesen Schritten Richtung Amerika und entmündigen uns zunehmens - jeder noch so kleine Gefahr wird verteufelt -

An ein, zwei Abenden die Woche ein, zwei Gläschen Champagner oder Wein wird weder der Mutter noch dem Kind schaden, im Gegenteil, es wird beiden Gut tun. Die Mutter entscheidet sich in diesem Fall für Ihr eigenes Wohl - Sie nimmt weiterhin am gesellschaftlichen Leben teil - das Kind profitiert davon - es hat eine ausgeglichene Mutter die Ihr soziales Netzwerk pflegt ...

Selbst wenn diese Gläschen in einer verrauchten Bar eingenommen werden, wird weder das Kind leiden, noch die Mutter an Lungenkrebs sterben.
Das passive Rauchen in solchen gringen Mengen erzeugt weder Krebs, noch Fehlbildungen etc.

Ich bin ein Freund des gesunden Menschenverstandes - Vorschnelle Urteile oder Dogmen sollten wir lieber ganz schnell sein lassen. Da Männer nun mal nicht schwanger werden können, sollten Männer sich mit wertenden Urteil beim Thema einfach mal zurückhalten - weibliche Meinungen bitte!

Goncalo hat gesagt…

... gesunder Menschenverstand und Ausgeglichenheit dürften nicht nur in Bezug auf Schwangerschaft erstrebenswert sein.

Wird eine schwangere Frau vom Nachtleben oder eben einer Bar ausgeschlossen, so ist es unausgeglichen. Egal wer auch immer wertet bzw. entscheidet.

Die gleiche Wertigkeit gilt für eine schwangere Frau, welche Abend für Abend körperlich-anstrengende Zeiten hinter sich bringt.

Als Bartender bin ich von Frauen irritiert, welche in einer Bar alkoholfrei trinken, sich in eine möglichst rauchfreie Ecke setzen und jegliche Gäste mit ihrem Umstand belästigen.

Die schwangere Frau, welche weiß, was sie erwartet und die Kultur einer Bar genießt, wird dem Kind ebendiese Selbstverständlichkeit des Lebens vermitteln können.

Das Kind hat niemals die Wahl. Auch sollte sich die Welt einer Mutter nicht um das Kind drehen.

Eigenrespekt ist die Voraussetztung für Respekt gegenüber anderen.

Mike (Triobar) hat gesagt…

Respekt Stephan!!!
Sehr gut geschriebener Artikel mit einem ueberaus schweren Thema,
was doch sehr gerne zur Polarisierung neigt, toll wie gut du hier fuer und wieder abwiegst. Respekt auch fuer den Mut so ein Thema anzugehen!!!

Torben hat gesagt…

Jörg, Was ich mich Frage ist, ob man Alkohol konsumieren muss um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben? Diese Aussage halte ich für überzogen (und relativ traurig).

[quote]
Die Gefahren des Trinkens (und Rauchens) werden in der Regel überbewertet.
[/quote]

Die Meinungen und Studien hierzu gehen auseinander, interessante Infos sind unter folgendem Link zu finden:

http://www.alkoholpolitik.ch/forschue/foet.pdf

Für dieses Thema besonders von Relevanz ab Seite 41.

Was dazukommt ist die Tatsache, dass man eine schwangere Frau in einer Bar natürlich nie pauschal verurteilen/freisprechen kann, da man idR nichts über diese weiß.
Ist es eine Ausnahme oder trinkt die Frau jedes Wochenende 4 Martinis?


Als werdender Vater ist man nicht weniger verantwortlich, man kann sich (um den oben angesprochenen Punkt aufzugreifen) selbst in puncto Alkohol und Tabak zurückhalten um es Mutter/Kind leichter zu machen wenn nötig.


[quote]
Die schwangere Frau, welche weiß, was sie erwartet und die Kultur einer Bar genießt, wird dem Kind ebendiese Selbstverständlichkeit des Lebens vermitteln können.
[/quote]

Dies gilt genauso für die schwangere Frau, die diese Kultur genießt, aber 9 Monate alkoholfrei trinkt.

[quote]
Das Kind hat niemals die Wahl.
[/quote]
Richtig.
Daher sollte man das immer bedenken.


[quote]
Auch sollte sich die Welt einer
[/quote]

Völlig richtig, jedoch ist die Verantwortung der Eltern dem Kind gegenüber da, sobald man sich für eines entscheidet.

Torben hat gesagt…

[quote]
Auch sollte sich die Welt einer Mutter nicht um das Kind drehen.
[/quote]

Völlig richtig, jedoch ist die Verantwortung der Eltern dem Kind gegenüber da, sobald man sich für eines entscheidet.


so sollte das aussehen...

Torben hat gesagt…

[quote]
Selbst wenn diese Gläschen in einer verrauchten Bar eingenommen werden, wird weder das Kind leiden
[/quote]

Sorry, fiel mir jetzt erst richtig auf Jörg,
woher beziehst du diesen Fakt frage ich mich???

Bitte Quellen.

Joerg Meyer hat gesagt…

Hey Torben,

ich schätze Dich zu sehr um mich mit Dir in einer kleingeeistigen Diskussion zu verlieren - die Quelle für meine Aussagen ist wie gesagt der gesunde Menschenverstand - Das wir da eventuelle unterschiedliche Vorstellungen haben finde ich nicht weiter schlimm, ein vorschnelles Verurteilen von "trinkenden" Schwangeren finde ich in keinster Weise gerechtfertigt.

Gruß

Jörg

Torben hat gesagt…

Ich schätze dich ebenso, und
ich denke auch, dass ein vorschnelles Verurteilen absolut unangebracht ist!

Deshalb verurteile ich auch nach langen Überlegungen.

Unterschiedliche Meinungen sind keinesfalles etwas Schlimmes, aber was mir mein gesunderr Menschenverstand sagt ist, dass ein winziger und schwacher Organismus extrem empfindlich ist.

In meinem link zu finden, neben Trisomie 21 ist Alkoholkonsum während der Schwagerschaft die zweithäufigste Ursache für Behinderungen.
(Sich einige Dinge dort durchzulesen ist wirklich hoch interessant, ich empfehle es wirklich)


Ich bin ebenfalls absoluter Gegner von vermuteten Gesundheitsgefahren hinter jeder frittierten Krokette oder Maiskorn, aber die Verantwortung, die man trägt, hat man eben dem anderen Organismus gegenüber.

Hat man sich für ein Kind entschieden kommen sicherlich (ich bin zwar noch kein Vater, benutze aber einfach mal meinen kopf) sehr viele Veränderungen auf ein Paar zu.
9 Monate Alkoholverzicht ist sicherlich noch eine der Kleineren davon.


Erschreckend finde ich einfach die Annahme, nur über Alkoholkonsum am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.

Man kann auch in einer Bar ein Ginger Ale oder Tonic mal ohne Gin bestellen.

Wenn man das nicht mehr kann finde ich es sehr bedenklich.

Ich trinke gern und mit sehr viel Genuss, reflektiere aber meinen Konsum und bin tendenziell sehr vorsichtig.
Der verantwortungsvolle Umgang mit Alkohol ist mE extrem wichtig, erfordert aber uU viel Disziplin.

Und ich denke schlussendlich, dass man in diesen 9 Monaten diese Disziplin aufbringen sollte, denn die wissenschaftliche Seite spricht letztendlich eine doch recht deutliche Sprache: Alkoholkonsum während der Schwangerschaft ist nie gut!

Und nicht nur regelmäßiges Trinken kleiner Mengen Alkohol kann schädlich sein, genauso einmaliges Trinken von etwas mehr Alkohol (vgl. Seattle-Studie, Streissguth, og link) kann gleiche oder noch shclimmere Folgen hervorrufen.

Die Bitte um Quellen meinerseits diente auch nicht dem Zweck, in einen Beweisstreit zu kommen, aber ich vermute ernstlich dass nirgends erwiesen wurde, dass Rauch dem ungeborenen Kind nicht schadet.
Anderes ist mir nicht bekannt und es hätte mich einfahc sehr interessiert, daher.

Gruß
auf zur Arbeit..
Torben

Anonym hat gesagt…

Hallo Männer! Ihr habt euch eine weibliche Stimme zu diesem Thema gewünscht, hier ist sie! Mutter zweier gesunder, glücklicher Kinder.
Die Devise ist, alles in Maßen ist erlaubt, Übermaß schädlich. Allerdings gibt es schon Abstufungen im Bezug auf Alkohol. Harter Alkohol, wie Gin oder Wodka sind strikt verboten!!! Jedoch ein Gläschen Champagner oder Sekt am Ende der Schwangerschat höchst belebend. Bei Rotwein sollte man am Ende der Schwangerschaft vorsichtig sein, dieser kann leicht Wehenfördernd wirken. Wenn man allerdings schon eine Woche über dem Termin ist raten sogar manche Ärzte zu einem Glas Rotwein!
Was ich äusserst bedenklich finde ist, während der Schwangerschaft zu rauchen, denn Zigarettenkonsum verengt die Blutbahnen und dadurch kann das Kind Sauerstoffmangel erleiden. Ab und zu in einer Bar passiv zu rauchen dürfte aber nicht schaden.
Grüße Sandra

goncalo hat gesagt…

... schöner und gut durchdachter oder in diesem Falle auch erlebter Kommentar, liebe Sandra.

Angemessenheit ist das Maaß.

Anonym hat gesagt…

Wie Sandra bereits sagt,

harte Sachen während der Schwangerschaft absolut tabu.

Rotwein oder wie erwähnt ein Gläschen Sekt nach Ermessen.

[quote]-Torben

Erschreckend finde ich einfach die Annahme, nur über Alkoholkonsum am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.

Man kann auch in einer Bar ein Ginger Ale oder Tonic mal ohne Gin bestellen.

Wenn man das nicht mehr kann finde ich es sehr bedenklich.
[/quote]

Kann Dir da nur vollstens zustimmen.

Joerg Meyer hat gesagt…

Man kann durchaus am gesellschaftlichem Leben ohne Alkohol teilnehmen. Allerdings ist es manchmal derjenige, welcher einen Alkoholfreien Abend verbringt, der eher nicht in der Lage ist, sich ohne Alkohol am gesellschaftlichen Barleben zu erfreuen.

Jeder sollte in Ruhe sein Tonic ohne Gin trinken dürfen, allerdings auch nicht missionarisch oder belehrend dem trinkenden Teil der Gäste den Spass verderben.

Der Nichttrinker sollte sich über eines bewusst sein: Der trinkende Teil der Gäste finanziert seinen Aufenthalt in einer exklusiven Bar. Der Kostenapparat eines solchen Betriebes ist enorm - wenn Gäste nur alkoholfrei trinken würden, wäre die Bar sofort Pleite - Deshalb müssen nichtalkoholische Getränke hier extra teuer sein. Für Nichttrinker gilt also: in Ruhe geniessen und den Anderen den Spass nicht verderben! Eine Bar lebt vom Verkauf alkoholischer Getränke. Ein Massvoller Genuss zeichnet den Trinker mit großer Erfahrung aus - ein Über die Strenge Schlagen ist im Rahmen zu verzeihen - es macht das Leben lebenswerter!

Ohne Alkohol keine BAR im herkömmlichen Sinne - Als Bitterblog Autor (Wir beschäftigen uns unmissverständlich mit Themen der Bar) möchte ich eine Lanze für die (gewerbliche) Bar brechen - Der Genuss von Alkohol ist existentielle für eine gute Bar - wie die geschieht, ist eine Frage der Klasse!

Mike (Triobar) hat gesagt…

Hallo Joerg,
ich denke nun bist du aber uebers Ziel hinausgeschossen.
Lies doch nochmal bitte das Thema um das es hiergeht.
Es geht um Schwangere in Bars bzw
wie man damit umgehen sollte.
Keiner der hier Schreibenden hat etwas von alkoholfreien Bars fantasiert.
Einzig und allein der Gedanke wurde geaeussert, das ein Abend in einer Bar auch ohne Alkohol schoen sein kann. Niemand mag missionierende Gaeste die anderen den Spass verderben, aber vergiss bitte auch nie die Verantwortung die wir als Barbetreibende auch haben.

Joerg Meyer hat gesagt…

Hallo Mike, ich bin weder übers Ziel hinaus geschossen, noch wollte ich hier Kommentierenden Fantasien unterstellen. Ich sehe das wie Du und Torben - ein alkoholfreier Abend in einer Bar kann toll sein (er bleibt aber schlecht für den Umsatz)! __Über die Verantwortung bin ich mir bewusst, geheuchelte political correctness ist mir hingegen zuwider - Um es mit den Worten eines großen Berliner Bartenders zu sagen :".. gesunder Menschenverstand und Ausgeglichenheit dürften nicht nur in Bezug auf Schwangerschaft erstrebenswert sein."Den wohlgemeinten Rat zum aufmerksamen Lesen gebe ich gerne, ungelesen, zurück.__Gruß__Jörg

bar support international hat gesagt…

Ausreichend Auskunft ob oder wie Rauchen nun PC sein kann findet ihr übrigens hier:
http://www.mypctv.de/2007/03/08/26/

Viel Spaß wünscht
ole

Stephan Berg hat gesagt…

Die Betrachtung der trinkenden Schwangeren weisst innerhalb einer professionellen Bar eine eher ablehnende Haltung unserer Gesellschaft auf. Dies kann ich zumindest aus meiner langjährigen Arbeit hinter dem Tresen feststellen.
Die Richtung über besagte Person erfolgt sicherlich in vielen Fällen vorschnell und man muss schon zugeben, dass 9 Monate Abkehr von seinen Gewohnheiten, eine nicht ganz so einfach zu leistende Aufgabe ist. Der Ausgangspunkt für diese Diskussion, die teilweise recht emotional geführt wird, war weniger ein reines schwarz-weiß denken, sondern vielmehr ein Erfassen der Akzeptanz unter den wichtigsten Protagonisten in einer Bar-den Gästen!

Joerg Meyer hat gesagt…

Ole...Großartiger Link! der TAG "Adolf Hitler" ist PC!

Gruß

Jörg

Torben hat gesagt…

Ich stimme da Old Tom Mike zu Jörg, ich glaube hier geht es doch um etwas Anderes denn um Gäste, die in einer Bar nicht trinken (oder sollen Schwangere nur in Bars gelassen werden, wenn sie auch Alkohol konsumieren ;-) ?).


[quote]
Allerdings ist es manchmal derjenige, welcher einen Alkoholfreien Abend verbringt, der eher nicht in der Lage ist, sich ohne Alkohol am gesellschaftlichen Barleben zu erfreuen.
[/quote]

Das kann ich aus eigener Erfahrung nicht bestätigen.

Ich bin ein absoluter Bar- und Barkulturfreund, kann aber trotzdem damit leben - aus welchem Grund auch immer- in einer schönen Bar alkoholfrei zu bestellen (auch wenn meine Begleitung das nicht tut).


Gerade vorhin habe ich mit einer Bekannten, die Hebamme ist, gesprochen.
Sie bestätigte mir, dass jedes Glas Sekt/Wein/Rum und jede Zigarette auf den kleinen und verletzlichen Organismus "durchschlägt", ausnahmslos.

Es grüßt...

Joerg Meyer hat gesagt…

Deine Bekannte hat unrecht wenn Sie sagt jedes Glas Sekt und Wein schlägt durch - (Rum mal außen vor gelassen...)

Trotz Ihrer Profession (Hebamme) möchte Ich Ihr da widersprechen: Ein Glas Sekt/Champagner schadet weder Baby noch Mutter - wer das behauptet, übertreibt masslos.

Gruß

Jörg

Torben hat gesagt…

Sagt dir das wieder dein Empfinden?

Gruß...

Joerg Meyer hat gesagt…

Ach Torben alter Profitrinker,

was sagt Dir Dein Empfinden? Ein Glas Sekt/Wein ab und zu gefährden die Gesundheit des Babies? Tut mir leid, dem kann und werde ich nicht zustimmen. Solche Panikmache ist und bleibt für mich jenseits des gesunden Menschenverstandes. Massvolles Trinken in der Schwangerschaft ist ungefährlich und sollte insbesondere von Außenstehenden (uns Männern) nicht vorschnelll verurteilt werden.

Gruß

Jörg

Matthias hat gesagt…

Hallo Jörg,

hier muß ich widersprechen.

JEDES Glas Sekt oder Wein schlägt in der Tat durch.
Inwiefern sich das jedoch dann auf das Kind auswirkt, hängt auch sehr stark vom Körper der Mutter ab und wie dieser mit dem Alkohol fertig wird.

Fakt ist, das jedweder Genuß von Alkohol, auch in Medikamenten oder anderer Form, während der Schwangerschaft das ungeborene Kind einem Risiko aussetzt.

Wie hoch das im Einzelfall ist, kann wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden und bleibt deshalb ein Streitpunkt.

Joerg Meyer hat gesagt…

Hallo Matthias,

soviel zur Theorie. Schwangerschaften, sowie das Leben selbst, sind in der Theorie höchst risikoreich.

"ich glaube keiner Bilanz, die ich nicht selber gefälscht habe" kann und wird auf jede Form der Beweissführung ausgeweitet.

Ein Glas Champagner während der Schwangerschaft ist und bleibt in meinem Augen ungefährlich (Bei Proseccco hingegen sieht das schon ganz ander aus - trinkt mehr Champagner!).

Auf Grund der Tatsache, das eine Schwangere ein Glas Champanger trinkt, eine ernsthafte Gefahr herauf zu beschwören ist vermeintlich politisch korrekt in meinen Augen aber:

- fernab jeder Vernunft
- wider des gesunden Menschenverstandes
- histerisch und weltfremd.

Die Wahrscheinlichkeit, das das Kind und die Mutter bei einem Verkehrsunfall mit einem betrunkenen Fahrer (selbstverständlich männlich) ums Leben kommen, ist natürlich nach wie vor gegeben...

Gruß

Jörg

Torben hat gesagt…

Das ein Glas Sekt das Kind umbringt hat keiner behauptet.
Doch anzunehmen, es könne sich nicht bemerkbar machen ist etwas anderes...

Zum vorschnellen Urteilen habe ich ja schon etwas geschrieben ;)

Grußgruß

Anonym hat gesagt…

Stephan meinte, trinkende schwangere Frauen erleben eher eine Ablehnende Haltung in einer Bar. 9 Monat Abkehr vom normalen Leben in jeglicher Hinsicht ist natürlich eine Herausforderung für jede Frau.
Bitte gönnt den Frauen einen meist eher kurzen Ausflug in eine Bar, 90% wissen maßvoll mit Alkohol umzugehen. Ausserdem gibt es alkoholfreie Cocktails!! die ebenfalls Geld in die Kasse bringen. Ich persönlich genoss es, einen alkohlfreien Cocktail und eine Kleinigkeit aus der Speisekarte zu mir zu nehmen.
Eine kleine Anmerkung zu Tonic Water. Alle Chininhaltigen Getränke sind mit Vorsicht zu genießen, sie können Wehenfördernd wirken!
Grüße Sandra

Anonym hat gesagt…

Sicherlich ist Alkoholkonsum während der Schwangerschaft eine zwiespältige Sache - aber den Anblick eienr Schwangeren als unästethisch zu empfinden? Meine Güte - die Warn doch alle selbst mal alle in einem Frauenbauch - auch der Papst.

Schwanger sind - für meine Begriffe, die schönste Sorte Mensch, die es gibt. Basta.